Rom, Italien – Das berühmteste Wahrzeichen Roms wurde am Dienstag, dem 19. August, zum Schauplatz eines tragischen Ereignisses. Die Reiseleiterin G. M. G. erlitt während einer Führung im Kolosseum einen tödlichen Schwächeanfall. Trotz der umgehenden Hilfeleistung durch ihre Kollegen des Archäologischen Parks kam für die Frau jede Rettung zu spät. Der Vorfall hat eine Welle der Bestürzung und eine intensive Debatte über die Arbeitsbedingungen im Kultursektor ausgelöst.
Die Gewerkschaft CGIL bekundete in einer offiziellen Stellungnahme ihr tiefes Mitgefühl mit der Familie und den Angehörigen der Verstorbenen. Gleichzeitig forderte sie eine genaue Untersuchung der Todesursache, wobei insbesondere die hohen Arbeitstakte und die extremen Temperaturen als mögliche Faktoren in Betracht gezogen werden müssten.
Gewerkschaft kritisiert schnelle Wiedereröffnung
Besonders scharfe Kritik übte die Gewerkschaft an der Entscheidung der Parkverwaltung, das Kolosseum unmittelbar nach der Tragödie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Wir bedauern, feststellen zu müssen, dass die Arbeit nicht einmal dann eingestellt wird, wenn ein Mensch am Arbeitsplatz stirbt“, heißt es in der Erklärung. Die Entscheidung, das Monument trotz des dramatischen Ereignisses wieder zu öffnen, wird von der CGIL scharf verurteilt. Obwohl Führungen oft lange im Voraus gebucht seien, müsse die Trauer und Pietät Vorrang vor jeglicher Veranstaltung haben. Der Vorfall reihe sich in eine viel zu lange Liste von Todesfällen am Arbeitsplatz ein.
Anteilnahme aus der Politik
Auch die italienische Tourismusministerin Daniela Santanchè äußerte sich tief betroffen über den Vorfall. „Mit tiefer Trauer habe ich vom Tod von G. M. G. erfahren, einer Reiseleiterin am Kolosseum, die während ihrer wertvollen Arbeit ums Leben gekommen ist“, so die Ministerin. Sie sprach der Familie, den Freunden und Kollegen ihr Beileid aus, die eine „engagierte und leidenschaftliche Fachkraft“ verloren hätten. Santanchè betonte, es sei eine Pflicht, das Engagement von Menschen wie G. M. G. zu würdigen und ein Arbeitsumfeld zu gewährleisten, das ihrer Hingabe gerecht werde.




















