Bologna – Zehn Jahre nach dem Tod von Umberto Eco eröffnet in Bologna eine Bibliothek, die das Vermächtnis des Schriftstellers und Semiotikers zugänglich macht. Die neue Umberto-Eco-Bibliothek versammelt mehr als 30.000 Bände aus dem Mailänder Wohn- und Arbeitshaus des Gelehrten und macht sie erstmals öffentlich nutzbar.
Untergebracht ist die Sammlung an der Universität Bologna, im frühen Flügel des Palazzo Poggi. Auf rund 600 laufenden Metern und in mehreren thematischen Räumen spiegelt der Bestand die außergewöhnliche Bandbreite von Ecos Interessen wider – von der mittelalterlichen Philosophie über Semiotik, Sprachwissenschaft und Literatur bis hin zu Comics und Populärkultur.
Umberto-Eco-Bibliothek: Was die Sammlung in Bologna enthält
Zu den Beständen zählen mehr als 2.000 von Eco verfasste oder herausgegebene Werke in zahlreichen Ausgaben und Übersetzungen sowie rund 600 Bände, die sich mit seinem Schaffen beschäftigen. Erhalten sind auch die vollständige Sammlung der Zeitschrift Linus, die er 1965 mitbegründete, mit Anmerkungen versehene Arbeitsexemplare seiner Romane und eine umfangreiche Abteilung zu Kabbala, Magie, Alchemie und Verschwörungstheorien.
Vor dem Umzug wurde die gesamte Sammlung Regal für Regal dokumentiert, um die von Eco selbst ersonnene Ordnung am neuen Standort zu bewahren. Die Bibliothek ist nach Voranmeldung für Recherche und Führungen zugänglich und dürfte zu einem Anziehungspunkt für Literaturfreunde und Forschende werden.



















