Der US-amerikanische Elektroautopionier Tesla hat im zweiten Quartal 2025 einen deutlichen Rückgang bei den Fahrzeuglieferungen verzeichnet. Trotz gesteigerter Produktion blieben die Auslieferungen unter den Erwartungen, was zu gemischten Reaktionen an den Börsen führte.
In den Monaten April bis Juni lieferte Tesla weltweit rund 384.000 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von etwa 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und leicht unter den Konsensschätzungen von Analysten, die nahe 390.000 lagen. Die Produktion belief sich jedoch auf über 410.000 Einheiten, was auf eine anhaltende Fertigungskapazität trotz schwächerer Nachfrage hindeutet.
Besonders in Europa und China zeigten sich Marktveränderungen: In Europa fiel die Nachfrage zum Teil um rund 45 Prozent, teils ausgelöst durch schärfere Konkurrenz durch günstigere Modelle asiatischer Hersteller wie BYD und Xiaomi. In China hat sich der Absatz der dort gefertigten Model 3 und Y im Juni erstmals seit Monaten leicht erholt, doch das Niveau blieb im Quartalsvergleich unter dem Vorjahr.
Ein weiterer Faktor ist das politische Auftreten von Tesla-Chef Elon Musk: Seine offenen Unterstützungsbekundungen für rechte Parteiströmungen haben in Teilen Europas und in den USA für Rückschläge gesorgt und zum Teil zu Boykottaufrufen geführt. Dennoch reagierten die Aktienmärkte gelassen: In der Vorbörse legte die Tesla-Aktie um rund 5 Prozent zu, nachdem sich die Zahlen als weniger schlimm als befürchtet herausstellten.
Tesla hält an langfristigen Wachstumsplänen fest: Der Konzern treibt die Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge einschließlich Robotaxi-Projekte in Austin voran und plant die Einführung eines günstigen Modell‑Cabs bis 2026. Die vollständigen Finanzdaten will Tesla am 23. Juli veröffentlichen, begleitet von einem Live-Webcast.



















