Porto Cesareo – Eine ungewöhnliche Form der Unterwasser-Weinreife macht derzeit von sich reden: Cantine Paololeo aus Apulien lagert 1.500 Flaschen ihres Schaumweins Mormora zwölf Monate lang in dreißig Metern Tiefe im Ionischen Meer vor Porto Cesareo. Der Wein, ein nach klassischer Methode hergestellter Spumante aus den autochthonen Rebsorten Verdeca und Maresco, profitiert laut Weingut von den konstanten Bedingungen des Meeresbodens sowie vom natürlichen Bewegungsrhythmus der Strömungen, der eine sanfte und kontinuierliche Rüttelung der Flaschen bewirkt.
Bergung zum Anfassen: Taucher holen ihre Flasche selbst herauf
Mit der neu ins Leben gerufenen Mormora Experience Mare öffnet das Weingut dieses Projekt für Weinliebhaber und Neugierige. Per Boot gelangen Teilnehmer zur sogenannten Unterwasser-Kellerei. Wer im Besitz eines Tauchscheins ist, kann gemeinsam mit den Tauchern des Meeresschutzgebiets Porto Cesareo in die Tiefe steigen und die eigene Flasche persönlich bergen. Die Flaschen tragen nach ihrer Rückkehr an die Oberfläche sichtbare Spuren der Zeit unter Wasser: Muscheln, Salz und marine Ablagerungen überziehen das Glas und zeugen von der ungewöhnlichen Lagerung. An Bord des Bootes wird die Flasche schließlich geöffnet und verkostet.
Tourismus-Behörde Apuliens zeigt Interesse am Projekt
Das Projekt verbindet nach Angaben des Weinguts Weinbau, regionale Identität und önologische Forschung zu einem multisensorischen Erlebnis. Die regionale Tourismusbehörde Pugliapromozione hat die Mormora Experience bereits über ihre Kommunikationskanäle aufgegriffen. Monica Lo Piccolo, Hospitality-Managerin von Cantine Paololeo, erklärte, man wolle mit dem Projekt eine neue Art schaffen, die eigene Identität zu vermitteln, bei der Meer, Landschaft und Wein gemeinsam ein Erlebnis bildeten, das im Gedächtnis bleibe. Buchungen und Informationen sind über die Website des Weinguts möglich.




















