Brünn – Eklat beim Grand Prix der Tschechischen Republik: MotoGP-Pilot Marco Bezzecchi ist in Brünn disqualifiziert worden und darf das Rennen am Sonntag nicht bestreiten. Die Sperre gegen Bezzecchi folgt auf einen Vorfall im Sprintrennen, bei dem der WM-Führende nach einem Sturz die Beherrschung verlor und einem Streckenposten gegenüber handgreiflich wurde.
Auslöser war eine Szene wenige Runden vor Schluss des Sprints. Bezzecchi rutschte mit seiner Aprilia in einer Kurve weg und schied aus aussichtsreicher Position aus. Beim Bergen der noch laufenden Maschine soll ein Helfer versehentlich den Gasgriff berührt und den Motor haben aufheulen lassen. Es kam zu einem heftigen Wortgefecht, in dessen Verlauf der Italiener dem Posten einen Schlag versetzte, bevor er die Strecke wutentbrannt verließ.
Warum die Strafe für Bezzecchi schwer wiegt
Die Rennkommission reagierte mit aller Härte und schloss den Fahrer vom Grand Prix aus. Sein Team legte umgehend Berufung ein, doch das Gremium bestätigte die Entscheidung noch am späten Abend. Damit steht fest: Der Tabellenführer muss in Brünn zuschauen, statt um wichtige Punkte zu kämpfen.
Sportlich kommt die Disqualifikation zur Unzeit. Da Bezzecchi nicht ins Renngeschehen eingreifen kann, bietet sich ausgerechnet seinem ärgsten Verfolger die Chance, im WM-Klassement aufzuschließen. Der Vorfall dürfte zudem eine Debatte über den Umgang der Fahrer mit Streckenposten neu entfachen – und über die Frage, wie viel Emotion im Hochgeschwindigkeitssport erlaubt sein darf, ohne die Sicherheit der Helfer zu gefährden.




















