Eine furchtbare Tragödie erschüttert die Gemeinde Santa Maria di Sala in der Provinz Venedig. Ein erst sechsjähriger Junge aus der Ukraine ist am Freitagnachmittag im Krankenhaus von Padua an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls verstorben. Er wurde am Mittwochnachmittag auf einem Zebrastreifen in der Via Noalese von einem Auto angefahren.
Erst vor einem Monat dem Krieg entkommen
Die Geschichte des Jungen ist besonders ergreifend. Er war erst am 27. Juli, also vor weniger als einem Monat, mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder in Italien angekommen. Die Familie war vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen und hatte in einem ehemaligen Pfarrhaus zusammen mit anderen ukrainischen Familien Zuflucht gefunden. Der Traum von einem sicheren Leben endete für den Sechsjährigen auf tragische Weise. Als er am Mittwoch mit seiner Mutter die Straße auf einem Zebrastreifen überqueren wollte, wurde er von einem Pkw erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Sein Zustand wurde von den Ersthelfern sofort als äußerst kritisch eingestuft.
Der 25-jährige Fahrer des Wagens hielt unmittelbar nach dem Zusammenstoß an, um Erste Hilfe zu leisten. Dennoch hat die Staatsanwaltschaft von Venedig ein Ermittlungsverfahren gegen den jungen Mann eingeleitet. Die Carabinieri sind derzeit damit beschäftigt, den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, um die Umstände zu klären, die zum Tod des Kindes führten.




















