Seit Mittwoch hält ein verheerender Brand den Südosten Kretas in Atem. In der Region um Ierapetra wüten die Flammen auf drei Fronten gleichzeitig und breiten sich unkontrolliert aus. Besonders betroffen sind die Gebiete Ferma, Achlia und Schinokapsala.
Rund 1.500 Menschen, darunter viele Touristen, die in Hotels untergebracht waren, mussten ihre Unterkünfte verlassen. Sie wurden in Sicherheit gebracht, teilweise in andere Hotels und teilweise in Notunterkünfte in Ierapetra. Für etwa 200 Menschen wurde eine Halle der Stadt als vorläufige Unterkunft geöffnet.
Die Feuerwehr hat massive Schwierigkeiten mit den extremen Winden, die in Böen bis Stärke 11 erreichen. Sie treiben die Flammen immer wieder in neue Richtungen und verhindern so eine wirksame Eindämmung. Auch das unwegsame Gelände erschwert die Löscharbeiten erheblich. Unterstützt werden die lokalen Einsatzkräfte inzwischen von zusätzlichen Einheiten aus Athen sowie mehreren Löschflugzeugen und Hubschraubern.
Heftige Winde verschärfen die Gesundheitsrisiken.
Neben der akuten Brandgefahr sorgt dichter Rauch für große Probleme. In mehreren Küstenorten wie Makry Gialos hat sich die Luftqualität erheblich verschlechtert. Die Behörden warnen vor Aufenthalten im Freien und raten insbesondere älteren Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen zu besonderer Vorsicht.
Mehrere ältere Menschen mussten wegen Atemproblemen medizinisch behandelt werden. Auch drei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen bei den Löscharbeiten. Die Krankenhäuser der Region sind in erhöhter Alarmbereitschaft.
Die Wetterlage bleibt weiter angespannt. Die starken Winde sollen nach aktuellen Prognosen zunächst nicht nachlassen, was die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen stellt.




















