Ein heftiges Unwetter hat kurz vor Sonnenaufgang die Adriaküste in der Romagna mit voller Wucht getroffen. Die Provinzen Rimini und Ravenna wurden von einer regelrechten „Wasserbombe“ heimgesucht, die von extremen Windböen und Hagel begleitet wurde. Innerhalb kürzester Zeit fielen mehr als 70 Millimeter Regen, während der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichte – in Bellaria wurde sogar ein Spitzenwert von 122,3 km/h gemessen. Die Unwetterfront zog von Ravenna und Cervia südwärts und hinterließ eine Spur der Verwüstung.
Überflutete Straßen und verwüstete Strände
Die Folgen des Sturms sind erheblich. An der Küste bot sich ein Bild der Zerstörung: Liegestühle wurden umhergewirbelt, und die Überdachungen zahlreicher Badeanstalten wurden weggerissen oder stark beschädigt. In Rimini standen fünf Unterführungen unter Wasser, in einer wurde sogar ein Auto eingeschlossen. Der Zivilschutz der Stadt sprach von einem „sehr schweren Unwetter“. Auch der Nahverkehr war betroffen; so wurde die Verbindung zwischen Rimini und Igea Marina unterbrochen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume von Straßen, Stromleitungen und sogar von einem Bungalow auf einem Campingplatz zu entfernen.
Behörden warnen und leiten Maßnahmen ein
Auch die Küstenorte Cesenatico, Gatteo und San Mauro Pascoli blieben nicht verschont. In Cervia rief Bürgermeister Mattia Missiroli die Bürger zur höchsten Vorsicht auf, nachdem es vor allem im Ortsteil Milano Marittima zu Überschwemmungen und umgestürzten Bäumen gekommen war. Per Verordnung wurden die kommunale Einsatzzentrale aktiviert und die Pinienwälder sowie alle bewaldeten Parkanlagen für die Öffentlichkeit gesperrt. Ein Hubschrauber der Feuerwehr überflog das Gebiet, um sich einen Überblick über das Ausmaß der Schäden zu verschaffen. Die wichtigste Nachricht des Tages ist jedoch, dass nach derzeitigem Stand keine Personen zu Schaden gekommen sind.




















