Rom – Das anhaltende Unwetter hat in Apulien tragische Folgen nach sich gezogen. Zwei Menschen kamen durch extremen Wind ums Leben. In Tarent starb ein 38-jähriger Arbeiter, als ein Lichtmast auf seinen Arbeitskorb stürzte. In Bisceglie wurde ein zwölfjähriges Mädchen auf der Straße von einem umstürzenden Baum erschlagen und erreichte das Krankenhaus nur noch leblos. Für Apulien gilt bis heute Abend um 20 Uhr eine gelbe Warnstufe wegen stürmischer Winde aus südlichen Richtungen, die teils Orkanstärke erreichen können.
Sturmschäden und Hochwasserschutz
Auch in anderen Teilen des Landes sorgt das Extremwetter für Ausnahmezustände. In Venedig wurden bereits am gestrigen Abend alle Flutwehre des Mose-Projekts hochgefahren, um die Lagunenstadt vor einem erwarteten Hochwasserscheitel von 95 Zentimetern zu schützen. Starke Bora-Winde hatten die Lage an der Küste unerwartet verschärft. Auf Sizilien, insbesondere im Raum Messina, rückte die Feuerwehr zu über 40 Einsätzen aus. Der kräftige Schirokko entwurzelte Bäume und fachte zudem Brände nahe der Autobahn Messina-Palermo an, die von den Einsatzkräften gelöscht werden mussten.
Saharastaub und weitere Prognosen
Ein besonderes Phänomen prägt derzeit das Himmelsbild: Wüstenstaub aus der Sahara. Während sich der Himmel über Mailand orange färbte und in Rom starker Dunst in der Luft liegt, kommt es in Kombination mit Niederschlägen zu sogenannten „schmutzigen Regenfällen“. Der Staub sorgt zudem für eine akustische Dämpfung, wodurch Donner bei Gewittern leiser wirken. Der nationale Zivilschutz hat für neun Regionen – darunter Umbrien, Molise und Gebiete von den Abruzzen bis ins Aostatal – die gelbe Warnstufe ausgerufen. Besonders im Nordwesten werden heute Regenmengen von bis zu 90 Millimetern sowie in höheren Lagen starker Schneefall erwartet. Ab dem morgigen Mittwoch soll die intensivste Phase vorüber sein, wenngleich es im Zentrum und Süden weiterhin wechselhaft bleibt.




















