Lüsen – Nach einer gemeinsamen Kontrolle auf einer Baustelle im Gemeindegebiet von Lüsen hat die Carabinieri-Station Lüsen den gesetzlichen Vertreter eines örtlichen Bauunternehmens bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt. Die Aktion fand am 22. Oktober 2026 in Zusammenarbeit mit Fachkräften der Arbeitsinspektion Bozen statt.
Fehlende Absturzsicherungen im Mittelpunkt
Bei der Überprüfung des gesamten Betriebsablaufs auf der Baustelle stellten die Carabinieri und die Inspektoren schwerwiegende Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften fest. Die kollektiven Schutzmaßnahmen gegen Absturzgefahr fehlten laut Mitteilung teils vollständig, teils waren sie nicht fachgerecht und nicht mit der gesetzlich vorgeschriebenen Stabilität angebracht. Für die dort Beschäftigten bestand damit eine unmittelbare Gefahr.
Bagger ohne vorschriftsmäßige Sicherheitsgurte
Die Kontrolle erfasste auch die schweren Maschinen auf dem Gelände. Zwei Bagger waren demnach ohne Rückhaltesysteme im Einsatz, die den technischen Vorgaben des jeweiligen Herstellers entsprechen. Auch dies stellte nach Einschätzung der Ermittler ein erhebliches Risiko für die Maschinenführer dar. Angesichts der festgestellten Verstöße, die nach Darstellung der Behörden ernste Folgen für die Beschäftigten hätten haben können, wurde der Firmeninhaber auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt. Die Carabinieri-Kompanie Brixen teilte mit, solche Kontrollen auf Baustellen im Tal künftig fortzusetzen.




















