Bozen – Bei einer Sicherheitskonferenz am 23. Oktober im Palais Widmann diskutierten Südtiroler Vertreter mit Gästen aus dem Kanton Graubünden über die Polizeistrukturen beider Regionen. Sicherheits-Landesrätin Ulli Mair strebt eine umfassende Stärkung der Ortspolizei in Südtirol an und setzt dabei auf den grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch.
Landeshauptmannstellvertreterin Rosmarie Pamer eröffnete die Konferenz und betonte die Bedeutung der Sicherheit für die Bevölkerung. Sie hob hervor, dass es eine gemeinsame Anstrengung sei, das hohe Sicherheitsniveau in Südtirol zu erhalten und weiter auszubauen. Ein Blick über die eigenen Grenzen sei dabei sehr sinnvoll.
Landesrätin Mair unterstrich die Ähnlichkeiten zwischen Südtirol und Graubünden, wie die gemeinsame Grenze, geografische Gegebenheiten und den mehrsprachigen Kontext. Regierungsrat Peter Peyer und Kommandant Oberst Walter Schlegel stellten die Organisation der öffentlichen Sicherheit im Kanton Graubünden vor. Dort stehen etwa 500 Polizisten im Dienst und die Kantonspolizei verfügt über weitreichende Kompetenzen in Verkehrs-, Kriminal- und Sicherheitspolizei.
Ortspolizei soll staatliche Kräfte ergänzen
In Südtirol liegt die primäre Zuständigkeit für die öffentliche Sicherheit beim Staat, so Landesrätin Mair. Die staatlichen Sicherheitskräfte trügen die Hauptverantwortung für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Allerdings hätten die staatlichen Polizeieinheiten zunehmend Schwierigkeiten, lokales Personal zu finden, was auch die Umsetzung der gesetzlich garantierten Zweisprachigkeit erschwere.
Daher gehe es darum, die Handlungsmöglichkeiten im eigenen Zuständigkeitsbereich bestmöglich auszuschöpfen. Landesrätin Mair betonte, dass die Ortspolizei gestärkt und ihre Rolle als wichtige Ergänzung zu den staatlichen Sicherheitskräften weiterentwickelt werden solle. Von Graubünden könne sich Südtirol einiges abschauen, insbesondere ein ähnliches Bewusstsein für die Polizeikräfte und ein gemeinsames Anpacken im Bereich der öffentlichen Sicherheit.
Mair fasste zusammen, dass durch bessere Ausbildung, demnächst bessere Verträge und ein landesweites Bewusstsein für die Wichtigkeit der Ortspolizei aus den vorhandenen Mitteln etwas Sinnvolles für das Land und seine Bevölkerung gemacht werden könne.





















