Bei einer großangelegten Polizeiaktion wurde der Clan Santapaola-Ercolano in Catania und mehreren anderen italienischen Regionen ins Visier genommen. Insgesamt wurden 38 Haftbefehle gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der Organisation erlassen. Die unter dem Codenamen „Naumachia“ laufenden Ermittlungen richten sich gegen eine Vielzahl schwerer Straftaten, darunter die Zugehörigkeit zu einer mafiösen Vereinigung, Drogenhandel, Waffenbesitz, Erpressung und Hehlerei.
Seit den frühen Morgenstunden sind über 200 Carabinieri im Einsatz, unterstützt von Spezialeinheiten wie den „Cacciatori di Sicilia“ und mit Luftunterstützung. Die Operation konzentriert sich nicht allein auf die Provinz Catania, sondern erstreckt sich auch auf weitere Gebiete wie Siracusa, Enna, Asti, Agrigento, Caltanissetta, Neapel, Pavia und Palermo. Die Behörden wollen damit die kriminellen Strukturen des Clans nachhaltig schwächen und dessen wirtschaftliche Grundlagen, insbesondere im Bereich des Drogen- und Waffenhandels sowie der Schutzgelderpressung, treffen.
Die von der Staatsanwaltschaft Catania koordinierten Ermittlungen führten zu umfangreichen Maßnahmen, die nicht nur die lokale Dimension der Organisation betreffen, sondern auch deren Vernetzung über mehrere Regionen Italiens hinweg verdeutlichen. Die Strukturen des Santapaola-Ercolano-Clans gelten als fest in das Gefüge der Cosa Nostra eingebettet und verfügen über weitreichende logistische und finanzielle Ressourcen. Dies machte den Einsatz eines so großen Polizeiaufgebots erforderlich.
Im Laufe des Tages soll in Catania eine Pressekonferenz stattfinden, bei der die Ermittlungsbehörden weitere Details zu den Hintergründen der Operation sowie zu den festgenommenen Personen bekannt geben wollen. Der Einsatz wird als bedeutender Schlag gegen die organisierte Kriminalität in Sizilien und darüber hinaus gewertet.




















