Nach den jüngsten massiven russischen Angriffen auf die Ukraine hat US-Präsident Donald Trump Kremlchef Wladimir Putin scharf kritisiert. In einem Beitrag auf Truth Social warf Trump Putin vor, „mit dem Feuer zu spielen“, und erklärte, dass Russland ohne sein Eingreifen bereits „wirklich schlimme Dinge“ erlebt hätte. Diese Aussagen markieren eine deutliche Verschärfung von Trumps Ton gegenüber Moskau, nachdem er zuvor versucht hatte, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln.
Eskalation nach russischem Großangriff
Die Warnung Trumps erfolgte im Kontext eines der bisher schwersten russischen Luftangriffe seit Kriegsbeginn. Laut ukrainischen Angaben wurden über 900 Drohnen und Raketen auf verschiedene Regionen des Landes abgefeuert. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben, darunter auch Kinder. Trump bezeichnete Putins Verhalten als „absolut verrückt“ und distanzierte sich damit von früheren Aussagen, in denen er eine persönliche Beziehung zu dem russischen Präsidenten betont hatte.
Trotz seiner Bemühungen um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien äußerte Trump zunehmende Frustration über die mangelnde Bereitschaft beider Seiten, Kompromisse einzugehen. Er kritisierte sowohl Putin für die anhaltenden Angriffe als auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für dessen Rhetorik, die seiner Ansicht nach die Spannungen weiter anheizt.
Moskau reagierte mit Drohungen auf deutsche Waffenlieferungen
Parallel zu Trumps Äußerungen verschärfte sich der Ton zwischen Russland und Deutschland. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa warnte, dass im Falle einer Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine diese „wie Streichhölzer brennen“ würden, ähnlich wie zuvor die Leopard-Panzer. Sie fügte hinzu, dass Deutschland dadurch „weiter in den Abgrund“ gezogen werde, in dem sich das von Berlin unterstützte Kiewer Regime befinde.
Diese Drohungen folgten auf die Ankündigung des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz, sämtliche Beschränkungen für Waffenlieferungen an die Ukraine aufzuheben. Beobachter sehen darin einen möglichen Vorläufer für die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern, was eine deutliche Abkehr von der bisherigen deutschen Zurückhaltung darstellen würde.
USA erwarten russische Antwort auf ukrainisches Friedensmemorandum
Inmitten der eskalierenden Spannungen berichtete der US-Sondergesandte Keith Kellogg, dass die USA ein Memorandum mit Bedingungen für ein Kriegsende von der Ukraine erhalten hätten und nun auf ein entsprechendes Dokument aus Russland warteten. Ziel sei es, beide Vorschläge zu einem gemeinsamen Entwurf zu kombinieren, um eine weitere Verhandlungsrunde, möglicherweise in Genf, vorzubereiten.
Die russische Regierung bestätigte, an einem solchen Memorandum zu arbeiten, das Prinzipien und mögliche Termine für ein Friedensabkommen enthalten solle. Allerdings betonte Moskau, dass der Prozess komplex sei und Zeit benötige.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen eine zunehmende Verschärfung der internationalen Spannungen im Ukraine-Konflikt. US-Präsident Trump warnt Putin vor weiteren Eskalationen, während Russland mit scharfen Worten auf deutsche Waffenlieferungen reagiert. Gleichzeitig laufen diplomatische Bemühungen, einen Friedensprozess in Gang zu bringen. Die USA warten dabei auf eine Antwort Russlands auf das ukrainische Memorandum.




















