Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) warnt vor einem steigenden Gesundheitsrisiko in Europas Küstengewässern. Mit den sommerlichen Temperaturen breiten sich Vibrionen-Bakterien verstärkt aus. Diese können schwere Infektionen verursachen, insbesondere durch den Verzehr von rohen Meeresfrüchten oder den Kontakt mit offenen Wunden.
Wo die Gefahr lauert und was sie bewirkt
Vibrionen finden sich vor allem in der Ostsee, wo der geringe Salzgehalt ideale Bedingungen bietet. Doch auch in der Nordsee und anderen Küstengebieten Europas werden sie zunehmend entdeckt. Das ECDC erwartet eine weitere Ausbreitung durch die fortschreitende Erwärmung der Meere.
Infektionen mit Vibrionen können vielfältige Symptome hervorrufen. Durch den Verzehr kontaminierter Meeresfrüchte kommt es oft zu Durchfall, Erbrechen und Fieber. Gelangen die Bakterien über offene Wunden in den Körper, drohen schwere Hautinfektionen, die unbehandelt zu Blutvergiftung oder sogar Amputationen führen können. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Lebererkrankungen. Vibrionen können auch Cholera auslösen, wie vergangene Epidemien in Italien zeigten.
Einfache Schutzmaßnahmen
Das ECDC rät dringend zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
- Keine rohen oder unzureichend gegarten Muscheln und Meeresfrüchte essen. Alles gut durchgaren!
- Bei offenen Wunden, Piercings oder Schnitten das Schwimmen in Salz- oder Brackwasser meiden oder die Stelle wasserdicht abdecken.
- Bei zufälligem Kontakt mit Meerwasser trotz Hautverletzungen die betroffene Stelle sofort mit sauberem Süßwasser spülen.
Diese einfachen Regeln helfen, sich in der Sommersaison vor Vibrionen-Infektionen zu schützen.




















