
Dorf Tirol – Wer den Schlossweg hinaufgeht, sieht nach zehn Minuten die Burg über dem Etschtal stehen, von der ein ganzes Land seinen Namen hat.
Schlösser und Burgen in Südtirol stehen in jedem Tal, auf jedem Porphyrkopf und über jeder Talenge. Rund zwei Dutzend davon kannst du von innen sehen, der Eintritt liegt zwischen 5,00 € und 17,00 €, und die meisten sperren zwischen März und November auf. Dieser Guide führt dich durch 25 davon: was jede kostet, wann sie geöffnet hat, ob du eine Führung brauchst und wie du hinkommst.
Wir haben sie nach Tälern sortiert, weil sich Südtirols Burgen so bereisen lassen, wie sie gebaut wurden: in Gruppen, dort, wo eine Straße zu bewachen war.
Südtirols Schlösser und Burgen in Zahlen
Die Spanne ist groß: Schloss Maretsch mitten in Bozen kostet 5,00 €, das Touriseum auf Schloss Trauttmansdorff 17,00 €. Sechs Häuser lassen dich nur mit Führung hinein, drei haben das ganze Jahr offen, und am 8. November 2026 schließen die großen Landesmuseen gemeinsam ihre Saison.
Stand: August 2026 · Angaben laut den Betreibern, den Südtiroler Landesmuseen und Südtirol Mobil.
- Kulturreisende mit Auto oder Mobilcard
- Familien mit Kindern ab Grundschulalter
- Wanderer, die Wege und Mauern verbinden
- Fotografen im Oktoberlicht
- Rollstuhlfahrer und Kinderwagen
- Winterurlauber von November bis März
- Spontane ohne Anmeldung
- Wer alles an einem Tag sehen will
Was kostet der Eintritt in Südtirols Burgen?
Zwischen 5,00 € und 17,00 € für Erwachsene, bei den meisten Häusern um die 10,00 €. Kinder zahlen fast überall die Hälfte oder weniger, unter sechs Jahren kommen sie in der Regel frei hinein. Familienkarten gibt es auf Schloss Tirol, Schloss Runkelstein, Schloss Trauttmansdorff, Burg Hocheppan, Burg Taufers, Schloss Wolfsthurn und in der Festung Franzensfeste.
Wer mehrere Messner-Häuser sehen will, fährt mit dem MMM Tour Ticket günstiger: 50,00 € für Erwachsene, gültig ein Jahr ab Kauf, gut für je einen Besuch in Firmian, Juval, Ripa, Ortles und Corones. Drei Einzeleintritte kosten schon 43,00 €.
| Angebot | Preis |
|---|---|
| Schloss Tirol, Dorf Tirol | 10,00 € · ermäßigt 7,50 € · Familie 20,00 € |
| Schloss Runkelstein, Bozen | 10,00 € · ermäßigt 7,00 € · Familie 20,00 € |
| Schloss Schenna, Führung | 14,00 € · Kinder bis 14 J. 5,00 € |
| Touriseum, Schloss Trauttmansdorff | 17,00 € · Kinder 6 bis 17 J. 8,00 € · Familie 38,00 € |
| Brunnenburg, Dorf Tirol | 6,00 € · Kinder 6 bis 14 J. 2,50 € |
| MMM Firmian, Schloss Sigmundskron | 15,00 € · Kinder 6 bis 18 J. 6,00 € |
| MMM Juval, Schloss Juval | 14,00 € |
| MMM Ripa, Schloss Bruneck | 14,00 € |
| MMM Tour Ticket, fünf Häuser | 50,00 € · Familie 115,00 € · Kinder 20,00 € |
| Schloss Maretsch, Bozen | 5,00 € · Kinder unter 14 J. frei |
| Burg Hocheppan, Eppan | 6,00 € · Kinder 6 bis 14 J. 4,00 € · Familie 16,00 € |
| Burg Taufers, Führung im Sommer | 15,00 € · Kinder 6 bis 16 J. 7,00 € · Familie 39,00 € |
| Burg Taufers, Turm ohne Führung | 9,00 € · ermäßigt 6,00 € |
| Trostburg, Waidbruck | 9,00 € · ermäßigt 7,00 € · Kinder 6 bis 14 J. 6,00 € |
| Schloss Prösels, Völs am Schlern | 12,00 € · Kinder 6 bis 14 J. 7,00 € |
| Schloss Wolfsthurn, Mareit | 7,00 € · ermäßigt 5,30 € · Familie 14,00 € |
| Festung Franzensfeste | 9,00 € · ermäßigt 7,00 € · Familie 18,00 € |
Nichts kostet der Weg hinauf zur Burgruine Neuhaus über Terlan, dem einzigen Ziel dieser Liste, das rund um die Uhr und das ganze Jahr offen steht. Für die Churburg, Schloss Boymont, Schloss Moos-Schulthaus und Burg Reifenstein erfährst du den Tarif bei der Anmeldung, alle vier nehmen Besucher nach Absprache.
Stand: August 2026 · Angaben laut den Betreibern und den Südtiroler Landesmuseen.
Rund um Meran: vier Schlösser zwischen Kurstadt und Weinberg
Das Burggrafenamt rund um Meran, der Landstrich zwischen Etsch und Passer, trägt die höchste Dichte an besichtigbaren Schlössern im ganzen Land. Vier davon erreichst du an einem Tag, wenn du früh anfängst.
1. Schloss Tirol: der Bau, der dem Land den Namen gab
Über Dorf Tirol steht die Burg, aus deren Namen Tirol wurde. Heute sitzt darin das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte, und der Rundgang führt vom romanischen Kern bis in die Landesgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Der Eintritt kostet 10,00 €, ermäßigt 7,50 €, die Familienkarte 20,00 €. Geöffnet ist von 15. März bis 8. November 2026 täglich von 10 bis 17 Uhr, Ruhetag ist Montag. Du gehst frei durch das Haus, eine Führung ist nicht nötig. Wer schlecht zu Fuß ist, sollte wissen: Große Teile der Anlage erreichst du nur über Treppen. Wie viel dort tatsächlich zu sehen ist, steht ausführlich in unserem Beitrag zu den Sehenswürdigkeiten von Schloss Tirol.

2. Schloss Trauttmansdorff: das Touriseum in Merans meistbesuchtem Schloss
Schloss Trauttmansdorff über Meran ist zweierlei. Angefangen hat es um 1300 als kleine Burg mit dem Namen Neuberg. Um 1500 kaufte sie Nikolaus von Trauttmansdorff und baute sie zum Schloss aus, aus dieser Zeit stammen Fresken und Holzdecken. Die heutige Größe und die neugotischen Formen gab ihm 1846 Joseph von Trauttmansdorff, und 1892 ergänzte Friedrich von Deuster einen Ostflügel mit einem Saal im Neorokoko.

Seit 2003 steckt darin das Touriseum, das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Es erzählt auf einem inszenierten Parcours 250 Jahre alpine Tourismusgeschichte und wechselt dabei ständig die Perspektive: einmal sehen die Gäste die Einheimischen, einmal die Einheimischen die Gäste. Aus mehr als 20.000 Objekten der Sammlung wird das zusammengesetzt, samt einem Flipperautomaten, den das Haus als größten Tourismusflipper der Welt führt. Es ist das einzige Museum dieser Liste, in dem du selbst der Gegenstand bist.
Zweimal hat Kaiserin Elisabeth von Österreich in diesen Räumen gewohnt: im Winter 1870/71 sieben Monate lang mit ihren Töchtern Gisela und Marie Valerie im obersten Stockwerk, und ab September 1889 noch einmal acht Monate, zurückgezogen nach dem Tod ihres Sohnes Rudolf. Gruppen ab zehn Personen können dazu die Führung Audienz bei Sissi buchen.
Der Eintritt kostet 17,00 € für Erwachsene, 15,00 € ab 65 Jahren, 14,00 € für Studenten unter 28 Jahren, 8,00 € für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren, die Familienkarte 38,00 €. Kinder unter sechs Jahren kommen frei hinein. Geöffnet ist von 1. April bis 8. November, täglich ab 9 Uhr. Zum Gelände gehören die berühmten Gärten: über 80 Gartenlandschaften auf zwölf Hektar und hundert Metern Höhenunterschied, von der Sukkulentenwand bis zum Seerosenteich. Drei bis sechs Stunden empfiehlt das Haus selbst, und das ist keine Übertreibung.

3. Schloss Schenna: Führung um halb zwölf oder abends um neun
Schenna, das Dorf auf der Sonnenseite über dem Meraner Talkessel, hat ein Schloss in Privatbesitz. Hinein kommst du nur mit Führung, und die Zeiten sind eng: Dienstag bis Freitag um 11.30 und um 15 Uhr, dazu montags und donnerstags eine Abendführung um 21 Uhr. Samstag und Sonntag bleibt zu.
Der Eintritt kostet 14,00 €, Kinder bis 14 Jahre zahlen 5,00 €. Die Saison läuft von 30. März bis 30. Oktober 2026. Nebenan liegen das Mausoleum, das dienstags und donnerstags um 9.30 Uhr aufsperrt, und die Schlosskapelle, mittwochs um 10 Uhr, beide für je 5,00 €. Drei Termine an drei verschiedenen Tagen sind unpraktisch, deshalb der Rat: Nimm die Abendführung, dann hast du den Tag für Meran.
4. Die Brunnenburg: Bauernmuseum mit Ziegen und Ezra Pound
Unterhalb von Schloss Tirol steht die Brunnenburg, in der der amerikanische Dichter Ezra Pound seine letzten Jahre verbrachte. Heute beherbergt sie ein Landwirtschaftsmuseum, einen Tiergarten mit alten Haustierrassen und eine Gedenkstätte für den Dichter.
Erwachsene zahlen 6,00 €, mit Gästekarte 5,00 €, Kinder von 6 bis 14 Jahren 2,50 €, eine Führung kostet 2,00 € extra. Geöffnet ist von Ostern bis Allerheiligen, Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr. Für Kinder ist das die beste Adresse im ganzen Guide: Hier dürfen sie anfassen. Die Burg liegt am Wanderweg von Dorf Tirol, mehr dazu in unseren Highlights von Dorf Tirol.

Vinschgau: Rüstkammer und Bergmuseum
Westlich von Meran wird das Tal trocken und schmal. Zwei Burgen stehen hier, die unterschiedlicher kaum sein könnten: eine mit der wohl größten privaten Rüstkammer Europas, die andere mit Reinhold Messners Sammlung.
5. Churburg: nur mit Führung, dafür mit voller Rüstkammer
Die Churburg über Schluderns gilt als besterhaltene Burganlage des Vinschgaus und ist bis heute im Besitz der Grafen Trapp. Berühmt ist sie für die Rüstungen der Familie, die in der Rüstkammer im Original stehen.
Besichtigen kannst du sie ausschließlich mit Führung, und die brauchst du vorher reserviert, telefonisch unter +39 0473 615241. Geöffnet ist von 20. März bis 31. Oktober, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16.30 Uhr, Ruhetag ist Montag. Von Anfang November bis Ende März ist die Burg geschlossen. Was dich drinnen erwartet, steht in unserem Porträt der Churburg im Vinschgau.

6. Schloss Juval: Messners Museum über dem Schnalstal
Schloss Juval steht am Eingang des Schnalstals hoch über der Etsch und beherbergt das MMM Juval, ein Haus des Messner Mountain Museum, der Museumsreihe des Bergsteigers Reinhold Messner. Thema ist der Mythos Berg: Masken, Tibetika, Bilder heiliger Gipfel.
Der Eintritt kostet 14,00 €. Geöffnet ist von 22. März bis 1. November 2026 von 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass um 16 Uhr, Ruhetag ist Mittwoch. Hinauf kommst du nicht mit dem eigenen Auto: Du parkst am Parkplatz Juval P1 an der Staatsstraße zwischen Naturns und Staben und nimmst den Shuttle zum Schlosswirt, von dort sind es noch 15 Minuten zu Fuß. Wer lieber geht, hat drei markierte Wege und braucht eine gute Stunde. Der Aufstieg gehört zum Besuch, das ist bei Messner Programm.

Bozen: vier Burgen über der Landeshauptstadt
Bozen hat vier Burgen im eigenen Gemeindegebiet, und jede hat eine andere Rolle: Museum, Bergmuseum, Veranstaltungshaus und Restaurant. Alle vier erreichst du mit dem Stadtbus.
7. Schloss Runkelstein: die Bilderburg
Auf einem Felsen über dem Talfergraben steht Schloss Runkelstein, und darin hängt der größte erhaltene profane Freskenzyklus des Mittelalters: Tristan und Isolde, König Artus, höfische Spiele, gemalt im späten 14. Jahrhundert. Deshalb heißt sie Bilderburg.
Erwachsene zahlen 10,00 €, ermäßigt 7,00 €, Kinder unter 14 Jahren kommen frei hinein, die Familienkarte kostet 20,00 €. Eine Führung kostet 3,00 € Aufschlag, nötig ist sie nicht. Geöffnet ist von 15. März bis 2. November von 10 bis 18 Uhr, im Winter bis 17 Uhr, Ruhetag ist Montag. Runkelstein ist damit eine der wenigen Burgen im Land, die auch im Januar aufsperrt.

8. Schloss Sigmundskron: Messners größtes Museum
Schloss Sigmundskron am Südrand von Bozen ist eine weitläufige Wehranlage, in der das MMM Firmian steckt, das größte Haus der Messner-Reihe. Die Ausstellung zieht sich über Mauern, Treppen und Türme, das Gehen ist Teil der Sache.
Der Eintritt kostet 15,00 €, ermäßigt 13,00 €, Kinder von 6 bis 18 Jahren zahlen 6,00 €. Geöffnet ist von 15. März bis 8. November 2026 von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17 Uhr, Ruhetag ist Donnerstag. Kalkuliere zwei bis drei Stunden, und zieh feste Schuhe an: Der Weg über die Anlage ist lang und stellenweise uneben.

9. Schloss Maretsch: fünf Euro mitten in der Altstadt
Schloss Maretsch steht zwischen Weinreben mitten in Bozen, wenige Gehminuten von den Lauben entfernt, und gehört der Stiftung Bozner Schlösser, einer Einrichtung der Stadt. Es ist kein Museum, sondern ein Veranstaltungshaus: Hier tagt, heiratet und feiert Bozen, unter anderem beim Festival Tanz Bozen.
Besichtigen kannst du es an veranstaltungsfreien Tagen zu ausgewiesenen Terminen, vormittags bis 12.45 Uhr und nachmittags von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 5,00 €, Kinder unter 14 Jahren kommen frei hinein, Gruppen ab zehn Personen bekommen eine Führung nach Reservierung. Gut zu wissen: Ob offen ist, entscheidet der Veranstaltungskalender. Ein Blick auf die Terminliste vor der Anfahrt spart dir den Umweg, und der ist kurz, weil du ohnehin in der Stadt bist.

10. Haselburg: Burg als Wirtshaus über Haslach
Die Haselburg über dem Bozner Stadtteil Haslach, auf Italienisch Castel Flavon, ist keine Museumsburg, sondern ein Restaurant mit Veranstaltungsräumen und einer Skybar. Wer hier hinauf will, kommt als Gast, nicht als Besucher.
Im Juli und August bleibt das Restaurant geschlossen, ab September wird wieder aufgesperrt. Reserviere vorher, die Zeiten sind knapp bemessen. Der Blick über das Bozner Becken ist der Grund, warum man den Weg hinauf macht.
Überetsch und Unterland: acht Burgen an der Weinstraße
Zwischen Eppan, Terlan, Kaltern und Salurn steht auf fast jedem Hügel eine Burg. Manche sind Museum, manche Wirtshaus, manche Hotel und zwei nur noch Ruine. Zu Fuß liegen sie enger beieinander als mit dem Auto.
11. Burg Hocheppan: Freskenkapelle und Burgschenke
Burg Hocheppan liegt auf 636 Metern über Missian, einem Ortsteil von Eppan an der Weinstraße. Berühmt ist sie für ihre Burgkapelle mit romanischen Fresken. Dazu gibt es eine Burgschenke mit Blick über das ganze Etschtal.

Der Eintritt kostet 6,00 €, Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen 4,00 €, die Familienkarte ab drei Personen 16,00 €. Die Kapellenführung startet alle 30 Minuten zwischen 11 und 16.30 Uhr. Geöffnet ist von 28. März bis 8. November von 10 bis 17 Uhr, Ruhetag ist Mittwoch, dazu bleibt die Burg von 22. bis 28. Juni zu. Die Führungstage wechseln im Jahresverlauf, im August etwa Donnerstag bis Montag. Von Missian gehst du eine knappe Stunde hinauf, an Wochenenden fährt ein Shuttle bis kurz unter die Burg.

12. Schloss Boymont: Ruine mit warmer Küche
Auf dem Nachbarhügel von Hocheppan steht Schloss Boymont, eine Burgruine ohne Dach, aber mit Fensterreihen, durch die der Blick ins Tal fällt. In den Mauern arbeitet eine Burgschenke mit warmen und kalten Gerichten.
Geöffnet ist täglich von 11 bis 17 Uhr. Boymont ist der entspannteste Halt dieser Runde: keine Führung, kein Zeitfenster, du gehst hinein und setzt dich. Für den Weg hinauf brauchst du feste Schuhe.

13. Schloss Moos-Schulthaus: Wohnkultur des 15. Jahrhunderts
Schloss Moos-Schulthaus am Eppaner Berg ist kein Wehrbau, sondern ein Ansitz, also ein befestigtes Herrenhaus. Es zeigt, wie im Spätmittelalter tatsächlich gewohnt wurde: getäfelte Stuben, Wandmalereien, niedrige Türen.
Geöffnet ist das ganze Jahr, Dienstag bis Sonntag, Ruhetag ist Montag. Besichtigt wird nach Vereinbarung zwischen 11 und 16 Uhr, außerhalb dieser Zeit auf Voranmeldung. Melde dich vorher an, dann bekommst du eine Führung durch ein Haus, in dem sonst niemand steht.

14. Schloss Korb: schlafen, wo die Wanderung endet
Schloss Korb über Missian ist heute ein Hotel, ein Viersternehaus mit romanischem Kern und Turm. Es ist die dritte Station der Drei-Burgen-Wanderung und die einzige, in der du übernachten kannst.
Der Turm stammt aus romanischer Zeit, der Rest wuchs über Jahrhunderte darum herum. Wer nicht bleibt, kommt trotzdem vorbei: Der Weg von Hocheppan über Boymont endet hier, und der Blick vom Park über die Weinberge ist frei.

15. Schloss Englar: die gotischste Burg des Landes
Schloss Englar liegt in einem Park bei St. Michael in Eppan und gilt als authentischste gotische Burganlage Südtirols, gebaut in der Spätgotik zwischen 1450 und 1550. Es gehört bis heute der Familie Khuen.
Einen Besichtigungsbetrieb gibt es nicht, das Haus wird als Bed and Breakfast geführt. Von außen und aus dem Park heraus ist es trotzdem sehenswert, und wer die Innenräume sehen will, bucht eben ein Zimmer. Anders geht es nicht.

16. Burgruine Neuhaus, genannt Maultasch
Über Terlan an der Weinstraße steht die Burgruine Neuhaus, im Volksmund Maultasch, italienisch Castel Casanova, erbaut im frühen 13. Jahrhundert. Der Beiname geht auf Margarete von Tirol zurück, die Landesfürstin des 14. Jahrhunderts, die im Volksmund Maultasch hieß.
Die Ruine ist das ganze Jahr frei zugänglich, kein Ticket, kein Zeitfenster. Ein steiler Steig führt in 20 Minuten hinauf. Steil heißt hier wirklich steil, und bei Nässe rutscht der Weg. Dafür stehst du oben allein, und das ist an einem Augusttag in Südtirol selten.

17. Ruine Leuchtenburg: der Blick auf den Kalterer See
Hoch über dem Kalterer See liegt die Ruine Leuchtenburg aus dem 13. Jahrhundert, einst Sitz der Herren von Rottenburg. Vom Mauerwerk steht genug, um sich die Anlage vorzustellen, der Rest ist Aussicht: der See, die Südtiroler Weinstraße, das Etschtal bis Bozen.
Es gibt keine Kasse und kein Museum, du gehst hinauf und schaust. Von Kaltern führt ein ausgeschilderter Wanderweg zur Ruine. Nimm Wasser mit, oben gibt es keines, und häng an die Runde ein Bad im Kalterer See, dem wärmsten Badesee der Alpen.

18. Haderburg: die Wächterin über Salurn
Die Haderburg klebt auf einem Felszahn über Salurn, dem südlichsten Ort Südtirols, dort, wo das Tal auf wenige hundert Meter zusammengeht. Wer über die Autobahn nach Bozen fährt, sieht sie links oben und hält sie für eine Kulisse.
Zugänglich ist sie mit ihrer Burgschenke von Ostern bis Allerheiligen. Der Aufstieg beginnt am Parkplatz beim Festplatz in Salurn, misst gut einen Kilometer und überwindet 126 Höhenmeter. Steil, aber kurz, und oben ist eine Schenke.
Die Drei-Burgen-Wanderung des Tourismusvereins Eppan verbindet Hocheppan, Boymont und Schloss Korb: rund vier Stunden, etwa 400 Höhenmeter, höchster Punkt bei rund 630 Metern, Start an der Feuerwehrhalle in St. Pauls. Kürzer geht es als Eppaner Burgenweg ab dem Parkplatz bei Schloss Korb: 4,8 Kilometer, 334 Höhenmeter, knapp zwei Stunden, über die Ruine Boymont hinauf zur Burg Hocheppan und zurück.
Eisacktal und Schlerngebiet: drei Wehrbauten über der Talenge
Das Eisacktal war immer die Straße nach Norden, und wer eine Straße kontrollieren wollte, baute darüber. Zwei mittelalterliche Burgen und eine Festung aus dem 19. Jahrhundert zeigen, wie sich die Idee über 600 Jahre verändert hat.
19. Trostburg: Burgenmuseum über Waidbruck
Die Trostburg über Waidbruck gehört dem Südtiroler Burgeninstitut, dem 1963 gegründeten Verein, der sich um den Erhalt der Burgen im Land kümmert. Sie beherbergt heute das Südtiroler Burgenmuseum.
Hinein kommst du nur mit Führung. Erwachsene zahlen 9,00 €, ermäßigt 7,00 €, Kinder von 6 bis 14 Jahren 6,00 €. Die Saison läuft von Gründonnerstag bis 31. Oktober, Ruhetag ist Montag. Im Juli und August starten die Führungen um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr, sonst um 11, 14 und 15 Uhr. Rechne den Fußweg von Waidbruck hinauf mit ein, sonst steht die Gruppe ohne dich am Tor.

20. Schloss Prösels: Renaissance am Fuß des Schlerns
Schloss Prösels bei Völs am Schlern wurde im frühen 16. Jahrhundert zu einem Renaissancebau umgestaltet und ist als solcher der bekannteste im Land. Dahinter steht der Schlern, der Tafelberg, der auf jedem zweiten Südtirol-Foto zu sehen ist.
Besichtigt wird nur mit Führung: 12,00 € für Erwachsene, 7,00 € für Kinder von 6 bis 14 Jahren, Gruppen ab 15 Personen zahlen 9,00 € pro Person. Die Saison läuft von 1. Mai bis 31. Oktober, täglich außer Samstag. Im Juli und August gibt es sechs Führungen zwischen 11 und 16 Uhr, in den übrigen Monaten vier. Wer keine deutsche oder italienische Führung erwischt, bekommt einen Audioguide.
21. Festung Franzensfeste: ein Labyrinth aus Granit
Die Festung Franzensfeste im gleichnamigen Ort ist keine Burg, sondern eine Sperrfestung aus dem 19. Jahrhundert, gebaut aus Granitquadern über mehrere Ebenen. Heute ist sie ein Ausstellungshaus: leere Gänge, Höfe und Kasematten, in denen Kunst hängt.
Der Eintritt kostet 9,00 €, ermäßigt 7,00 €, die Familienkarte 18,00 €, Kinder unter sechs Jahren kommen frei hinein. Von Mai bis 25. Oktober ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, im März, April und ab dem 26. Oktober nur bis 16 Uhr, Ruhetag ist Montag. Von 9. November bis Ende Februar bleibt die Festung zu. Zieh eine Jacke an, drinnen ist es auch im August kühl.
Wipptal: Barockschloss und Deutschordensburg
Im Norden, kurz vor dem Brenner, liegen zwei sehr verschiedene Häuser: ein barockes Jagdschloss in einem Seitental und eine mittelalterliche Burg über der Talsohle, die als Musterbeispiel spätmittelalterlicher Wehrarchitektur gilt.
22. Schloss Wolfsthurn: sieben Euro für ein Barockschloss
Schloss Wolfsthurn in Mareit, einem Ortsteil von Ratschings im Ridnauntal, ist ein Barockschloss mit weitgehend erhaltener Originalausstattung. Es beherbergt das Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei.
Mit 7,00 € für Erwachsene und 14,00 € für die Familienkarte ist es der günstigste Museumseintritt in diesem Guide, ermäßigt zahlst du 5,30 €. Geöffnet ist von 15. April bis 9. November, Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, sonntags von 13 bis 17 Uhr. Du gehst frei durch die Räume, Führungen gibt es auf Wunsch. Für den Rundgang solltest du eine gute Stunde einplanen.
23. Burg Reifenstein: Mittelalter zum Anfassen
Burg Reifenstein bei Sterzing, italienisch Castel Tasso, steht bis heute im Besitz der Familie Thurn und Taxis. Ihre spätgotischen Innenräume sind weitgehend unverändert geblieben, allen voran die holzgetäfelte Grüne Kammer.
Besichtigt wird sie in Begleitung, Termine und Anmeldung laufen über den Tourismusverein Sterzing unter +39 0472 765325. Ruf vor der Fahrt an: Die Zeiten richten sich nach der Saison und nach dem Haus. Der Weg von Sterzing hinüber ist kurz, und die Burg liegt so nah an der Brennerautobahn, dass sie sich als Zwischenstopp anbietet.

Pustertal und Ahrntal: zwei Burgen im Norden
Östlich von Brixen öffnet sich das Pustertal, und mit ihm zwei Burgen, die zusammen das ganze Spektrum abdecken: eine große Wehranlage im Seitental und ein Bergmuseum in einem Stadtschloss.
24. Burg Taufers: Führungen bis 21 Uhr im Hochsommer
Burg Taufers über Sand in Taufers im Ahrntal ist die zweite Burg im Eigentum des Südtiroler Burgeninstituts und die eindrucksvollste Anlage des Nordens: Bergfried, Wehrgang, getäfelte Stuben, Kapelle.
Die Innenräume siehst du nur mit Führung. Im Sommer kostet sie 15,00 €, Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen 7,00 €, die Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder 39,00 €. Im Winter sinken die Preise auf 12,00 €, 6,00 € und 32,00 €. Nur Turm und Ausstellung ohne Führung kosten 9,00 €. Von September bis Anfang November führen deutschsprachige Guides um 10, 11, 14 und 16 Uhr, im Hochsommer sechsmal täglich, dazu donnerstags um 21 Uhr. Bis 1. November 2026 läuft dort die Ausstellung Jäger und Gejagte über die Geschichte der Jagd. Gut zu wissen: Mit Kinderwagen oder Rollstuhl kommst du nur bis in den Innenhof, der Rest geht über Treppen.

25. Schloss Bruneck: das Bergmuseum, das auch im Winter offen hat
Über der Altstadt von Bruneck sitzt Schloss Bruneck, und darin das MMM Ripa, das Messner-Haus über die Bergvölker der Erde: Sherpa, Hunza, Tibeter, Mongolen. Es ist der einzige Ort in diesem Guide, an dem du im Januar durch eine Burg gehen kannst.
Der Eintritt kostet 14,00 €. Die Sommersaison läuft von 10. Mai bis 1. November 2026, die Wintersaison von 7. Dezember bis 25. April, jeweils von 10 bis 18 Uhr mit letztem Einlass um 17 Uhr, Ruhetag ist Dienstag. Vom Stadtzentrum geht es zu Fuß hinauf, und danach stehst du wieder in der Fußgängerzone von Bruneck, die zu den hübschesten Südtirols zählt.

Wie kommst du zu den Burgen in Südtirol?
Mit dem Auto über die Brennerautobahn, mit der Bahn über die Brennerstrecke, oder mit dem Flugzeug nach Bozen. Innerhalb des Landes bringt dich die Mobilcard günstiger von Burg zu Burg als jedes Mietauto: 22,00 € für einen Tag, 32,00 € für drei, 52,00 € für sieben, Kinder von 6 bis 13 Jahren zahlen die Hälfte.
Der Flughafen Bozen hat Linienverbindungen nach London, Berlin, Hamburg und Kopenhagen. Wer aus dem Norden kommt, fliegt meist Innsbruck an, laut der offiziellen Südtirol-Tourismusseite 120 Kilometer entfernt, oder München mit 300 Kilometern. Von Süden bieten sich Verona mit 150 und Bergamo mit 240 Kilometern an.
Die Bahn erreicht fast jede Burgenregion dieses Guides: Bozen für Runkelstein, Sigmundskron und Maretsch, Meran für Schloss Tirol und Trauttmansdorff, Waidbruck für die Trostburg, Franzensfeste für die Festung, Sterzing für Reifenstein und Bruneck für das MMM Ripa. Im Vinschgau fährt die Vinschgerbahn seit dem Frühjahr 2026 nach der Elektrifizierung wieder, prüf den aktuellen Fahrplan vor der Fahrt.
Zu einigen Burgen fährt kein Bus und keine Bahn. Hocheppan, Boymont, die Haderburg, die Leuchtenburg und die Burgruine Neuhaus erreichst du nur zu Fuß, Schloss Juval nur per Shuttle oder über einen der drei Wanderwege. Das ist kein Nachteil, sondern der Grund, warum es dort oben ruhig ist. Plan den Zustieg als eigenen Programmpunkt ein.
Die museumobil Card, die früher Nahverkehr und Museumseintritte kombinierte, wird nicht mehr verkauft und gilt auch nicht mehr als Fahrkarte. Für Museen und Burgen zahlst du heute einzeln, für den Nahverkehr nimmst du die Mobilcard oder den kostenlosen Südtirol Guest Pass, den du bei teilnehmenden Unterkünften beim Einchecken bekommst.

Wann ist die beste Zeit für einen Burgenbesuch in Südtirol?
September und Oktober. Dann sind alle Häuser noch offen, die Führungen laufen im vollen Takt, die Weinberge färben sich, und in den Innenräumen ist es angenehm statt kalt. Der Hochsommer bringt zwar die dichtesten Führungszeiten, aber auch die vollsten Höfe und im Etschtal die größte Hitze.
Der Frühling beginnt gestaffelt: Schloss Tirol, Schloss Runkelstein und Schloss Sigmundskron öffnen Mitte März, Burg Hocheppan Ende März, Schloss Juval am 22. März, Schloss Wolfsthurn Mitte April, Schloss Prösels erst am 1. Mai. Wer im März kommt, sollte die Öffnungstermine vorher abgleichen.
Im Winter wird es dünn. Offen bleiben Schloss Runkelstein, Schloss Moos-Schulthaus nach Anmeldung, das MMM Ripa auf Schloss Bruneck ab dem 7. Dezember und Burg Taufers mit Winterführungen. Die Burgruine Neuhaus über Terlan steht ohnehin immer offen. Das reicht für ein verlängertes Wochenende, und die Anlagen im Schnee sehen besser aus als im Juli.
Schloss Tirol, das MMM Firmian auf Schloss Sigmundskron, Burg Hocheppan, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff und die Festung Franzensfeste beenden ihre Saison 2026 alle am selben Tag. Wer im November plant, sollte auf dieses Datum schauen.
Diese Ausstellungen und Abende lohnen sich 2026
Vier Häuser haben in dieser Saison mehr zu bieten als ihre Dauerausstellung. Schloss Tirol zeigt bis 8. November 2026 gleich zwei Sonderausstellungen: Private Collections. Kunst und Leidenschaft mit den Sammlungen von 15 Sammlern, dazu im Bergfried Esther Stocker. Atlas.
Auf Burg Taufers läuft bis 1. November 2026 täglich von 10 bis 17 Uhr die Ausstellung Jäger und Gejagte über die Geschichte der Jagd. In der Festung Franzensfeste ist bis zum selben 8. November die zweite Ausgabe der FORT biennale unter dem Titel Reclaiming Collective zu sehen.
Schloss Runkelstein hat den vollsten Abendkalender: am 12. September eine Führung in österreichischer Gebärdensprache, am 26. September die musikalische Lesung Tristan und Isolde auf der Minneburg, am 2. und 3. Oktober den Schreibworkshop Schreiben wie im Mittelalter, am 16. Oktober die Lange Nacht der Museen von 16 bis 23 Uhr und am 8. November zum Saisonschluss Licht und Feuer. Auf Schloss Prösels spielt am 9. September um 20 Uhr das Konzert Wenn ich ein Vöglein wär, am 2. Oktober folgt Kabarett.
Was du über Südtirols Burgen wissen solltest
Fünf Dinge, die in keinem Prospekt stehen und die deine Planung verändern.
1. Sechs Häuser lassen dich nur mit Führung hinein. Churburg, Trostburg, Schloss Prösels, Schloss Schenna, Burg Taufers und Schloss Moos-Schulthaus haben feste Zeiten, teils nur zwei am Tag. Wer ohne Plan hinfährt, steht vor einem verschlossenen Tor. Ein Anruf am Vortag löst das in zwei Minuten.
2. Barrierefrei ist praktisch keine. Burgen wurden gebaut, um schwer erreichbar zu sein, und daran hat sich nichts geändert. Auf Burg Taufers kommst du mit Rollstuhl oder Kinderwagen bis in den Innenhof, auf Schloss Tirol führen die meisten Wege über Treppen. Wer nicht gut zu Fuß ist, konzentriert sich auf Schloss Maretsch in Bozen und die Gärten von Trauttmansdorff.
3. Die Ruhetage sind unterschiedlich. Montag ist der häufigste, aber Burg Hocheppan schließt mittwochs, das MMM Firmian donnerstags, das MMM Ripa dienstags, Schloss Prösels samstags und Schloss Schenna am Wochenende. Zwei Burgen an einem Tag heißt: zwei Kalender prüfen.
4. Nicht jede Burg ist ein Museum. Schloss Maretsch ist ein Veranstaltungshaus, die Haselburg ein Restaurant, Schloss Korb ein Hotel und Schloss Englar ein Bed and Breakfast. Wer dort Vitrinen erwartet, wird enttäuscht. Wer ein gutes Abendessen in alten Mauern sucht, ist genau richtig.
5. Der Zustieg gehört dazu. Zu Hocheppan, Boymont, zur Haderburg, zur Leuchtenburg und zur Burgruine Neuhaus führt kein Auto. Von zwanzig Minuten bis zu einer knappen Stunde, meist steil. Rechne die Zeit ein und nimm feste Schuhe, dann wird aus dem Umstand der schönste Teil des Tages.
Für wen lohnt sich eine Burgenreise durch Südtirol?
Für Familien mit Kindern. Die Brunnenburg mit ihrem Tiergarten, Burg Hocheppan mit Bogenschießen und die Ruine Boymont mit ihrer Burgschenke funktionieren auch mit Sechsjährigen. Kinder unter sechs kommen fast überall frei hinein.
Für Kunstinteressierte. Schloss Runkelstein mit dem größten profanen Freskenzyklus des Mittelalters, Schloss Prösels als Renaissancebau und Schloss Wolfsthurn mit originaler Barockausstattung sind drei Epochen an drei Tagen.
Für Wanderer. Die Drei-Burgen-Wanderung in Eppan, der Aufstieg nach Juval und der Steig zur Maultasch verbinden Weg und Ziel. Hier ist die Burg der Lohn, nicht der Parkplatz.
Für Bergfreunde. Drei der fünf Messner-Häuser des Tour Tickets sitzen in Burgen: Firmian, Juval und Ripa. Mit dem MMM Tour Ticket für 50,00 € siehst du alle drei und hast noch zwei Besuche übrig.
Für Genussreisende. Haselburg, Schloss Korb, die Burgschenken auf Hocheppan und Boymont sowie die Schenke auf der Haderburg machen aus dem Besichtigungstag einen Esstag.
Zwei Burgen, die abends um neun aufsperren
Fast alle Burgen des Landes schließen am späten Nachmittag. Zwei nicht. Schloss Schenna führt montags und donnerstags um 21 Uhr durch die Räume, Burg Taufers im Hochsommer donnerstags zur selben Zeit.
Der Unterschied ist größer, als er klingt. Tagsüber teilst du dir die Stuben mit zwei Reisegruppen, abends stehst du in kleiner Runde in Räumen, die nur von Lampen erhellt werden. Dazu kommt der Weg zurück ins Tal, wenn unten die Lichter angehen.
Beide Termine brauchen eine Anmeldung, beide sind schnell voll. Ruf ein paar Tage vorher an, dann hast du den besten Programmpunkt deiner Woche für den normalen Eintrittspreis.
Kombiniere die Burgen mit Meran, Bozen und den Dolomiten
Burgen allein tragen keine Woche. Die gute Nachricht: Sie liegen genau dort, wo ohnehin die besten Ziele des Landes sind. Rund um Meran verbindest du Schloss Tirol und die Brunnenburg mit den Highlights von Dorf Tirol, in Bozen ergänzt du Runkelstein und Sigmundskron um die acht sehenswerten Städte Südtirols.
Wer weiter nach Osten fährt, kombiniert Schloss Bruneck und Burg Taufers mit den Drei Zinnen im Hochpustertal. Und wer im Süden bleibt, hängt an die Leuchtenburg einen Nachmittag am Kalterer See. Alle weiteren Regionen, Orte und Touren findest du in unserem Südtirol Travel Guide.
Unser Fazit: Südtirols Burgen sind billiger als ihr Ruf
25 Schlösser und Burgen, und keine davon kostet mehr als 17,00 €. Wer drei an einem verlängerten Wochenende sieht, gibt weniger aus als für ein einziges Skiticket und bekommt dafür Baugeschichte von den romanischen Fresken auf Hocheppan bis zur Granitfestung des 19. Jahrhunderts in Franzensfeste.
Der begrenzende Faktor ist nicht das Geld, sondern der Kalender. Sechs Häuser haben feste Führungszeiten, fünf erreichst du nur zu Fuß, und die Ruhetage liegen über die Woche verteilt. Zwei Burgen pro Tag sind machbar, drei werden Stress. Plan lieber weniger und bleib länger.
Wenn du nur einen Tag hast, nimm Schloss Runkelstein am Vormittag und Schloss Sigmundskron am Nachmittag, beide in Bozen, beide mit dem Stadtbus erreichbar. Wenn du eine Woche hast, fang in Meran an und arbeite dich nach Osten vor. Und wenn du wissen willst, was rund um die erste Burg noch wartet: Unsere zehn Sehenswürdigkeiten auf Schloss Tirol sind der richtige nächste Schritt.
Karte: Schlösser und Burgen in Südtirol
FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Schlössern und Burgen in Südtirol
Erlebnisse & Sehenswürdigkeiten
Preise, Öffnungszeiten und Führungstermine können sich ändern — prüfe die Angaben vor deiner Reise auf den offiziellen Seiten.
Quellen und weiterführende Infos
- Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, Besucherinfo (abgerufen August 2026)
- Schloss Runkelstein, Informationen für Besucher (abgerufen August 2026)
- Südtiroler Burgeninstitut, Burg Taufers und Trostburg (abgerufen August 2026)
- Messner Mountain Museum, Besuch planen (abgerufen August 2026)
- Festung Franzensfeste (abgerufen August 2026)
- Autonome Provinz Bozen, Museen in Südtirol (abgerufen August 2026)
- Südtirol Mobil, Mobilcard (abgerufen August 2026)












