Sora – Ein gewaltsamer Zwischenfall hat am Samstagmorgen für großes Aufsehen in der Provinz Frosinone gesorgt. Vor dem Staatlichen Kunstgymnasium „Antonio Valente“ in der Via Lucarelli wurde ein Schüler Opfer eines gezielten Angriffs. Der Vorfall ereignete sich gegen 10:15 Uhr, als die Schüler gerade das Gebäude betreten wollten oder sich in den Pausenbereichen aufhielten.
Nach ersten Rekonstruktionen durch die Carabinieri der Kompanie Sora ging der Tat ein kurzer, aber sehr intensiver Wortwechsel zwischen dem Schüler und einem unbekannten jungen Mann voraus. Die Situation eskalierte innerhalb weniger Augenblicke völlig. Der Angreifer zückte plötzlich ein Messer, hielt es dem Schüler zunächst an die Kehle und verletzte ihn schließlich im Bereich des Halses.
Eskalation vor den Augen der Mitschüler
Besonders erschreckend: Die Tat geschah unter den Augen zahlreicher Mitschüler und Passanten, die fassungslos Zeugen der Gewalt wurden. Nach einem kurzen Handgemenge gelang es dem Täter, sich vom Opfer loszureißen und in den umliegenden Straßen unterzutauchen, noch bevor die alarmierten Sicherheitskräfte eintrafen.
Der verletzte Jugendliche wurde umgehend in die Notaufnahme des Krankenhauses von Sora gebracht. Die Mediziner stellten dort glücklicherweise fest, dass die Wunde am Hals nicht lebensgefährlich ist. Es handelt sich demnach um eine tiefe Schürfwunde bzw. Schnittverletzung, die eine Heilungsdauer von etwa zehn Tagen erfordert. Dennoch sitzt der Schock bei dem betroffenen Schüler und der gesamten Schulgemeinschaft tief.
Ermittlungen und Fahndung laufen
Die Carabinieri haben die Ermittlungen am Tatort sofort aufgenommen und den Bereich weiträumig abgesperrt. Aktuell konzentriert sich die Arbeit der Ermittler auf die Befragung von Augenzeugen, die eine detaillierte Beschreibung des Angreifers liefern könnten.
Parallel dazu werden die Aufnahmen der öffentlichen und privaten Videoüberwachungssysteme in der Via Lucarelli und den angrenzenden Fluchtwegen gesichtet. Die Polizei prüft zudem, ob es eine Vorgeschichte zwischen dem Opfer und dem Täter gibt oder ob es sich um eine Zufallsbegegnung handelte. Das Motiv für den Streit, der beinahe in einer Tragödie geendet wäre, ist derzeit noch völlig unklar.




















