In einer feierlichen Zeremonie im historischen Casino del Bel Respiro in Rom wurde der 38. America’s Cup von Louis Vuitton offiziell vorgestellt. Der italienische Minister für Sport und Jugend, Andrea Abodi, präsentierte das prestigeträchtige Segelereignis im Namen von Premierministerin Giorgia Meloni. Die Veranstaltung markiert den symbolischen Auftakt zur Austragung des bedeutendsten Segelwettbewerbs der Welt, der erstmals in Italien stattfindet.
Neapel wird Austragungsort der Regatta.
Bürgermeister Gaetano Manfredi kündigte an, dass Neapel den America’s Cup ausrichten wird. Er betonte die historische Verbindung der Stadt zum Meer und hob die symbolische Bedeutung hervor: „Die Wahl Neapels ist ein Privileg und eine große Chance.“ Die Stadt sei seit 2.500 Jahren ein maritimes Zentrum, gegründet von griechischen Seefahrern, und besitze eine tief verwurzelte Tradition im Segelsport.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Stadtteil Bagnoli, der im Zuge der Veranstaltung umfassend umgestaltet werden soll. Manfredi kündigte an, dort „das Neapel von morgen“ zu gestalten, um durch die Veranstaltung nachhaltige städtebauliche Impulse zu setzen.
Internationales Lob und wirtschaftliche Perspektiven
Grant Dalton, Co-CEO des Titelverteidigers Emirates Team New Zealand und Vertreter der America’s Cup Events, lobte Neapel als idealen Austragungsort. Er betonte die historische Bedeutung und die Leidenschaft der Stadt für den Segelsport. Zudem hob er den wirtschaftlichen Effekt des Cups hervor, der erfahrungsgemäß als Katalysator für die Stadtentwicklung fungiert.
Dalton erinnerte an Italiens lange Geschichte im America’s Cup, die 1983 mit der Azzurra-Kampagne begann und 2024 mit der jüngsten Teilnahme fortgesetzt wurde. Besonders betonte er das große Medieninteresse aus Italien, das zuletzt rund ein Viertel der weltweiten Berichterstattung ausmachte.
Meloni: Süden Italiens als Treiber nationaler Entwicklung
In ihrer Ansprache unterstrich Premierministerin Giorgia Meloni die nationale Bedeutung des Events. Sie begrüßte die Vertreter von Emirates Team New Zealand sowie die Trophäen des America’s Cup und des Louis Vuitton Cup in Rom und bezeichnete die Veranstaltung als „globales Symbol für sportliche Leidenschaft und Innovationskraft“.
Meloni stellte die Veranstaltung in den Kontext einer strategischen Neuausrichtung Süditaliens. Der America’s Cup solle ihrer Meinung nach nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich eine tiefgreifende Wirkung entfalten. So sei eine stärkere Integration des Segelsports in die schulische Ausbildung geplant, insbesondere im Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).
Abschließend bekräftigte Meloni ihre Unterstützung für das italienische Team Luna Rossa Prada Pirelli. Die Austragung des Cups solle zu einem „unvergesslichen Erlebnis“ werden, getragen von nationalem Stolz und Teamgeist.

















