Italien sagt Müllsündern am Steuer den Kampf an. Mit einem neuen Gesetzesdekret, das seit dem 9. August gilt, drohen Autofahrern, die Abfall aus dem Fenster werfen, drastische Strafen. Diese reichen von hohen Geldbußen bis hin zu Haftstrafen, Führerscheinentzug und der Beschlagnahmung des Fahrzeugs.
Die entscheidende Neuerung ist die vereinfachte Beweisführung: Täter müssen nicht mehr auf frischer Tat ertappt werden. Ein klares Foto des Kennzeichens, das von einer beliebigen Überwachungskamera – sei sie öffentlich oder privat – gemacht wurde, genügt, um eine Anzeige auszulösen und die Strafe dem Fahrzeughalter zuzustellen. Die Maßnahme soll nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch die Verkehrssicherheit erhöhen, da weggeworfene Gegenstände Unfälle verursachen können.
Die Höhe der Strafe hängt von der Art des Abfalls ab. Für eine Zigarettenkippe können bis zu 1.188 Euro fällig werden. Wer Dosen, Flaschen oder Tüten entsorgt, muss mit einer Strafe von bis zu 18.000 Euro und einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft rechnen.
Bei schweren Vergehen wird besonders hart durchgegriffen: Das Entsorgen von Müll in Naturschutzgebieten oder Flüssen kann eine Festnahme sowie eine Freiheitsstrafe von bis zu sieben Jahren nach sich ziehen.





















