Ende Juni 2025 wurden in Italien mehrere Ausbrüche der Lumpy Skin Disease (LSD), auch als Hautknotenkrankheit bekannt, gemeldet. Der erste bestätigte Fall trat am 21. Juni auf Sardinien auf. In einem Betrieb mit 131 Rindern erkrankten sieben Tiere. Auch aus der Poebene wurden Fälle der Rinderseuche gemeldet.
Am 30. Juni wurde zudem der erste Fall in Frankreich im Département Savoie bestätigt, woraufhin Sperrzonen mit einem Radius von 50 km eingerichtet wurden und Vieheinschränkungen gelten.
Krankheit, Übertragung und Folgen
Die Lumpy-Skin-Krankheit wird durch ein Capripoxvirus ausgelöst und ist für Menschen ungefährlich. Charakteristisch sind Fieber, schmerzhafte Hautknoten (0,5–5 cm), geschwollene Lymphknoten, Appetitlosigkeit und ein Rückgang der Milchleistung.
Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr müssen infizierte Tiere gekeult werden und es gelten strikte Handelsverbote mit Tiertransporten und tierischen Produkten in Sperrgebieten.
Internationale Reaktionen und Handelsbeschränkungen
Die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) und die EU-Behörden beobachten die Entwicklung in Italien und Frankreich aufmerksam. Großbritannien hat bereits Importverbote verhängt: Seit dem 26. Juni dürfen keine lebenden Rinder, Rohmilch, Tierhäute oder bestimmte Nebenprodukte aus Italien eingeführt werden.
Auch Australien hat Vorsichtsmaßnahmen für Veterinär- und Futtermittelimporte aus Italien aktiviert. Auch die australischen Behörden haben Vorsichtsmaßnahmen für Veterinär- und Futtermittelimporte aus Italien aktiviert.
Nutztierhalter in Norditalien, Österreich und der Schweiz werden zu erhöhter Wachsamkeit bei Befallssymptomen aufgerufen. Wichtige Gegenmaßnahmen umfassen:
- Strikte Biosicherheitsmaßnahmen auf Höfen,
- Kontrolle und Desinfektion von Tiertransporten
- Einsatz von Insektenschutz (Repellentien, Eliminierung von Brutstätten).
- Verdachtsfälle sind an die Veterinärbehörden zu melden
Obwohl es in der EU keine offiziell zugelassenen Impfstoffe gibt, wird in anderen Regionen auf homologe Impfungen gesetzt. In Italien wurde jedoch bisher darauf verzichtet.



















