Rom – Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran lasten weiter auf Italiens Spritpreisen. Nachdem die Krise am Persischen Golf den Ölpreis zwischenzeitlich über die Marke von 120 Dollar je Barrel getrieben hatte, sorgte ein angekündigtes Abkommen zwischen Washington und Teheran zuletzt für Entspannung: Die Sorte Brent fiel wieder unter 80 Dollar, auch das US-Öl WTI notierte nur knapp darüber. Doch neue Drohgebärden rund um die Straße von Hormus bremsen den Rückgang an den Tankstellen spürbar.
An den Zapfsäulen schlägt sich das Auf und Ab nur langsam nieder. Im Landesdurchschnitt kostete Benzin in Selbstbedienung zuletzt rund 1,84 Euro je Liter, Diesel etwa 1,94 Euro. Auf dem normalen Straßennetz lag der Benzinpreis bei gut 1,81 Euro, auf den Autobahnen mit rund 1,90 Euro erwartungsgemäß höher. Der zuvor eingesetzte Rückgang ist ins Stocken geraten – ein direkter Reflex der jüngsten geopolitischen Unsicherheit.
Steuersenkung läuft Anfang Juli aus
Zur Abfederung hat die Regierung den Rabatt auf die Spritsteuer verlängert: Bis zum 3. Juli gilt ein Abschlag von fünf Cent je Liter auf Benzin und Diesel, inklusive Mehrwertsteuer summiert sich die Entlastung auf gut sechs Cent. Was danach kommt, ist offen – fällt die Vergünstigung weg, könnten die Preise an der Säule wieder anziehen, ausgerechnet zum Höhepunkt der sommerlichen Reisesaison.
Für Haushalte und Unternehmen geht es um spürbare Summen. Wirtschaftsverbände beziffern die Zusatzlasten aus dem Zusammenspiel von teurer Energie, Treibstoff und steigenden Verbraucherpreisen auf Milliardenbeträge, die quer durch das Land zu Buche schlagen. Solange am Golf keine dauerhafte Beruhigung eintritt, bleibt die Lage an Italiens Tankstellen fragil – mit einem Ölmarkt, der bei jeder neuen Meldung nervös reagiert.




















