
Mailand – Wer vom Dom durch die Fußgängerzone nach Nordwesten geht, steht nach einer Viertelstunde vor einem Turm aus rotem Backstein. Dahinter liegt das Castello Sforzesco, die Burg, die der Mailänder Stadtherr Galeazzo II. Visconti ab 1360 bauen ließ und der Heerführer Francesco Sforza ab 1450 zur Residenz seiner Herzogsfamilie machte. Heute zeigt die Stadt Mailand hier ihre Kunstsammlungen, darunter Michelangelos letzte Skulptur, die Pietà Rondanini: Ein Ticket für alle Museen kostet 10,00 €, geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17.30 Uhr, und die Höfe der Burg betrittst du jeden Tag ohne Eintritt.
Hier erfährst du, was hinter dem Torturm steckt, welche Meisterwerke in den Museen auf dich warten, was du auf den Wehrgängen siehst und wie du ohne Umwege hinkommst. Einen Überblick über die übrigen Höhepunkte der Stadt gibt unser Guide zu den Sehenswürdigkeiten in Mailand, alle Ziele der Region sammelt der Lombardei Travel Guide.
Das Castello Sforzesco in Zahlen
Das Castello Sforzesco gehört der Stadt Mailand und beherbergt ihre Kunstsammlungen, die Civiche Raccolte d’Arte. Ein Ticket gilt für alle Museen der Burg einschließlich der Pietà Rondanini, für die Wehrgänge zahlst du extra. Die Höfe sind frei zugänglich.
Stand: Oktober 2026 · Angaben laut Castello Sforzesco (Comune di Milano).
Was ist das Castello Sforzesco?
Das Castello Sforzesco ist die Burg der beiden Familien, die Mailand im späten Mittelalter und in der Renaissance regierten, erst der Visconti, dann der Sforza. Den Anfang machte Galeazzo II. Visconti, der zwischen 1360 und 1370 eine Festung über die mittelalterliche Stadtmauer setzen ließ, an der Porta Giovia, einem kleinen Stadttor. Seine Nachfolger bauten sie zu einem quadratischen Schloss mit rund 180 Metern Seitenlänge und vier Ecktürmen aus, dem größten, das die Visconti je errichteten. Als 1447 Filippo Maria, der letzte Visconti, ohne Sohn starb, riefen die Mailänder die Repubblica Ambrosiana aus, eine kurzlebige Stadtrepublik, und beschädigten Teile der verhassten Burg.
Am 25. März 1450 ließ sich der Heerführer Francesco Sforza, Schwiegersohn des letzten Visconti, zusammen mit seiner Frau Bianca Maria Visconti als neuer Herr der Stadt feiern und baute die Burg sofort wieder auf. Ab 1452 plante der Florentiner Architekt Antonio Averulino, genannt Filarete, die Front zur Stadt mit dem hohen Torturm. Er wurde bald abgezogen, und der Militärbaumeister Bartolomeo Gadio setzte zwei runde Ecktürme davor, verkleidet mit grauen, spitz behauenen Steinquadern. Sie beherrschen bis heute die Piazza Castello, den halbrunden Platz vor der Burg.
Ab 1468 wohnte Galeazzo Maria Sforza, Francescos ältester Sohn, mit seiner Frau Bona di Savoia im Castello. In wenigen Jahren entstanden die Rocchetta, der befestigte Kern der Anlage, und die Corte Ducale mit den Wohnräumen des Herzogs. Sein Bruder Ludovico Sforza, genannt il Moro, holte später den Architekten Donato Bramante und Leonardo da Vinci an einen Hof, der zu den prächtigsten Europas zählte. 1499 rückten die Franzosen an, Ludovico floh. Danach diente das Castello über drei Jahrhunderte lang fremden Truppen als Kaserne, von den Spaniern ab 1535 bis zu den Österreichern, die 1859 abzogen.

Der Torre del Filarete ist ein Turm von 1905
Der Torre del Filarete, der Torturm, durch den du das Castello betrittst, ist jünger, als er aussieht. Filarete hatte ihn 1452 entworfen, ausgeführt haben ihn lombardische Baumeister. Unter den Franzosen diente er als Pulverlager, und im Juni 1521 explodierte er und stürzte ein. Fast vier Jahrhunderte lang stand die Burg danach ohne ihren Torturm da.
Den heutigen Turm baute der Mailänder Architekt Luca Beltrami, der die verfallene Kaserne ab 1893 restaurierte und zum Museum machte. Als Vorlage dienten ihm alte Dokumente, ein Gemälde aus dem Umkreis Leonardos, die Madonna Lia, die heute in der Gemäldegalerie der Burg hängt, und eine Wandritzung in einem Gutshof vor der Stadt, der Cascina Pozzobonelli. 1895 ließ Beltrami ein Holzmodell in Originalgröße aufstellen, am 24. September 1905 wurde der Turm eingeweiht und König Umberto I. gewidmet, der fünf Jahre zuvor in Monza ermordet worden war.
Schau beim Durchgehen nach oben. In der Nische an der Turmfront steht der heilige Ambrosius, der Stadtpatron Mailands, als Statue des Bildhauers Luigi Secchi, daneben die gemalten Wappen der Sforza-Herzöge von Francesco bis Francesco II. Weiter oben sitzt eine Uhr mit Strahlensonne, einem Zeichen der Sforza. Bei der jüngsten Restaurierung kamen an der achteckigen Laterne die eingemeißelten Namen der acht Winde zum Vorschein: Beltrami hatte den Bau offenbar als Turm der Winde gedacht. Im Torturm liegt heute auch der Infopoint des Castello, rechts, wenn du von der Piazza Castello kommst.

Drei Höfe, die du ohne Ticket betrittst
Die Höfe kosten nichts und stehen täglich von 7 bis 19.30 Uhr offen. Hinter dem Torturm öffnet sich der Cortile delle Armi, der Waffenhof, eine weite Rasenfläche, die Beltrami umfassend restauriert hat. An seinem Rand liegen spätrömische Sarkophage aus dem 3. und 4. Jahrhundert und Bruchstücke abgerissener Mailänder Bauten, ein kleines Freilichtmuseum der verlorenen Stadt. Im selben Hof steht das Ospedale Spagnolo, das Spital der spanischen Garnison, in dem heute die Pietà Rondanini zu sehen ist. Im Sommer bespielt die Stadt den Hof mit Estate al Castello, ihrem Freiluftprogramm, 2026 vom 12. Juni bis zum 9. September mit bis zu 2.300 Plätzen.
Ein Durchgang führt über den alten Graben der Stadtmauer, den fossato morto, in die Corte Ducale, den Hof der Herzöge. Den Portikus baute der Architekt Benedetto Ferrini 1473, die Mailänder nennen ihn Portico dell’Elefante nach dem verblassten Fresko eines Elefanten an der Wand. Eine Treppe mit niedrigen Stufen erlaubte es Galeazzo Maria Sforza, zu Pferd in seine Räume im Obergeschoss zu reiten. Gleich daneben liegt die Rocchetta, die Festung in der Festung. Nachdem Galeazzo Maria am 26. Dezember 1476 einer Verschwörung zum Opfer gefallen war, zog sich seine Witwe Bona dorthin zurück und ließ den hohen Torre di Bona errichten, von dem aus sie die ganze Burg überblickte.
Auf der Rückseite der Burg beginnt der Parco Sempione, 47 Hektar Rasen, Bäume und Wege, die der Architekt Emilio Alemagna zwischen 1890 und 1893 als englischen Landschaftsgarten anlegte. Er reicht bis zum Arco della Pace, dem Friedensbogen aus dem 19. Jahrhundert. Mehr über die grüne Lunge hinter dem Castello liest du in unserem Beitrag über den Parco Sempione.

Was zeigen die Museen im Castello Sforzesco?
Im Castello liegen die Civiche Raccolte d’Arte, die Kunstsammlungen der Stadt Mailand, verteilt auf acht Museen, die du mit einem einzigen Ticket besuchst. Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss der Corte Ducale im Museo d’Arte Antica, dem Museum für alte Kunst. Rund 400 Skulpturen und Bauteile aus Klöstern, Stadttoren und Palästen erzählen hier mehr als tausend Jahre Mailänder Geschichte, vom 5. bis zum 16. Jahrhundert. Das eindrucksvollste Stück ist das Grabmal des Stadtherrn Bernabò Visconti, geschaffen vom Bildhauer Bonino da Campione und seiner Werkstatt um 1360 bis 1385: Das Reiterstandbild ist aus einem einzigen Block Marmor gehauen und trägt noch Spuren seiner Vergoldung. In der Armeria, der Waffenkammer, hängen Waffen vom späten 14. bis zum 19. Jahrhundert.
Die Pinacoteca: von Filippo Lippi bis Canaletto
Ebenfalls in der Corte Ducale liegt die Pinacoteca, die Gemäldegalerie mit Mailänder und lombardischer Malerei vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, ergänzt um Bilder aus Venetien und Flandern. Zu den frühesten Werken zählt die Madonna dell’Umiltà des Florentiner Malers Filippo Lippi, 1429 bis 1432 gemalt und ursprünglich in der Kirche Santa Maria del Carmine in Florenz. Andrea Mantegna, der große Renaissancemaler aus Padua, signierte seine Altartafel mit der Madonna in der Glorie am 15. August 1497 für die Kirche Santa Maria in Organo in Verona, seit 1935 gehört sie dem Castello. Von dem Venezianer Giovanni Bellini stammt eine Madonna mit Kind aus der Zeit vor 1470, von Canaletto, dem Maler der Venedig-Ansichten, ein Blick über die Hafenmole von San Marco mit der Säule des heiligen Markus, um 1735 entstanden.
Zur Corte Ducale gehören außerdem das Museo dei Mobili e delle Sculture Lignee, das Museum für Möbel und Holzskulpturen, mit dem Stipo Passalacqua, einem Kabinettschrank von 1613 mit Elfenbeinfiguren der fünf Sinne, und im Untergeschoss die Galleria Antico Egitto, die ägyptische Sammlung mit dem Fragment eines Totenbuchs aus dem Neuen Reich. In der Rocchetta geht es nach oben weiter. Auf dem Weg durch das Museum der Musikinstrumente hängen in der Sala della Balla, einem großen Saal im ersten Stock, die zwölf Monatsteppiche der Mailänder Adelsfamilie Trivulzio, entworfen vom lombardischen Maler Bramantino und 1509 vollendet. Gleich daneben steht das Studio di Fonologia des italienischen Rundfunks RAI, in dem die Komponisten Luciano Berio und Bruno Maderna ab 1955 die ersten Versuche mit elektronischer Musik in Italien unternahmen. Darüber folgt das Museo delle Arti Decorative, das Museum für angewandte Kunst.

Pietà Rondanini: Michelangelos letzte Skulptur
Die Pietà Rondanini ist die letzte Arbeit des Bildhauers Michelangelo Buonarroti. Er begann den Marmorblock vermutlich zwischen 1553 und 1555 und arbeitete in seinen letzten zehn Lebensjahren immer wieder daran: Er verschlankte den Körper Christi, setzte den Kopf tiefer und änderte die Arme. Nach den Briefen seines Schülers Daniele da Volterra meißelte er noch wenige Tage vor seinem Tod im Februar 1564 an der Figur, mit 89 Jahren. Die Gruppe ist 1,96 Meter hoch und zeigt Maria, die ihren toten Sohn im Stehen hält, nicht auf dem Schoß wie in Michelangelos früher Pietà im Petersdom.
Nach Michelangelos Tod verlor sich die Spur der Skulptur. Sicher belegt ist sie erst wieder 1807, im Verzeichnis der Kunstschätze der römischen Adelsfamilie Rondinini, die ihr den Namen gab. Weil ein Gutachter sie für ein modernes Werk hielt, beachtete sie lange kaum jemand. 1952 kaufte die Stadt Mailand die Pietà. Bis 2015 stand sie in einer Steinnische im Museo d’Arte Antica, seit dem 2. Mai 2015 hat sie ein eigenes Museum im Ospedale Spagnolo. In diesem Saal, an dessen Gewölbe die Verse des Glaubensbekenntnisses stehen, pflegten die Spanier im 16. Jahrhundert kranke und pestkranke Soldaten.
Die Pietà ist im Museumsticket enthalten. Das Museum hat eine eigene Kasse: Du kannst dein Ticket dort oder an der Hauptkasse kaufen und mit derselben Karte beide Bereiche besuchen.

Sala delle Asse: Leonardos gemalte Laube
Leonardo da Vinci lebte von 1482 bis 1499 in Mailand, im Dienst von Ludovico il Moro. Im Castello hinterließ er die Sala delle Asse, den Saal im Erdgeschoss des Torre Falconiera, eines quadratischen Turms der Corte Ducale. Belegt ist, dass Leonardo im April 1498 Räume der Burg ausmalte. Er verwandelte den geschlossenen Saal in eine Laube: Maulbeerbäume wachsen die Wände hinauf, ihre Äste verflechten sich unter dem Gewölbe zu einem dichten Dach, durch das nur Stücke des Himmels scheinen, zusammengehalten von einer durchlaufenden Kordel.
Was du heute siehst, stammt nur zum Teil von Leonardo selbst. Wiederentdeckt wurde die Malerei 1893 und 1894, kurz darauf übermalte ein Restaurator die ganze Decke, und erst 1954 wurde diese Schicht größtenteils wieder entfernt. Als eigenhändig gelten vor allem die einfarbigen Zeichnungen an der Wand: Wurzeln, die Felsen sprengen, und eine Landschaft. Derzeit wird der Saal restauriert und ist für Besucher geschlossen. Einen Eindruck geben vier digitale Ausstellungen auf der Seite des Museums.
Leonardos Spuren im Castello reichen weiter: Die Biblioteca Trivulziana, die historische Bibliothek der Stadt in der Burg, bewahrt den Codice Trivulziano, ein Notizbuch, in das er rund 8.000 Wörter schrieb, um seinen Wortschatz zu erweitern. Sein berühmtestes Mailänder Werk liegt nicht weit entfernt: Wie du das Letzte Abendmahl in der Kirche Santa Maria delle Grazie besuchst, liest du in unserem eigenen Beitrag.
Merlate und Sotterranei: Wehrgänge und verborgene Gänge
Abseits der Museen kannst du auf die Mauern steigen. Die Merlate Panoramiche, ein Abschnitt der Wehrgänge hinter den Zinnen, begehst du ohne Führung: dienstags bis sonntags ab 10 Uhr, letzter Einlass um 17 Uhr. Das Ticket kostet 10,00 €, ermäßigt 5,00 €, und ist nicht im Museumseintritt enthalten. Eingelassen wird in Gruppen von höchstens 25 Personen, begleitet vom Aufsichtspersonal. Ein eigener Aufzug bringt auch Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen hinauf. Von oben verstehst du, wie die Festung verteidigt wurde, und siehst über die Dächer der Stadt. Die Zinnen selbst hat Beltrami ab 1893 nach alten Ansichten rekonstruiert.
Tiefer in die Verteidigung führen zwei Touren von Ad Artem, dem offiziellen Führungsdienst der Stadt im Castello. Die Tour delle Merlate führt 90 Minuten über Wehrgänge und Türme. Die Tour nei Sotterranei geht durch die Strada coperta della Ghirlanda, einen Gang mit 2,80 Meter hohem Ziegelgewölbe in der äußeren Grabenmauer, durch den Soldaten die Burg ungesehen verlassen konnten. Beide kosten 18,00 €, ermäßigt 15,00 €, laufen auf Italienisch und sind für Kinder ab acht beziehungsweise ab zehn Jahren. Im Oktober und November 2026 finden sie samstags und sonntags statt.

Was kostet der Eintritt ins Castello Sforzesco?
Für die Museen brauchst du ein einziges Ticket. Es kostet 10,00 € und gilt den ganzen Tag für alle Sammlungen einschließlich der Pietà Rondanini und der ägyptischen Abteilung, mit je einem Eintritt pro Bereich. Studierende, Besucher ab 65 Jahren und EU-Bürger von 18 bis 25 Jahren zahlen 5,00 €, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Am ersten Sonntag im Monat kommen alle umsonst hinein, am zweiten Dienstag alle bis 25 Jahre. Auch mit freiem Eintritt brauchst du ein Ticket: Online wählst du dafür die Kategorie ingresso omaggio, die Freikarte.
Eintritt ins Castello Sforzesco
Alle Preise gelten pro Person. Gruppen ab zehn Personen erhalten 20 % Rabatt auf das Museumsticket.
| Angebot | Preis |
|---|---|
| Museen mit Pietà Rondanini | 10,00 € |
| Ermäßigt: Studierende, ab 65, EU-Bürger von 18 bis 25 Jahren | 5,00 € |
| Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren | frei |
| Merlate Panoramiche, Wehrgang ohne Führung | 10,00 € · ermäßigt 5,00 € |
| Tour delle Merlate oder Tour nei Sotterranei, 90 Minuten | 18,00 € · ermäßigt 15,00 € |
| Museumsführung am Wochenende, mit Ticket | 20,00 € |
| Audioguide | 5,00 € |
| Tourist Museum Card, drei Tage alle städtischen Museen | 20,00 € |
Wer ein Jahr lang in Mailands städtische Museen will, nimmt die Milano Museo Card für 15,00 €. Mit dem Abbonamento Musei Lombardia, dem Jahrespass für Museen in der Lombardei, ist der Eintritt frei, das Gratisticket gibt es dann aber nur an der Kasse.
Stand: Oktober 2026 · Angaben laut Castello Sforzesco (Comune di Milano) und Ad Artem.
Die Museen öffnen dienstags bis sonntags von 10 bis 17.30 Uhr. Letzter Einlass in jeden Bereich ist um 16.30 Uhr, dann schließt auch die Kasse. Geschlossen ist montags sowie am 25. Dezember, 1. Januar und 1. Mai. Die Höfe stehen dagegen jeden Tag von 7 bis 19.30 Uhr offen, der Infopoint im Torre del Filarete hilft dienstags bis sonntags von 9.30 bis 17.30 Uhr weiter.
Wann das Castello Sforzesco geöffnet hat
Einzelne Säle können kurzfristig schließen, aktuelle Hinweise stehen auf der Seite des Museums.
| Bereich | Zeiten |
|---|---|
| Museen | Di bis So 10 bis 17.30 Uhr |
| Kasse und letzter Einlass | 16.30 Uhr |
| Höfe | täglich 7 bis 19.30 Uhr |
| Merlate Panoramiche | Di bis So 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass |
| Infopoint im Torre del Filarete | Di bis So 9.30 bis 17.30 Uhr |
| Museen geschlossen | montags, 25. Dezember, 1. Januar, 1. Mai |
| Eintritt frei | erster Sonntag im Monat, zweiter Dienstag bis 25 Jahre |
Stand: Oktober 2026 · Angaben laut Castello Sforzesco (Comune di Milano).

Wie kommst du zum Castello Sforzesco?
Das Castello liegt an der Piazza Castello am Nordwestrand der Altstadt und innerhalb der Area C, der gebührenpflichtigen Umweltzone im Zentrum. Am schnellsten bist du mit der Metro des Mailänder Verkehrsbetriebs ATM da: Die rote Linie M1 hält an Cairoli, 200 Meter von der Kasse, die grüne M2 an Lanza, 240 Meter entfernt. Beide Linien halten auch an Cadorna, wo der Bahnhof Milano Cadorna liegt. Von dort fährt der Flughafenzug Malpensa Express in 37 Minuten zum Terminal 1 des Flughafens Malpensa. In der Nähe halten außerdem die Trams 1, 2, 4, 12 und 14 sowie die Busse 50, 57, 58 und 85.
Vom Dom gehst du rund einen Kilometer, etwa eine Viertelstunde, durch die Fußgängerstraße Via Dante. Ein ATM-Einzelfahrschein kostet 2,20 € und gilt 90 Minuten, die Tageskarte 7,60 €. Mit dem Auto zahlst du für die Area C montags bis freitags von 7.30 bis 19.30 Uhr 7,50 € pro Tag, am Wochenende und an Feiertagen ist die Zone frei.
So kommst du zum Castello Sforzesco
Die Hauptkasse liegt am Eingang des Museo d’Arte Antica in der Corte Ducale, die Kasse der Pietà Rondanini im Ospedale Spagnolo.
| Verbindung | Weg, Dauer oder Preis |
|---|---|
| Metro M1 bis Cairoli | rund 200 m zur Kasse |
| Metro M2 bis Lanza | rund 240 m zur Kasse |
| Ab Hauptbahnhof Milano Centrale: M2 bis Lanza | ohne Umsteigen |
| Ab Flughafen Linate: M4 bis San Babila, dann M1 bis Cairoli | einmal umsteigen |
| Malpensa Express bis Milano Cadorna | 15,00 €, 37 Minuten ab Terminal 1 |
| ATM-Einzelfahrschein und Tageskarte | 2,20 € für 90 Minuten · 7,60 € |
| Zu Fuß ab Dom | rund 1 km, etwa 15 Minuten |
| Area C mit dem Auto | 7,50 €, Mo bis Fr 7.30 bis 19.30 Uhr |
Stand: Oktober 2026 · Angaben laut Castello Sforzesco, ATM, Malpensa Express und Comune di Milano.

Barrierefreiheit, Hunde und Audioguide
Zur Hauptkasse führt eine Rampe mit 6 % Steigung, eine weitere Rampe verbindet sie mit dem Museo d’Arte Antica. Zwei Rollstühle leiht dir die Kasse gegen einen Ausweis. Aufzüge bringen dich hinunter in die ägyptische Abteilung und in der Rocchetta hinauf zu den Musikinstrumenten, den angewandten Künsten und den Sale Panoramiche, den Aussichtssälen im dritten Stock. Menschen mit Behinderung und eine Begleitperson haben freien Eintritt. Im Museo d’Arte Antica gibt es einen Tastweg für blinde und sehbehinderte Besucher, dazu Videos in italienischer Gebärdensprache.
Hunde dürfen nur in die Außenbereiche, in die Museen und auf die Wehrgänge kommen nur Assistenzhunde. Den Audioguide leihst du für 5,00 € im Bookshop am Museumseingang, auf Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch, die ägyptische Sammlung ist darin nicht enthalten. Jedes Wochenende um 11 Uhr beginnt ohne Anmeldung eine Führung durch die Museen, samstags auf Englisch, sonntags auf Italienisch, für 20,00 € einschließlich Ticket. Treffpunkt ist um 10.45 Uhr am Infopoint.
Gut zu wissen: Nicht alles ist derzeit offen. Die Sala delle Asse wird restauriert, und die Abteilung für Vor- und Frühgeschichte des Archäologischen Museums ist wegen einer Neugestaltung geschlossen. Außerdem gilt das Ticket nur für einen Eintritt pro Bereich: Was du einmal verlassen hast, betrittst du am selben Tag nicht noch einmal. Plan deshalb einen zusammenhängenden Besuch. Pietà, Pinakothek und die Teppiche in der Sala della Balla tragen ihn auch so, und durch die Höfe kannst du danach bis zum Abend gratis schlendern.
- Kunstfreunde, die Michelangelo und die Mailänder Renaissance sehen wollen
- Familien, denn unter 18 Jahren ist der Eintritt frei
- alle, die am ersten Sonntag im Monat gratis hineinwollen
- einen Montag, wenn die Museen geschlossen sind
- Leonardo-Fans, solange die Sala delle Asse restauriert wird
- Besucher, die mit Hund in die Museen möchten
Die Höfe am Abend und drei Tage Museen für 20 Euro
Die Museen schließen um 17.30 Uhr, die Höfe erst um 19.30 Uhr. Komm an einem Sommerabend noch einmal zurück: Wenn die Tagesgäste fort sind, wird es im Cortile delle Armi still, und die tief stehende Sonne lässt den Backstein der Corte Ducale leuchten. Geh dann durch die Burg hinaus auf die Parkseite und ein Stück in den Parco Sempione. Von der Wiese aus siehst du die Rückfront des Castello mit der Rocchetta, die dir von der Piazza Castello aus verborgen bleibt.
Und rechne vor dem Kauf einmal nach: Die Tourist Museum Card kostet 20,00 €, nur 10,00 € mehr als ein Ticket für das Castello, und gilt drei aufeinanderfolgende Tage lang für alle städtischen Museen Mailands, mit je einem Eintritt. Die drei Tage laufen erst ab dem ersten Besuch, und nach dem Kauf hast du zwölf Monate Zeit. Zähl also vorher, wie viele städtische Museen du in drei Tagen schaffen willst.
Für wen lohnt sich das Castello Sforzesco?
Das Castello Sforzesco erzählt an einem Ort, wie Mailand vom Mittelalter in die Renaissance kam, und bringt mit der Pietà Rondanini ein Werk von Weltrang mit. Wer wenig Zeit hat, geht durch die Höfe direkt zu Michelangelo. Für alle Sammlungen nimmst du dir besser einen ganzen Vormittag.
Vom Castello gehst du zu Fuß zum Mailänder Dom, und das Künstlerviertel Brera beginnt gleich hinter der Metrostation Lanza. So verbindest du Burg, Kathedrale und Altstadtgassen zu einem Tag.
Karte: Castello Sforzesco in Mailand
FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Castello Sforzesco
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Quellen und weiterführende Infos
- Castello Sforzesco, Orari, Biglietti, Abbonamenti e Card (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Accessibilità (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Come raggiungerci (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Il Castello dei Visconti e degli Sforza (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Il Castello nel Novecento (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Torri, merlate e sotterranei (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Gli ambienti di origine sforzesca (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Cortili: un museo a cielo aperto (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Una scultura di Michelangelo a Milano (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Leonardo al Castello Sforzesco (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, Da non perdere (abgerufen Oktober 2026)
- Castello Sforzesco, I percorsi segreti (abgerufen Oktober 2026)
- Ad Artem, Castello Sforzesco (abgerufen Oktober 2026)
- Lombardia Beni Culturali, Pietà Rondanini (abgerufen Oktober 2026)
- Lombardia Beni Culturali, Giovanni Bellini, Madonna con Bambino (abgerufen Oktober 2026)
- Lombardia Beni Culturali, Canaletto, Veduta del molo (abgerufen Oktober 2026)
- Treccani, Dizionario Biografico, Leonardo da Vinci (abgerufen Oktober 2026)
- ATM, Biglietti (abgerufen Oktober 2026)
- Malpensa Express, Malpensa Aeroporto – Milano Cadorna (abgerufen Oktober 2026)
- Comune di Milano, Costo accesso giornaliero Area C (abgerufen Oktober 2026)
- YesMilano, Oh Bej! Oh Bej! Christmas market (abgerufen Oktober 2026)











