In Rom hat sich am Freitagmorgen ein schweres Unglück ereignet. Gegen acht Uhr kam es im Stadtviertel Villa De Sanctis zu einer massiven Explosion an einer Tankstelle für Benzin und Flüssiggas in der Via dei Gordiani. Zuvor war in der Umgebung ein starker Gasgeruch wahrnehmbar gewesen. Nach der ersten Detonation brach ein Feuer aus, gefolgt von einer weiteren Explosion, die eine dichte Rauchwolke und Flammen verursachte, die in mehreren Teilen der Stadt sichtbar waren.
Am Unglücksort waren zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz, darunter Feuerwehrleute, freiwillige Helfer des Zivilschutzes, Staatspolizisten, Carabinieri und Beamte der lokalen Polizeieinheit Prenestino. Nach bisherigen Informationen wurden mindestens zwanzig Menschen verletzt, einige davon schwer. Viele der Verletzten erlitten Verbrennungen.
Die Anwohner suchten zunächst Schutz im nahegelegenen Sportzentrum und zogen sich dann weiter in einen angrenzenden Park zurück. Zu den Verletzten zählen mindestens ein Feuerwehrmann, mehrere Rettungssanitäter und acht Polizisten. Auch Passanten und Bewohner der benachbarten Via Romolo Balzani wurden verletzt. Rund vierzig Menschen mussten aus einem von den Flammen erfassten Gebäude gerettet werden.
Etwa eine halbe Stunde nach Eintreffen der ersten Rettungskräfte wurde der städtische Notfallplan aktiviert. Es wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Alle Notaufnahmen der Stadt wurden informiert, um sich auf eine größere Zahl von Verletzten vorzubereiten.
Nach vorliegenden Angaben wurde in mehreren Krankenhäusern, darunter dem Casilino, San Giovanni, Umberto I. sowie dem Universitätsklinikum Gemelli, der sogenannte „Peimaf“-Plan ausgelöst. Dieser regelt Abläufe und Ressourcen für die Behandlung zahlreicher Verletzter, wie es nach Katastrophen oder größeren Unglücken erforderlich ist. Direkt vor Ort richteten die Rettungskräfte zudem zwei medizinische Versorgungsstellen ein, um schnell Erste Hilfe leisten zu können.
Die genaue Ursache der Explosion ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen. Es wird geprüft, ob die aktuellen hohen Temperaturen in Rom eine Rolle gespielt haben könnten. Die Straße musste großräumig abgesperrt werden, wodurch es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam.




















