Pietracatella – Im rätselhaften Todesfall, der das kleine Bergdorf in der süditalienischen Region Molise seit den Weihnachtstagen beschäftigt, machen die Ermittler einen weiteren Schritt: Insgesamt 70 Lebensmittel seien beschlagnahmt worden, um sie auf Spuren des hochgiftigen Rizin untersuchen zu lassen. Die Proben stammen den Angaben zufolge aus den Gefriertruhen jener Wohnungen, die im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Giftfall versiegelt wurden. Im Zentrum steht die Frage, ob das tödliche Gift über die Nahrung in den Körper von Mutter und Tochter gelangt sei.
70 eingefrorene Speisen unter Verschluss
Bei den sichergestellten Lebensmitteln handle es sich teils um selbst zubereitete Gerichte, teils um abgepackte Produkte unterschiedlicher Marken, die in den Tiefkühlfächern der beschlagnahmten Häuser lagerten. Mit den Analysen wollen die Ermittler klären, ob sich in einer dieser Speisen das Gift verbirgt, das den beiden Frauen zum Verhängnis geworden sein könnte.
Italienische und deutsche Gutachter sollen Klarheit bringen
Bereits im Januar war eine erste Reihe von Lebensmitteln eingezogen und dem Istituto Zooprofilattico für die Abruzzen und das Molise zur Untersuchung übergeben worden. Nun sei ein neues Team aus italienischen und deutschen Sachverständigen damit betraut, die eingefrorenen Speisen gezielt auf Rückstände von Rizin zu prüfen. Der Befund könnte mit darüber entscheiden, ob sich der bislang offene Verdacht erhärtet oder zerstreut.
Der Ausgangspunkt: zwei Tote nach den Festtagen
Auslöser der Ermittlungen ist der Tod einer Mutter und ihrer Tochter, die über die Weihnachtsfeiertage erkrankten und kurz darauf starben. Seither suchen die Behörden nach der genauen Ursache der Vergiftung und gehen dabei dem Verdacht nach, dass das seltene Gift Rizin im Spiel gewesen sein könnte. Zu den tragischen Umständen rund um das Weihnachtsessen der Familie hatte italien.news bereits berichtet.




















