Am Abend des 28. Mai 2025 kam es in einer Wohnung in der Via Moncalieri 47 in Grugliasco, einem Vorort von Turin, zu einem tödlichen Angriff. Fernanda Di Nuzzo, eine 61-jährige Kindergärtnerin, wurde von ihrem Ehemann Pasquale Piersanti mit mehreren Messerstichen in den Bauch schwer verletzt. Die gemeinsame 24-jährige Tochter, die kognitive Beeinträchtigungen hat, war Zeugin der Tat und alarmierte die Nachbarn. Di Nuzzo versuchte, über das Treppenhaus zu fliehen, und rief um Hilfe, bevor sie das Bewusstsein verlor.
Die Verletzte wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus Molinette in Turin eingeliefert. Trotz einer Notoperation, bei der ihr die Milz entfernt wurde, erlag sie am Morgen des 29. Mai ihren schweren Verletzungen. Sie befand sich in einem hämorrhagischen Schockzustand und erlitt einen Herzstillstand.
Nach der Tat verschanzte sich der 61-jährige Ehemann in der gemeinsamen Wohnung und verletzte sich selbst mit dem Tatmesser. Die Carabinieri fanden ihn in einem verwirrten Zustand vor und nahmen ihn fest. Er wird nun wegen Mordes angeklagt.
Nachbarn und Ermittler berichten, dass es zuvor keine Vorfälle von häuslicher Gewalt gab und auch keine polizeilichen Meldungen vorliegen. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Paolo Scafi geführt.
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Femiziden in Italien ein. Allein in diesem Jahr wurden bereits über 15 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet. Der Fall von Fernanda Di Nuzzo verdeutlicht erneut die Dringlichkeit, Maßnahmen gegen häusliche Gewalt und zum Schutz von Frauen zu verstärken.




















