RIVA DEL GARDA – Die Ära der Improvisation im italienischen Weintourismus (Enotourismus) soll enden. Angesichts steigender Betriebskosten, strukturierter Konkurrenz und anspruchsvollerer Touristen reicht das traditionelle, oft „familiär“ geprägte Modell der Gastfreundschaft nicht mehr aus. Um zu verhindern, dass die Bewirtung am Weingut zu einem reinen Kostenfaktor statt einer Einnahmequelle wird, hat der Wine Tourism Hub nun ein neues, operatives Handbuch vorgestellt.
Vom „Chaos“ zum messbaren Business
Präsentiert auf der Fachmesse FINE Wine Tourism Marketplace, zielt das „Manuale dell’enoturismo italiano“ darauf ab, das „Chaos“ der gut gemeinten Spontaneität durch eine strukturierte Methode zu ersetzen. Laut Lavinia Furlani (Wine Meridian) ist der Leitgedanke des Buches „Nützlichkeit“; es sei ein praktischer Leitfaden für Inhaber und Mitarbeiter, um Strategien sofort anzuwenden. Das Buch füllt eine methodische Lücke und professionalisiert das Angebot. Experten betonen zudem die Bedeutung der Digitalisierung, um Managementprozesse zu vereinfachen, wie Filippo Galanti (Divinea) anmerkt. Stefano Tulli (Winedering) lobt, dass das Handbuch auch den oft unterschätzten, aber strategisch wichtigen Umgang mit Reiseveranstaltern (Tour Operators) detailliert behandelt.




















