Nach fast viereinhalb Stunden sicherte sich der Titelverteidiger und aktuelle Weltranglistenzweite Carlos Alcaraz einen hart erkämpften 7:5, 6:7, 7:5, 2:6, 6:1-Erfolg gegen den italienischen Routinier Fabio Fognini auf dem Centre Court. Besonders auffällig war Fogninis Taktik: Er zwang Alcaraz in den fünften Satz und bewies, dass er trotz seines niedrigen Rankings ein hohes Niveau halten kann.
Für zusätzliche Spannung sorgte ein Zwischenfall während des zweiten Satzes: Das Spiel musste wegen eines hitzebedingten Kollapses im Publikum unterbrochen werden. Alcaraz reagierte besorgt, unterbrach die Partie kurz, setzte sie dann aber konzentriert fort.
Der Verlauf war dramatisch: Alcaraz startete unruhig mit zahlreichen Doppelfehlern, verlor den ersten Satz deutlich und kämpfte sich im entscheidenden Satz stark zurück. Fognini entschied den vierten Satz überraschend für sich – ein Zeichen seiner guten Form und Erfahrung.
Mit dem Sieg zieht Alcaraz in die zweite Runde ein, in der er auf den britischen Qualifikanten Oliver Tarvet trifft. Fognini hingegen zeigte eine Leistung, die viele überraschte: Alcaraz lobte ihn als „würdig, bis 50 zu spielen”.
Das Match steht exemplarisch für den Auftakt von Wimbledon 2025: Hitze, Drama und Leidenschaft prägten den Tag. Neben dem spannenden Duell der Herren feierten Lucas Raducanu, Emma Sabalenka und britische Spielerinnen wie Katie Boulter starke Erfolge und zeigten, dass in diesem Turnier Überraschungen möglich sind.
Am ersten Tag von Wimbledon sorgten aber auch mehrere Favoriten-Aus für große Überraschungen: Daniil Medvedev (Nr. 9) schied bereits in der ersten Runde gegen den Weltranglisten-64. Benjamin Bonzi aus und zeigte sich sichtlich frustriert. Auch Stefanos Tsitsipas musste verletzungsbedingt aufgeben, während Holger Rune und Matteo Berrettini ebenfalls früh die Heimreise antraten.
Am zweiten Turniertag von Wimbledon trifft Italiens Topgesetzter Jannik Sinner heute auf seinen Landsmann Luca Nardi – ein Duell, das das Potenzial für ein intensives Match birgt. Zudem setzt Alexander Zverev seine gestrige Partie gegen Arthur Rinderknech fort, die bei einem Stand von 1:1 Sätzen unterbrochen wurde und heute planmäßig abgeschlossen wird.




















