Brixen – Carabinieri und Finanzwache haben in Brixen einen mutmaßlichen Betrug mit Firmenkraftstoffkarten aufgedeckt und dabei Bargeld in Höhe von 41.050 Euro beschlagnahmt. Zwei Personen wurden angezeigt.
Fingierte Tankbuchungen auf Kosten eines Unternehmens
Die Ermittlungen liefen seit Juni unter dem Namen Karburant. Das Operative Nucleus der Carabinieri Brixen führte sie gemeinsam mit dem Ermittlungsnucleus Bozen und der Finanzwache Brixen durch. Grundlage für die Durchsuchungen und Beschlagnahmungen war ein Beschluss der Staatsanwaltschaft beim Landesgericht Bozen. Laut Mitteilung soll ein Fahrer eines Handels- und Lebensmittelunternehmens aus den Fahrzeugen im Betriebsdepot vorübergehend die Kraftstoffkarten entwendet haben. Anschließend soll der Betreiber einer Tankstelle in Klausen auf dem POS-System fiktive Dieselabgaben und nie stattgefundene Käufe des Zusatzstoffs AdBlue verbucht haben. Die daraus entstandenen Buchungen wurden dem geschädigten Unternehmen in Rechnung gestellt. Den bisher festgestellten Schaden bezifferten die Ermittler auf rund 20.000 Euro, die Überprüfungen dauern noch an. Den mutmaßlichen Gewinn sollen die beiden Beschuldigten in bar aufgeteilt haben.
Bargeld in Büchern, Dachboden und Weinkisten versteckt
Bei der Durchsuchung der Tankstelle fanden die Beamten das Bargeld an mehreren Verstecken: in einem Tresor, zwischen den Seiten von Büchern, in Kartons auf dem Dachboden und in Weinkisten. Da die Verdächtigen die legale Herkunft der Summe nicht belegen konnten, ordneten die Behörden den Präventivbeschlag an. Gleichzeitig überprüfte die Finanzwache die physischen und buchhalterischen Kraftstoffbestände der Tankstelle auf weitere mögliche steuerliche Unregelmäßigkeiten. Einem Fahrer mit bosnisch-herzegowinischer Staatsbürgerschaft und dem albanischstämmigen Tankstellenbetreiber wird gemeinschaftlicher Betrug sowie der unberechtigte Einsatz bargeldloser Zahlungsmittel vorgeworfen. Beide gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.




















