Bozen – Vertreter aus über der Hälfte der Südtiroler Gemeinden trafen sich am 23. Oktober im NOI Tech Park in Bozen zu einer Tagung, um die Stärkung der Jugendarbeit und Jugendbeteiligung zu diskutieren. Rund 100 Gemeindejugendreferenten sowie einige Bürgermeister nahmen an der Veranstaltung teil, die vom Netzwerk Jugendarbeit organisiert und vom Amt für Jugendarbeit koordiniert wurde.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen junge Menschen besser einbinden und verlässliche Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit schaffen können. Landesrat Philipp Achammer hob hervor, dass die Finanzierung von Jugendarbeit eine Investition in junge Menschen sei, die Verantwortung übernehmen und ihre Gemeinde mitgestalten. Er betonte, dass es dabei nicht nur um Räume und Angebote gehe, sondern vor allem um die Begleitung durch Fachkräfte und Ehrenamtliche.
Zukunft der Jugendarbeit und Partizipation
Die Tagung befasste sich intensiv mit Entwicklungen und Herausforderungen der kommunalen Jugendarbeit und Jugendbeteiligung. Ein Vernetzungsmarkt präsentierte erfolgreiche Praxisansätze und ermöglichte den direkten Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden. Fachliche Impulse beleuchteten die Zukunft der Jugendarbeit, die Demokratiebildung und Jugendpartizipation in den Gemeinden sowie den sogenannten Turbo-Jugendhaushalt als Instrument zur Beteiligung junger Menschen an Projekten.
Kathrin Maier, Jugendreferentin der Gemeinde Margreid, unterstrich die Wichtigkeit des Austauschs zwischen Gemeinden, Land und Jugendarbeit, um die Bedürfnisse der Jugendlichen ernst zu nehmen. Kathrin Schnitzer, Jugendreferentin der Gemeinde Gargazon, ergänzte, dass Jugendpartizipation eine entscheidende Säule für die Dorf- und Landespolitik sei und der Turbo-Haushalt das Bewusstsein junger Menschen stärke, ihre Anliegen selbst in die Hand zu nehmen.
In zwei Workshoprunden setzten sich die Teilnehmer mit Themen wie Extremismus und Radikalisierung, Nachtleben und Kulturarbeit, Präventionsarbeit sowie Kinder- und Jugendbeiräten auseinander. Konrad Pamer, Direktor des Amtes für Jugendarbeit, bezeichnete Jugendzentren und -treffs als „analoge Schutzräume“, die eine essenzielle psychosoziale Infrastruktur für Südtirol darstellen.





















