
Gardasee – Wer bei Sirmione über die letzten Felsplatten klettert, steht plötzlich in Wasser, das aussieht wie in der Karibik. Es fühlt sich nur nicht so an, denn der Gardasee bleibt ein Alpensee. Achtzehn Badeplätze zwischen Riva del Garda im Norden und Peschiera del Garda im Süden stehen in diesem Guide, dazu die Preise für Schiff und Parkplatz, die amtliche Badesaison vom 1. Mai bis zum 30. September und die Regeln, die an den Ufern gelten.
Die schönsten Strände am Gardasee liegen selten dort, wo die meisten Autos stehen. Der See gehört zu drei Regionen, zur Lombardei, zu Venetien und zum Trentino, und jedes Ufer badet anders: flach und sandig im Süden, steil und windig im Norden. Welches zu dir passt, entscheidet sich schon bei der Anreise. Mehr zum ganzen See findest du im Gardasee Travel Guide.
Bevor du dein Handtuch ausbreitest, lohnt ein Blick auf die Zahlen, die deinen Badetag bestimmen. Die Badesaison ist amtlich festgelegt, das Wasser wird regelmäßig beprobt, und was Schiff und Parkplatz kosten, steht in veröffentlichten Tarifen. Alles Weitere ist Geschmackssache.
Die Strände am Gardasee in Zahlen
Achtzehn Badeplätze, drei Regionen, eine Badesaison. Das sind die Werte, mit denen du deinen Tag am Wasser planst.
Stand: September 2026 · Badesaison und Wasserwerte laut ARPA Veneto, Schiffstarife laut Navigazione Lago di Garda, Park- und ZTL-Angaben laut Comune di Sirmione und APM Riva del Garda.
- Familien mit kleinen Kindern, die einen flachen Einstieg brauchen
- Wassersportler, die auf den Nordwind warten
- Frühschwimmer, die vor neun Uhr am Wasser sind
- Reisende ohne Auto, die Schiff und Bus nutzen
- alle, die einen breiten Sandstrand erwarten
- Ruhesuchende an einem Augustwochenende
- Barfußgänger ohne Badeschuhe
- Spätaufsteher, die mittags noch parken wollen
Wie sauber ist das Wasser im Gardasee?
Sauber genug, dass die Behörden es Jahr für Jahr freigeben, und kontrolliert wird das nicht nach Gefühl. Die Umweltagentur der Region Venetien, ARPAV, überwacht die Badesaison am Gardasee und an der Adria vom 1. Mai bis zum 30. September. Allein am veronesischen Ufer liegen 65 überwachte Badestellen, mehr als an jedem anderen Binnengewässer der Region.
Beprobt wird mindestens einmal im Monat. Geprüft werden zwei Keimgruppen, Escherichia coli und intestinale Enterokokken, dazu kommen Feldmessungen und Sichtkontrollen am Ufer. Für Binnengewässer wie den Gardasee liegen die Grenzwerte bei 1.000 E. coli und 500 Enterokokken je 100 Milliliter. An der Küste sind sie strenger, weil Salzwasser Keime schneller abbaut.
Gut zu wissen: Nach starken Gewittern kann das Wasser an Mündungen und in Häfen kurzzeitig trüb werden, und einzelne Badestellen werden dann vorübergehend gesperrt. Die Gemeinden hängen das am Zugang aus. Wer an einem solchen Tag zweihundert Meter weiter geht, findet meist wieder klares Wasser.

Was kostet ein Badetag am Gardasee?
Die Strände selbst kosten meistens nichts. Bezahlt wird das Drumherum: der Parkplatz, das Schiff zwischen zwei Ufern und die Liege, wenn du eine willst. Wer mit dem Schiff unterwegs ist, zahlt für die Tageskarte über den ganzen See 39,50 €, Kinder von vier bis elf Jahren 20,00 €. Die Tarife der Navigazione Lago di Garda gelten seit dem 1. April 2026.
| Angebot | Preis |
|---|---|
| Tageskarte Schiff, ganzer See | 39,50 € Erwachsene · 31,60 € ermäßigt · 20,00 € Kinder |
| Drei-Tages-Karte, ganzer See | 79,00 € · 63,20 € · 40,00 € |
| Tageskarte Teilstrecke Nord, Mitte, Ost oder West | 23,50 € · 18,80 € · 12,00 € |
| Tageskarte Ober- und Untersee | 27,00 € · 21,60 € · 13,50 € |
| Einzelfahrt Linienschiff | 1,50 € bis 17,50 € je nach Zone |
| Parken in Riva del Garda, Sommer | 2,00 € je Stunde tagsüber · 0,50 € nachts |
| Parken in Riva del Garda, Tageshöchstsatz | 10,00 € bis 14,00 € je nach Anlage |
| Parken in Riva del Garda, Winter | 1,00 € je Stunde tagsüber |
| Bußgeld bei Einfahrt in die ZTL Sirmione | 83,00 € bis 333,00 € |
Kostenlos sind die Liegewiesen der meisten Gemeinden, die öffentlichen Duschen und die Zugänge zum Wasser. Geld kostet erst, wer eine Liege mit Schirm mietet oder in einem bewirtschafteten Lido einen eigenen Platz belegt. Die Tarife setzt dort jeder Betreiber selbst, und sie wechseln zwischen Vor- und Hochsaison. Frag am Eingang nach dem Halbtagestarif, ab etwa 14 Uhr wird es an vielen Lidos spürbar billiger.

Welche 18 Strände am Gardasee lohnen sich wirklich?
Von Norden nach Süden, einmal um den See. Der Gardasee ist ein Kiessee, das gilt für fast alle achtzehn Plätze hier: heller, runder Kies, oft von Weiden und Platanen beschattet, dazwischen Liegewiesen und ab und zu ein Streifen aufgeschütteter Sand. Badeschuhe sind kein Luxus, sondern Grundausstattung.
1. Spiaggia Sabbioni in Riva del Garda
Ganz oben am See, dort wo die Felswand des Monte Brione senkrecht ins Wasser fällt, liegt der bekannteste Badeplatz des Trentiner Ufers. Die Spiaggia Sabbioni ist ein breiter, heller Kiesstreifen mit Liegewiese und Baumreihe dahinter, in Gehweite der Altstadt von Riva del Garda. Der Einstieg fällt sanft ab, was den Platz für Familien tauglich macht.
Gut zu wissen: Ab dem späten Vormittag frischt hier die Ora auf, der Südwind, der täglich über den See zieht und im Norden ankommt. Wer flaches Wasser sucht, kommt vormittags. Wer Wind will, kommt nachmittags und findet ihn zuverlässig.

2. Baia delle Sirene an der Punta San Vigilio
Die Baia delle Sirene, die Sirenenbucht auf der bewaldeten Halbinsel Punta San Vigilio bei Garda, ist der einzige Platz dieser Liste, der Eintritt verlangt. Dafür bekommst du eine eingezäunte Bucht mit Olivenhain, Liegewiese und einem Kiesstrand, an dem die Zahl der Gäste begrenzt bleibt. Zwischen den Felsen am Rand lässt sich gut schnorcheln.
Der Zugang führt an der Villa Guarienti vorbei über einen Zypressenweg zur Bucht. Preise und Öffnungszeiten setzt der Betreiber jede Saison neu, und im August ist die Bucht regelmäßig vor der Mittagszeit voll. Mehr zu der Landzunge steht im Beitrag über die Punta San Vigilio.

3. Spiaggia d’Oro in Lazise
Lazise liegt am Ostufer zwischen Bardolino und Peschiera, und die Spiaggia d’Oro ist sein größter Badeplatz. Fein aufgeschütteter Kies, sehr flacher Einstieg, dahinter eine Liegewiese mit Spielplatz und ein Verleih für Tretboote und Stand-up-Paddles. Wer mit Kindern reist, findet hier eine der bequemsten Adressen des Sees.
Vom Strand sind es wenige Minuten in die mittelalterliche Altstadt mit ihrem Rundhafen. Das ist der eigentliche Vorteil: Baden und Ort gehören hier zusammen, du musst dich nicht zwischen beidem entscheiden.

4. Jamaica Beach an der Spitze von Sirmione
Der Jamaica Beach, auf Italienisch Spiaggia Giamaica, ist kein Strand im üblichen Sinn. An der Nordspitze der Halbinsel von Sirmione liegen flache Kalkplatten unter wenigen Zentimetern Wasser, sodass man weit hinauslaufen kann. Das Licht über diesen Platten ist der Grund, warum der Platz auf jeder zweiten Gardasee-Postkarte auftaucht.
Gut zu wissen: Zum Jamaica Beach kommst du nur zu Fuß, durch die Altstadt und am Areal der Grotte di Catullo entlang, den römischen Villenresten an der Spitze. Rechne mit einer knappen halben Stunde ab dem Parkplatz. Wer die Platten nass sieht, sollte sie mit Badeschuhen betreten, trockener Kalk ist griffig, nasser nicht.

5. Lido delle Bionde in Sirmione
Auf halbem Weg zur Spitze der Halbinsel liegt das Lido delle Bionde, der bewirtschaftete Gegenpol zum wilden Jamaica Beach. Kies, Liegen, Schirme, ein Restaurant und ein Verleih für Kajaks und Tretboote. Das Bad hat nach eigenen Angaben täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet, der Abend am Wasser gehört hier also dazu.
Der Einstieg ist steiniger als am Südufer, dafür wird das Wasser schnell tief und bleibt klar. Für Schwimmer ist das der angenehmste Platz auf der ganzen Halbinsel.
6. Spiaggia Brema in Colombare di Sirmione
Colombare ist der Ortsteil am Festlandende von Sirmione, dort wo die Halbinsel beginnt. Die Spiaggia Brema liegt etwas abseits der Hauptachse und bleibt deshalb ruhiger als alles, was weiter draußen liegt. Kies, ein paar Bäume, flaches Wasser und deutlich weniger Betrieb.
Wer in Sirmione übernachtet und einfach nur schwimmen will, ohne durch die Altstadt zu laufen, ist hier richtig. Parken lässt sich in Colombare außerdem, ohne in die Zufahrtsbeschränkung der Altstadt zu geraten.
7. Lido Paina in Malcesine
Unterhalb der Scaligerburg von Malcesine zieht sich ein schmaler Kiesstreifen am Wasser entlang, das Lido Paina. Der Blick von hier auf die Burg und die Felswand des Monte Baldo dahinter ist einer der besten, die der See zu bieten hat. Das Wasser wird schnell tief und behält selbst im August eine spürbare Kühle.
Der Platz ist klein, und im Hochsommer füllt er sich früh. Wer später kommt, findet nördlich davon weitere Buchten entlang der Uferpromenade. Mehr über den Ort steht im Beitrag zu Malcesine.

8. Spiaggia La Cavalla in Bardolino
Bardolino ist der Weinort des Ostufers, und die Spiaggia La Cavalla ist sein ruhigerer Badeplatz. Flach abfallender Kies, eine Wiese unter Pappeln, dahinter die Hügel mit den Rebzeilen des Bardolino DOC. Von hier aus siehst du über die ganze Seebreite bis zum lombardischen Ufer.
Der Platz liegt außerhalb des Ortskerns, was ihn ruhiger macht und den Weg etwas länger. Die Uferpromenade verbindet ihn mit dem Hafen, zu Fuß ist das eine angenehme Viertelstunde am Wasser entlang.
9. Spiaggia Linfano zwischen Torbole und Riva
Linfano ist der flache Uferstreifen am Kopfende des Sees, dort wo die Sarca einmündet und das Wasser besonders lang seicht bleibt. Gemeindegebiet ist hier Arco, der Ort selbst liegt ein Stück landeinwärts. Der Platz ist grün, weitläufig und bei Familien beliebt, weil Kinder weit hinauswaten können.
Gleichzeitig ist Linfano ein Startplatz für Wind- und Kitesurfer, weil der Wind aus dem Tal hier sauber ankommt. Das klingt nach Konflikt, funktioniert aber: Der Badebereich liegt getrennt von der Startzone. Halte dich an die Markierungen im Wasser.

10. Lido Mirabello in Bardolino
Das Lido Mirabello ist der lebhafte Gegenentwurf zur Cavalla, mitten in Bardolino am Ortsrand gelegen. Kies und Liegewiese, Bar, Restaurant, Bootsverleih und im Sommer Musik am Abend. Wer nicht nur baden, sondern auch etwas erleben will, ist hier an der richtigen Adresse.
Der Preis dafür ist Betrieb. An einem Augustsamstag steht hier Handtuch an Handtuch. Wer die Kulisse mag, aber Platz braucht, kommt vor zehn Uhr oder nach fünf.

11. Spiaggia San Sivino in Manerba del Garda
Am lombardischen Westufer, im Schutz der Rocca di Manerba, liegt die Bucht von San Sivino. Der Kies ist fein, der Einstieg flach, und über dem Ufer stehen Olivenhaine und Macchia statt Hotelzeilen. Das Gebiet gehört zur Riserva Naturale Rocca di Manerba e Sasso, einem Naturschutzgebiet mit 116,2 Hektar Land und 84,8 Hektar Wasserfläche.
Im geschützten Wasserteil dürfen sich nur Segel- und Ruderboote der Küste nähern, Motorboote bleiben draußen. Das merkst du sofort: Es ist deutlich stiller als anderswo am See.

12. Porto San Nicolò in Riva del Garda
Am kleinen Hafen Porto San Nicolò, östlich der Altstadt von Riva del Garda, liegt ein Kiesstrand direkt unter dem Monte Brione. Alte Bäume geben Schatten, was am Nordufer seltener ist, als man denkt, und der Blick geht über die ganze Länge des Sees nach Süden.
Der Platz ist bei Einheimischen beliebt und deshalb auch außerhalb der Hochsaison belebt. Vom Hafen starten Ausflugsboote, und die Uferpromenade führt in einer Viertelstunde zurück in die Altstadt.
13. Spiaggia dei Pini in Riva del Garda
Direkt neben der Sabbioni, nur durch eine Baumreihe getrennt, liegt die Spiaggia dei Pini. Der Name kommt von den Pinien, die bis ans Wasser reichen und den Platz an heißen Nachmittagen erträglich machen. Der Kies ist feiner als nebenan, der Einstieg etwas steiler.
Hier starten viele Wind- und Kitesurfer, weil der Wind in diesem Abschnitt am frühesten anspringt. Wer nur schwimmen will, hält sich an den südlichen Teil und geht dem Startbereich aus dem Weg.
14. Lido di Lugana in Sirmione
Das Lido di Lugana liegt an der Südseite der Halbinsel, benannt nach dem Weingebiet Lugana DOC, das sich landeinwärts anschließt. Die Gemeinde führt den Platz selbst, und er mischt Kies mit Sandaufschüttung und gepflegten Liegewiesen. Damit ist er einer der wenigen Plätze am See, an denen man tatsächlich barfuß ins Wasser kommt.
Von hier geht der Blick nach Süden auf das offene Becken, nicht auf die Berge. Wer Abendsonne sucht, ist an der Westseite besser aufgehoben, wer flaches Wasser braucht, hier.
15. Spiaggia Pacengo in Lazise
Pacengo ist der südliche Ortsteil von Lazise, gleich neben den Freizeitparks am Ostufer. Der Strand ist klein, der Einstieg extrem flach, und genau deshalb steht er auf jeder Liste für Familien mit Kleinkindern. Das Wasser bleibt hier über viele Meter kniehoch.
Gut zu wissen: Die Nähe zu Gardaland und Caneva sorgt dafür, dass der Platz an Regentagen leer und an Parkschließtagen voll ist. Ein Vormittag am Wasser und ein Nachmittag im Park lassen sich hier gut kombinieren.
16. Lido Cappuccini in Peschiera del Garda
Peschiera del Garda liegt dort, wo der Mincio den See verlässt, und ist von einer venezianischen Festungsmauer umgeben. Das Lido Cappuccini liegt nördlich davon: feiner Kies, viel Grün, Schatten und ein ruhiger Einstieg, weit genug vom Bahnhofstrubel entfernt.
Peschiera ist die einzige Gardasee-Gemeinde mit eigenem Fernbahnhof an der Strecke Mailänd–Venedig. Wer ohne Auto anreist, beginnt seinen Badeurlaub deshalb oft genau hier. Mehr zum Ort steht im Beitrag über die Sehenswürdigkeiten von Peschiera del Garda.

17. Spiaggia della Rocca in Manerba del Garda
Unterhalb des Felsrückens der Rocca zieht sich ein schmaler, steiniger Uferstreifen entlang, den die Einheimischen schlicht Strand von Manerba nennen. Er liegt im Naturschutzgebiet, ist nur zu Fuß erreichbar und bleibt deshalb auch im August überschaubar besucht.
Der Weg hinunter ist der Preis, der Blick von oben der Gewinn: Vom Felskopf siehst du über die Isola San Biagio bis nach Sirmione. Nimm Wasser mit, oben gibt es keinen Kiosk.
18. Spiaggia delle Lucertole in Limone sul Garda
Am steilen Westufer, wo die Felsen fast senkrecht in den See fallen, liegt bei Limone sul Garda die Spiaggia delle Lucertole, der Eidechsenstrand. Der Name passt: Man liegt hier auf warmem Gestein zwischen Felsblöcken, nicht auf einer Liegewiese. Das Wasser ist an dieser Stelle besonders klar und sehr schnell tief.
Gut zu wissen: Der Zugang führt über Stufen und ist nichts für Kinderwagen oder wacklige Knie. Wer den Abstieg schafft, hat dafür einen der stillsten Plätze am ganzen See. Der Radweg über dem Wasser bringt dich von Limone aus hin.

Was an den Stränden des Gardasees gilt
Eine einheitliche Badeordnung für den ganzen See gibt es nicht. Zuständig sind die Ufergemeinden, und die erlassen ihre eigenen Verordnungen zur Badesicherheit. Gesammelt werden sie bei der Gewässerbehörde des Sees, dem Consorzio Garda e Idro, das die örtlichen Bestimmungen veröffentlicht.
Praktisch heißt das: Die Grundregeln ähneln sich, die Details unterscheiden sich von Ort zu Ort. Hunde sind nur dort erlaubt, wo die Gemeinde einen Bereich dafür ausgewiesen hat. Grillen, Zelten und nächtliches Lagern sind an den meisten Ufern untersagt. Und wo Bojenketten das Wasser abteilen, gilt die Grenze auch für Schwimmer.
Was an deinem Strand erlaubt ist, steht auf der Tafel am Zugang. Sie ist die verbindliche Fassung, nicht das, was die Nachbarn tun. Bei Hunden, Booten und Schirmen lohnt der Blick besonders.
Eine Besonderheit ist das Westufer bei Manerba del Garda. Dort gehört nicht nur das Land zur Riserva Naturale Rocca di Manerba e Sasso, sondern auch ein Seeteil von 84,8 Hektar. In diesem Bereich dürfen sich ausschließlich Segel- und Ruderboote der Küste nähern. Verwaltet wird das Gebiet von der Gemeinde Manerba del Garda selbst.

Wie kommst du an die Strände am Gardasee?
Am entspanntesten mit dem Schiff. Die Navigazione Lago di Garda verbindet die Uferörter im Linienverkehr, und eine Tageskarte für den ganzen See kostet 39,50 €, ermäßigt 31,60 € und für Kinder von vier bis elf Jahren 20,00 €. Reicht dir ein Abschnitt, kostet die Tageskarte für Nord, Mitte, Ost oder West 23,50 €, für Ober- und Untersee zusammen 27,00 €. Einzelfahrten liegen je nach Zone zwischen 1,50 € und 17,50 €.
Mit der Bahn kommst du an den Gardasee über Peschiera del Garda an der Strecke von Mailand nach Venedig, über Desenzano del Garda am Südwestufer oder über Rovereto im Trentino. Von dort übernehmen Regionalbusse: ATV bedient das veronesische Ostufer, Trentino Trasporti den Norden, Arriva das lombardische Westufer.
Mit dem Auto ist die Anreise leicht und das Parken das Problem. In Riva del Garda betreibt die städtische APM die Anlagen: Von April bis Oktober kostet die Stunde tagsüber 2,00 €, nachts 0,50 €, mit Tagessätzen zwischen 10,00 € und 14,00 €. Von November bis März sinkt der Stundensatz auf 1,00 €. In den übrigen Orten setzt jede Gemeinde ihre eigenen Tarife, und im Hochsommer sind die ufernahen Plätze vor zehn Uhr belegt.
Die Altstadt von Sirmione ist eine verkehrsberuhigte Zone. Die Sommerregelung gilt 2026 vom 23. März bis zum 13. Oktober, der Zufahrtspunkt ist kameraüberwacht, und dein Kennzeichen muss vorher freigeschaltet sein. Ohne Genehmigung kostet die Einfahrt zwischen 83,00 € und 333,00 €. Stell das Auto in Colombare ab und geh die letzten Minuten zu Fuß.

Wann ist die beste Zeit zum Baden am Gardasee?
Die amtliche Badesaison läuft vom 1. Mai bis zum 30. September, und das ist auch der Zeitraum, in dem das Wasser überwacht wird. Zum Schwimmen taugt der See aber nicht auf ganzer Länge gleich lang. Das flache Südbecken wärmt sich früh auf, das tiefe Nordbecken bleibt bis in den Juni hinein kühl und ist dafür im September noch angenehm.
Der beste Kompromiss sind Juni und September. Im Juni ist das Wasser im Süden warm, die Parkplätze sind noch frei und die Lidos geöffnet. Im September ist der ganze See auf Temperatur, die Schulferien in Italien und im deutschsprachigen Raum sind vorbei, und die Schiffe fahren weiter nach Sommerfahrplan.
Der Juli und der August sind die vollen Monate. Das ist nicht nur ein Problem des Platzes: Wer im August um elf Uhr in Sirmione oder Malcesine ankommt, verbringt eine halbe Stunde mit der Parkplatzsuche. Wer denselben Tag um acht beginnt, hat das Wasser fast für sich und ist mittags im Schatten.

Die Tageskarte für einen Uferabschnitt schlägt jeden Parkplatz
Der teuerste Teil eines Badetags am Gardasee ist selten die Liege. Es ist die Zeit, die im Auto verloren geht. Wer stattdessen die Tageskarte für einen Uferabschnitt löst, für 23,50 € als Erwachsener und 12,00 € als Kind, kann an einem Tag drei Orte abfahren, an jedem aussteigen und im nächsten Schiff weiterfahren.
Das lohnt sich besonders am Ostufer zwischen Garda, Bardolino und Lazise, wo die Anleger mitten im Ort liegen und die Strände in Gehweite. Du badest morgens an der Cavalla, isst mittags in Lazise und siehst abends von Deck aus zu, wie die Sonne hinter dem Westufer verschwindet. Der Parkplatz bleibt an diesem Tag leer.
Was du über die Strände am Gardasee wissen solltest
Der Gardasee ist ein hervorragendes Badeziel und trotzdem kein Mittelmeer mit Bergblick. Fünf Punkte, die du vor der Buchung kennen solltest.
1. Sand ist die Ausnahme. Fast alle Strände sind Kies, oft grob. Wo von Sand die Rede ist, wurde er meistens aufgeschüttet. Badeschuhe lösen das Problem für drei Euro.
2. Das Wasser ist frisch. Der See wird bis 346 Meter tief, und das merkst du im Norden auch im Hochsommer. Wer es warm mag, badet im flachen Südbecken zwischen Sirmione, Peschiera und Desenzano.
3. Der Wind kommt täglich. Morgens weht die Pelér aus dem Norden, ab Mittag die Ora aus dem Süden. Für Surfer ist das ein Geschenk, für Sonnenschirme eine Zumutung. Plane den Vormittag für ruhiges Wasser ein.
4. Parken ist im August ein eigenes Thema. In Riva kostet die Stunde 2,00 €, anderswo mehr, und ab zehn Uhr ist ufernah kaum etwas frei. Die Antwort heißt Schiff, Bus oder eine sehr frühe Ankunft.
5. Sirmione lässt dich nicht mit dem Auto hinein. Die verkehrsberuhigte Zone gilt 2026 von März bis Oktober, das Bußgeld beginnt bei 83,00 €. Wer das weiß, parkt in Colombare und spart sich den Brief aus Italien.

Für wen lohnt sich welches Ufer?
Familien mit kleinen Kindern fahren ans Südufer. Zwischen Peschiera, Lazise und Sirmione sind die Einstiege am flachsten, das Wasser am wärmsten und die Wege am kürzesten.
Wassersportler gehören an den Nordzipfel. Riva del Garda, Torbole und Linfano liegen im verlässlichsten Wind Italiens, und die Verleiher stehen direkt am Wasser.
Ruhesuchende nehmen das lombardische Westufer. Manerba, San Felice und die Buchten unter der Rocca sind selbst im August erträglich, weil man dorthin ein Stück laufen muss.
Wer Ort und Strand zusammen will, bleibt am veronesischen Ostufer. In Garda, Bardolino und Lazise liegen Altstadt, Anleger und Badeplatz jeweils in Gehweite voneinander.
Fotografen fahren nach Sirmione und Malcesine. Die Felsplatten am Jamaica Beach im Abendlicht und die Burgkulisse von Malcesine sind die beiden Motive, die den See ausmachen.
Kombiniere die Strände mit Sirmione, Malcesine und der Riviera degli Ulivi
Ein Badeurlaub am Gardasee wird besser, wenn nicht jeder Tag am selben Kiesstreifen endet. Drei Kombinationen funktionieren besonders gut, und alle drei kommen ohne lange Autofahrten aus.
Im Süden verbindest du das Baden mit den Grotte di Catullo, den römischen Villenresten an der Spitze von Sirmione. Im Norden fährst du von Malcesine mit der Seilbahn auf den Monte Baldo und badest danach unterhalb der Burg. Und am Ostufer führt die Riviera degli Ulivi durch die Olivenhaine zwischen Garda und Torri del Benaco.
Wer einen Regentag überbrücken muss, hat zwei gute Ausweichziele: die Isola del Garda mit ihrer Villa und ihren Gärten, und den stillen Lago di Ledro oberhalb von Riva, an dem es sich ebenfalls baden lässt.

Unser Fazit: Der Gardasee badet besser, als sein Ruf vermuten lässt
Wer Sand erwartet, wird enttäuscht. Wer klares Wasser, kurze Wege und eine Bergkulisse sucht, findet am Gardasee eine Dichte an Badeplätzen, die kein anderer See Italiens bietet. Achtzehn davon stehen in diesem Guide, vom bewirtschafteten Lido bis zum Felsenzugang, an dem du allein liegst.
Preislich ist der See ehrlicher als sein Ruf. Der Zugang zum Wasser kostet fast überall nichts, und wer statt des Parkplatzes die Tageskarte für einen Uferabschnitt für 23,50 € löst, sieht an einem Tag mehr vom See als in einer ganzen Woche mit dem Auto.
Der nächste Schritt: Leg dich auf ein Ufer fest, bevor du buchst. Süden für Familien, Norden für Wind, Westen für Ruhe, Osten für Orte. Welche Orte am See sonst noch lohnen, steht im Gardasee Travel Guide.

Karte: Der Gardasee und seine Strände
FAQ - Häufig gestellte Fragen zu den Stränden am Gardasee
Preise, Öffnungszeiten und Fahrpläne können sich ändern. Prüfe die Angaben vor deiner Reise auf den offiziellen Seiten.
Quellen und weiterführende Infos
- ARPA Veneto, Balneazione: monitoraggio (abgerufen September 2026)
- Navigazione Lago di Garda, Tariffe (abgerufen September 2026)
- Comune di Sirmione, Regolamentazione della ZTL (abgerufen September 2026)
- APM Altogarda Parcheggi e Mobilità, mappa parcheggi e tariffe (abgerufen September 2026)
- Parchi Bresciani, Riserva Naturale Rocca di Manerba e Sasso (abgerufen September 2026)
- Consorzio Garda e Idro, disposizioni locali (abgerufen September 2026)












