Mailand – Italien erlebt derzeit einen krassen klimatischen Kontrast, der das Land in zwei Hälften teilt. Während sich Wintersportler in den Höhenlagen über ordentlich Zuwachs freuen dürfen, sorgt eine ungewöhnliche Warmluftströmung in anderen Landesteilen für Temperaturen, die deutlich über dem saisonalen Durchschnitt liegen. Laut aktuellen Daten der Meteorologen wird dieses Wochenende besonders im Nordwesten und im äußersten Süden unbeständig, mit teils heftigen Niederschlägen.
Meterweise Neuschnee in den Westalpen
Besonders die Westalpen stehen vor einem massiven Wintereinbruch. In den kommenden vier Tagen werden in den Hochlagen enorme Schneemengen erwartet, die örtlich die Metermarke überschreiten könnten. In den klassischen Skigebieten des Piemonts, etwa auf 1500 Metern Höhe, rechnen Experten mit durchschnittlich 40 bis 50 Zentimetern Neuschnee. Dies sorgt zwar für perfekte Pistenbedingungen, erhöht jedoch gleichzeitig die Lawinengefahr in den betroffenen Regionen. Während der Nordwesten mit Regen in den Tälern und Schnee am Berg kämpft, bleibt es in Mittelitalien zunächst weitgehend freundlich und trocken.
Sturmwarnung und drohende Kältepeitsche
Die Ruhe im Süden und auf den großen Inseln ist jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits für Sonntagabend und den Wochenbeginn kündigt sich eine Verschlechterung der Lage an. Vor allem auf Sizilien und in Kalabrien wird ein kräftiger Scirocco-Wind erwartet, der sich zu schweren Stürmen auswachsen kann. Meteorologen warnen vor extremen Sturmfluten an den ionischen Küsten am Montag und Dienstag.
Doch die größte Überraschung hält der Wetterbericht für das Ende des Monats bereit. Nach der aktuellen milden Phase deutet alles auf einen massiven Einbruch sibirischer Kaltluft hin. Diese „Kältepeitsche“ könnte ganz Europa und somit auch Italien erfassen und die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt drücken. Wer also jetzt noch die milden Strahlen im Zentrum genießt, sollte sich schon einmal auf einen harten Winterausklang vorbereiten.



















