Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum, der Duft von Glühwein und Panettone und Menschen in warmen Jacken mit Weihnachtsmützen: Was klingt wie eine Szene aus dem tiefsten Dezember, hat sich am Wochenende mitten im August in den Abruzzen zugetragen. In Terranera, einem auf 1.270 Metern Höhe gelegenen Ortsteil von Rocca di Mezzo, wurde das traditionelle „Weihnachten im Sommer“ gefeiert – eine ebenso kuriose wie stimmungsvolle Veranstaltung zum Abschied von der warmen Jahreszeit.
Kaltes Wetter als perfekte Kulisse
Die Idee, das Weihnachtsfest vorzuziehen, entstand fast aus einem Scherz heraus, wurde aber von der Realität eindrucksvoll unterstützt. Das Wetter spielte perfekt mit: Regen, dichter Nebel und Abendtemperaturen nahe dem Gefrierpunkt verwandelten den Sommerabend im Regionalpark Sirente-Velino in eine authentische Winternacht. Der örtliche Tourismusverein organisierte daraufhin ein großes Festessen auf dem Dorfplatz für rund 200 Einheimische und Touristen. An einer langen Tafel mit roten Tischdecken wurde bei Kaminfeuer gefeiert und mit Weihnachtsliedern angestoßen. Die besondere Witterung sorgte sogar für einen „verschneiten“ Weihnachtsbaum, dessen Äste von Kondenswasser überzogen waren. Die Initiative, deren Thema jedes Jahr wechselt, vervierfachte für einen Abend die Einwohnerzahl des kleinen Dorfes und schuf eine surreale und unvergessliche Atmosphäre.




















