Große Bestürzung in Bozen: Im städtischen Krankenhaus sind innerhalb weniger Stunden zwei Frühgeborene verstorben. Eines der Kinder starb am Dienstag, das zweite in der Nacht auf Mittwoch. Beide befanden sich auf der hochspezialisierten Neugeborenen-Intensivstation in Behandlung. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat die tragischen Todesfälle bestätigt und eine Untersuchung eingeleitet, da eine schwere bakterielle Infektion als Ursache vermutet wird.
Ermittlungen zum Serratia-Bakterium laufen.
Nach den beiden Todesfällen wurde der mutmaßliche Erreger schnell isoliert. Es handelt sich um das Bakterium Serratia, einen Keim, der insbesondere für immungeschwächte Personen eine erhebliche Gefahr darstellt. Für die beiden Frühgeborenen, die erst vor wenigen Tagen bzw. Wochen zur Welt gekommen waren, war die Infektion aufgrund ihrer noch nicht ausgereiften Abwehrkräfte tödlich. Eine interne Untersuchung soll nun klären, wie der Erreger auf die sensible Station gelangen konnte. Ersten Vermutungen zufolge könnte der Keim durch nicht ausreichend desinfizierte Hände eingeschleppt worden sein. Dies wirft ernste Fragen zu den strengen Hygieneprotokollen in solchen Abteilungen auf.
Die Klinik plant Notfallmaßnahmen und informiert die Öffentlichkeit
Die Krankenhausleitung und der Chefarzt der Abteilung, Alexander Staffler, haben umgehend einen Krisenstab einberufen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Zum Schutz der anderen kleinen Patienten werden drastische Maßnahmen erwogen, darunter die Verlegung der Babys auf andere Stationen oder sogar die vorübergehende Schließung und Verlagerung der gesamten Abteilung. Um die Öffentlichkeit umfassend zu informieren und weitere Details zum Stand der Ermittlungen bekannt zu geben, hat die Krankenhausleitung für heute, Donnerstag, um 14:30 Uhr eine Pressekonferenz anberaumt.




















