Nach Tagen extremer Hitze brachte der Sonntag, der 6. Juli 2025, ein heftiges Gewitter mit starkem Regen und Sturm über Norditalien. Besonders betroffen war das Gebiet westlich von Mailand, wo das Wetter einer 63-jährigen Frau das Leben kostete.
Die Frau befand sich gemeinsam mit zwei Begleitpersonen, einer 68-jährigen Frau und einem 70-jährigen Mann, in einem Waldstück bei Robecchetto con Induno, als plötzlich ein Baum entwurzelt wurde und auf die Gruppe stürzte. Die 63-Jährige starb noch am Unglücksort, während die beiden anderen mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden und sich in stabilem Zustand befinden.
Die Feuerwehr im Raum Mailand verzeichnete bis Sonntagabend bereits rund 50 Notrufe, hauptsächlich wegen entwurzelter Bäume, überfluteter Keller und durch heftige Windböen herabgerissener Plakate. Auch in Florenz berichtete die Zivilschutzbehörde von örtlichen Schäden durch Blitzschlag und Sturmböen.
Zwischen Mailand und Bologna schlug bei Melegnano ein Blitz in einen Italo-Hochgeschwindigkeitszug ein. Der Zug blieb liegen und es kam zu Verspätungen von bis zu einer Stunde.
Der Bürgermeister von Mailand Giuseppe Sala appellierte in den sozialen Netzwerken zur Vorsicht, da weitere Gewitter erwartet werden.
Das Sturmtief wurde durch die Kombination aus einer monsunartigen Gewitterfront im Norden und der Hitze im restlichen Italien ausgelöst, wo in vielen Regionen Temperaturen um 30 °C erreicht wurden. Im Großraum Mailand wurde eine markante Abkühlung von mehr als zehn Grad gemessen. Auch in Venetien, der Toskana und Piemont gab es Unwetterwarnungen, teils mit der orangefarbenen Gefahrenstufe.




















