Am 5. Juli 2025 hat Elon Musk auf seiner Social-Media-Plattform X offiziell die Gründung der America Party verkündet. Er will eine Alternative zu den beiden traditionellen Parteien schaffen und die „Uniparty“ aus Republikanern und Demokraten aufbrechen.
Der Startschuss erfolgte unmittelbar nach der Verabschiedung des sogenannten „One Big Beautiful Bill“, einer umfangreichen Steuer- und Haushaltspolitik, die das Defizit laut Musk um mehrere Billionen Dollar erhöhen könnte. Mit einer X-Umfrage zum 4. Juli, an der sich rund 65 % der Teilnehmenden beteiligten und sich für seine Parteigründung aussprachen, berief er sich auf eine breite Zustimmung.
Musk erklärte, die America Party solle „den Amerikanern ihre Freiheit zurückgeben“ und vor allem in strategisch wichtigen Wahlkreisen Einfluss gewinnen. Sein Plan sehe vor, gezielt zwei bis drei Sitze im Senat und acht bis zehn Sitze im Repräsentantenhaus ins Visier zu nehmen. Damit wolle er als Zünglein an der Waage wirken und kontroverse Gesetzesvorhaben beeinflussen.
Der Schritt markiert einen klaren Bruch mit Donald Trump. Dieser hatte die Gesetzesinitiative verteidigt und bereits mit deutlichen Drohungen gegen Musk reagiert, unter anderem mit dem Entzug staatlicher Fördermittel für dessen Unternehmen. Zwar verfügen Musks Unternehmen über genügend finanzielle Mittel, politische Experten warnen jedoch vor dem historisch schwierigen Terrain für neue Parteien in den USA. Herausforderungen wie komplizierte Zulassungsregeln, bürokratische Hürden und das dominante Mehrheitswahlsystem sind nicht zu unterschätzen.
Analysten vergleichen diesen Schritt mit den gescheiterten Versuchen früherer Drittparteien, beispielsweise mit der Kandidatur von Theodore Roosevelt im Jahr 1912 oder von Ross Perot im Jahr 1992. Trotzdem bleibt unklar, wie weit Musk seine Partei bereits offiziell registriert hat und ob sie tatsächlich an Wahlen teilnehmen kann.




















