Bozen – Der Südtiroler Landtag hat einem Beschlussantrag des Team K zugestimmt, der die Förderung von Sanierungen zum Schutz vor Radon in privaten Wohnungen vorsieht. Die Landesregierung ist nun beauftragt, bestehende und neue Fördermöglichkeiten zu prüfen und ein entsprechendes Modell für betroffene Haushalte zu erarbeiten.
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Gas, das aus dem Boden in Gebäude eindringen und sich in Innenräumen anreichern kann. Eine langfristige Belastung erhöht nachweislich das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Die Weltgesundheitsorganisation zählt Radon nach dem Rauchen zu den wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs.
Finanzielle Unterstützung für Sanierungen
Die Team-K-Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder äußerte sich erfreut über die Zustimmung des Landtags. Sie betonte, dass erhöhte Radonwerte in Wohnräumen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellten. Wer davon betroffen sei, müsse entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen können, doch notwendige Sanierungen könnten schnell mit erheblichen Kosten verbunden sein.
Erst im Jahr 2026 hatte die Landesregierung erstmals Radonrisikogebiete in Südtirol ausgewiesen. Ob ein einzelnes Gebäude tatsächlich betroffen ist, lässt sich allerdings nur durch eine Messung feststellen. Je nach Höhe der Belastung und den baulichen Gegebenheiten können einfache Maßnahmen ausreichen oder umfangreichere Sanierungsarbeiten notwendig werden.
Maria Elisabeth Rieder hob hervor, dass niemand aus finanziellen Gründen auf notwendige Schutzmaßnahmen verzichten müssen sollte. Wer in seiner Wohnung mit einer erhöhten Radonbelastung konfrontiert sei, dürfe mit den Kosten einer Sanierung nicht allein gelassen werden. Mit dem angenommenen Beschlussantrag sei ein wichtiger Schritt gesetzt worden, damit künftig gezielte Förderungen für betroffene Haushalte möglich werden.




















