
Torbole – Um neun Uhr morgens kreuzen vor dem Hafen die ersten Segel, und bis zum Mittag gehört die Bucht dem Wind aus Norden.
Torbole ist ein Ortsteil der Gemeinde Nago-Torbole am Nordufer des Gardasees, in der Provinz Trient. Der Ort lebt vom Wind: Morgens weht der Vent, der Nordwind, ab Mittag die Ora, der Südwind. Die wichtigsten Torbole Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander: der Hafen mit dem Casello del Dazio, dem alten Zollhaus auf der Mole, und die Kirche Sant’Andrea auf dem Hügel über den Dächern. Am Hang darüber führt der Wanderweg Busatte-Tempesta mit rund 400 Stufen am Ostufer entlang, und oben in Nago, dem zweiten Ortsteil auf der Anhöhe, stehen die Mauern der Burgruine Castel Penede.
Dieser Guide sagt dir, wann welcher Wind weht, wie lang der Wanderweg über dem See ist und was ein Surfkurs und das Schiff nach Riva del Garda, der Stadt am Nordwestende des Sees, oder nach Malcesine, dem Burgstädtchen am Ostufer, kosten. Dazu kommt, wie du mit Bahn und Bus ohne eigenes Auto hinkommst.
Die Gemeinde Nago-Torbole zählt laut ISTAT, dem italienischen Statistikamt, 2.732 Einwohner, verteilt auf Torbole am See und Nago auf der Felsstufe darüber. Der Seespiegel liegt auf 65 Metern. Eine einfache Fahrt mit dem Linienschiff nach Riva del Garda kostet 3,50 €, ein Schnupperkurs im Windsurfen von rund zwei Stunden 85 €.
Torbole in Zahlen
Wind, Wege und Preise auf einen Blick. Die Schiffspreise gelten für Erwachsene und eine einfache Fahrt.
Stand: Oktober 2026 · Angaben laut Gemeinde Nago-Torbole, ISTAT, Navigazione Laghi, Garda Dolomiti und Trentino Trasporti.
- Windsurfer, Segler und Wingfoiler, die verlässlichen Wind suchen
- Wanderer, die einen kurzen Weg mit weitem Blick über den See wollen
- Radfahrer, die am Fluss entlang ins Hinterland fahren
- Familien, die Strand, Hafen und kurze Wege mögen
- wer im Winter mit dem Schiff anreisen will
- wer Museen und Kunstsammlungen in Reihe sucht
- wer am Nachmittag ruhiges Wasser zum Paddeln sucht
- wer mit dem Auto bis in den Ortskern fahren will
Welche 6 Sehenswürdigkeiten in Torbole musst du gesehen haben?
Zwei der sechs Highlights spielen am Hafen und auf dem Wasser, drei liegen am Hang über dem Ort, und eines folgt der Sarca, dem Fluss, der gleich neben Torbole in den See mündet. Ein Auto brauchst du für keines davon: Alles erreichst du zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus hinauf nach Nago.
1. Der Hafen mit dem Casello del Dazio und die Kirche Sant’Andrea
Mitten im kleinen Hafen steht auf der Mole ein schmales Haus mit venezianisch wirkender Fassade: das Casello del Dazio, das Zollhaus aus dem 18. Jahrhundert, das die Einheimischen nur casèl nennen. Hier saßen erst die Zolleinnehmer, später die österreichischen Zöllner. Bis zum Bau der Uferstraßen 1929 war der See die Handelsroute zwischen der Poebene und Tirol. Große Segelschiffe brachten Salz, Weizen, Orangen und Zitronen und luden Bauholz, Häute und Metalle aus den Tälern.
Venezianisch war Torbole nur kurz, von 1440 bis 1509, aber gerade in dieser Zeit wurde der Hafen zum wichtigen Umschlagplatz für Lastschiffe. Ein paar Schritte vom Wasser erinnert die Piazza Goethe an Johann Wolfgang von Goethe, der am 12. September 1786 auf seiner Italienreise über Nago herunterkam. Sein Tagebucheintrag beginnt mit „Torbole, den 12. September, nach Tische.“ In der folgenden Nacht fuhr er um drei Uhr früh mit zwei Ruderern weiter über den See.
Über zwei lange Treppen steigst du vom Ortskern zur Kirche Sant’Andrea hinauf, geweiht dem Apostel Andreas, den die Fischer von Torbole zu ihrem Schutzpatron wählten. Erwähnt wird sie erstmals 1175. Nachdem 1703 französische Truppen unter dem Feldherrn Vendôme das Ufer verwüstet hatten, wurde sie im Barockstil neu gebaut, der Glockenturm folgte 1758. Hinter dem Hochaltar hängt das Martyrium des heiligen Andreas von Giambettino Cignaroli, einem Veroneser Maler, der das Bild als Gast einer Torbolaner Familie malte. Hinter der Kirche liegt Vincenzo Errante begraben, der Übersetzer, der Catull und Goethe ins Italienische übertrug.
Die Linienschiffe von Navigarda, der staatlichen Schifffahrt auf dem Gardasee, legen am Lungolago Conca d’Oro an, der Uferpromenade südlich des Hafens, wo auch der Fahrkartenschalter steht.

2. Windsurfen und Segeln: der Vent am Morgen, die Ora am Nachmittag
Nirgends an der Riviera des Gardasees weht der Wind so stark und so gleichmäßig wie in Torbole, schreibt die Gemeinde. Der Grund ist die Lage zwischen den Hängen des Monte Baldo, des langen Bergrückens am Ostufer, und dem Monte Brione, dem Hügel zwischen Torbole und Riva. Der Wind aus dem Tal von Loppio, der Senke zwischen Etschtal und See, wird dazwischen kanalisiert und verstärkt.
Bei schönem Wetter weht morgens der Vent aus Nordost und lässt kurz vor Mittag nach. Dann setzt die Ora ein, der Südwind, der vom Frühjahr bis in den späten Herbst regelmäßig kommt. Ihr Anrücken siehst du an einem dunkelblauen Streifen am Horizont des Sees. Für Segler ist sie der liebste Wind am oberen See.
Zwei Vereine prägen das Revier: der Circolo Vela Torbole, der Segelclub am Lungolago Conca d’Oro, und der Circolo Surf Torbole in der Via della Lova. Der Segelclub richtet 2027 unter anderem den Finn Cup vom 12. bis 14. März aus, eine Regatta für die Einhandjolle Finn, und vom 15. bis 17. Juli den 52. Optimist d’Argento für junge Segler in der Optimist-Jolle.
Einsteigen kannst du ohne Vorkenntnisse. Das Vasco Renna Windsurfcenter im Parco Pavese, dem Park zwischen Ufer und Ortskern, bietet den Schnupperkurs Discover Windsurfing! an: rund zwei Stunden mit Theorie am Simulator an Land und Praxis auf dem Wasser, für 85 € inklusive Brett, Segel, Weste, Neoprenanzug und Schuhen. Mitmachen kannst du ab sechs Jahren, schwimmen musst du können.
Gut zu wissen: Wer nur schwimmen oder paddeln will, hat es bei Wind schwer. Welche Badeplätze rund um Torbole und am übrigen See ruhiger sind, steht in unserem Überblick über die Strände am Gardasee.

3. Der Sentiero Busatte-Tempesta mit seinen Metalltreppen
Der bekannteste Wanderweg von Torbole beginnt im Parco delle Busatte, einem autofreien Park am Hang über dem Ort, und führt rund vier Kilometer am Steilufer entlang nach Tempesta, einem Weiler an der Uferstraße Richtung Malcesine. Für die Strecke rechnet Garda Dolomiti, der Tourismusverband am Trentiner Nordufer, etwa 90 Minuten. Unterwegs gehst du über Metalltreppen mit zusammen rund 400 Stufen und über zwei Anstiege, den Corno di Bò und den Salt de la Cavra.
Als Rundweg mit Rückkehr über die Forststraße sind es 7,9 Kilometer, 2 Stunden 40 Minuten und je 305 Höhenmeter im Auf- und im Abstieg, der höchste Punkt liegt auf 364 Metern. Der Tourismusverband stuft den Weg als leicht und familientauglich ein, im Oktober 2026 ist er offen. In Tempesta verlief zur Zeit Österreich-Ungarns die Grenze zu Italien.
Gut zu wissen: Die Stufen gehen in die Beine, und wer denselben Weg zurückgeht, steigt sie noch einmal. Nimm für den Rückweg die Forststraße, dann bleibt es bei einer Runde Treppen.

4. Die Marmitte dei Giganti zwischen Torbole und Nago
In aussichtsreicher Lage nahe der Staatsstraße 240, die von Torbole über Nago nach Rovereto hinaufführt, liegen die Marmitte dei Giganti, die „Kessel der Riesen“: runde Schächte im Fels, vier bis fünf Meter breit und zehn bis zwölf Meter tief, innen glatt geschliffen. Lange hielt man sie für ein Rätsel, und die Erklärungen drehten sich um Riesen.
Entstanden sind sie in der Eiszeit. Schmelzwasser stürzte durch Spalten im Gletscher, wirbelte Steine im Kreis und schliff den Fels zu Schüsseln aus. Solche Gletschertöpfe sind selten so vollständig erhalten wie hier. Die Felsen rund um die Marmitte gehören zugleich zu den Klettergärten der Gemeinde, deren Wände vom vierten bis zum oberen achten Schwierigkeitsgrad reichen.
5. Nago mit Castel Penede und dem Forte di Nago
Nago liegt auf einer Felsstufe über Torbole, und auf dem Felssporn daneben stehen die Mauern von Castel Penede. Fünf Jahrhunderte lang war die Burg ein wichtiges Bollwerk der Gegend, erstmals erwähnt am 11. September 1210 in einem Friedensvertrag zwischen dem Fürstbischof von Trient und den Grafen von Arco. Sie wechselte oft den Besitzer, 1509 kam sie an Tirol. 1703 schossen die Truppen Vendômes sie zur Ruine.
Seit 2019 graben die Universität Trient und das Denkmalamt der Provinz auf dem Doss Penede, dem Burgberg. Gefunden haben sie Spuren aus drei Epochen: aus der späten Bronzezeit ab der Mitte des 14. Jahrhunderts vor Christus, aus der Eisenzeit der Räter, des Alpenvolks der Gegend, und eine römische Siedlung vom 1. Jahrhundert vor bis ins 4. Jahrhundert nach Christus, ausgedehnt auf mehr als drei Hektar. Solange gegraben wird, ist das Gelände gesperrt. Zuletzt lud die Gemeinde am 21. Juli 2025 zu einem Abend der offenen Grabung ein, halte nach solchen Terminen Ausschau.
Gleich daneben steht das Forte di Nago, eine österreichische Festung aus den Jahren 1860 und 1861, gebaut nach der Schlacht von Solferino 1859, nach der Österreich die Lombardei verlor. Ab Dienstag, 20. Oktober 2026, ist im Fort die Gemeindebibliothek als neues Kulturzentrum untergebracht. Sie hat dienstags, mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr offen, donnerstags von 9.30 bis 12.30 und von 15 bis 18 Uhr, samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr.
Im Ortskern von Nago zeigen 13 Wandbilder aus den Jahren 1996 bis 1998 die Handwerke von früher, etwa den Schuster bei der Arbeit.

6. Mit dem Rad an der Sarca nach Arco
Die Sarca mündet zwischen Torbole und Riva in den See. An ihrer Mündung, der Foce della Sarca, rasten Zugvögel, und die Gemeinde bittet, die Uferzone zu schonen. Flussaufwärts führt der Radweg durch den Parco Fluviale della Sarca, das größte Netz von Schutzgebieten im Trentino, nach Arco, der Kleinstadt mit Burgfelsen und Kletterwänden rund sechs Kilometer nördlich, und weiter bis Sarche, einem Ort im oberen Sarcatal.
Am Ufer wächst die Ciclovia del Garda, der geplante Radweg rund um den See. Am 30. Juni 2026 wurden zwei neue Abschnitte zwischen Torbole und Riva del Garda eröffnet, zusammen rund 2,5 Kilometer, dazu ein neuer Rad- und Fußweg durch die Ortsdurchfahrt von Torbole. Mehr dazu steht in unserer Meldung zur Eröffnung der neuen Abschnitte der Ciclovia del Garda.
Gut zu wissen: Weil die Ora nachmittags aus Süden weht, rollst du dann mit Rückenwind nach Arco und hast auf dem Rückweg Gegenwind. Wer es umgekehrt will, fährt am Vormittag los.
Was kosten die Sehenswürdigkeiten in Torbole?
Für Hafen, Ortskern und die Wanderwege über dem See brauchst du kein Ticket. Geld gibst du in Torbole für das Linienschiff aus, 3,50 € nach Riva del Garda und 7,50 € nach Malcesine, und für den Schnupperkurs im Windsurfen, der 85 € kostet. Mit dem Schnellboot zahlst du einen Zuschlag, für das Fahrrad an Bord einen eigenen Preis.
Schiff und Surfkurs in Torbole
Hin und zurück kostet jeweils das Doppelte. Ermäßigt fahren laut Tarif unter anderem Senioren und Ortsansässige.
| Angebot | Preis |
|---|---|
| Linienschiff von Torbole nach Riva del Garda, einfache Fahrt | 3,50 € Erwachsene und Kinder |
| Linienschiff von Torbole nach Malcesine, einfache Fahrt | 7,50 € · ermäßigt 6,00 € · Kinder von 4 bis 11 Jahren 3,80 € |
| Zuschlag Schnellboot | 2,50 € nach Riva · 4,00 € nach Malcesine |
| Fahrrad an Bord | 3,50 € nach Riva · 4,40 € nach Malcesine |
| Schnupperkurs Discover Windsurfing!, Vasco Renna Windsurfcenter, rund 2 Stunden | 85,00 € |
Stand: Oktober 2026 · Schiffstarife 2026 laut Navigazione Laghi, Surfkurs laut Garda Dolomiti.
Wie kommst du nach Torbole?
Mit dem Auto verlässt du die Brennerautobahn A22 an der Ausfahrt Rovereto Sud und fährst über den Passo San Giovanni, den Übergang vom Etschtal zum See, und Nago hinunter nach Torbole, rund 15 Kilometer. Der nächste Flughafen ist Verona, rund 100 Kilometer entfernt, mit dem Mietwagen gut eine Stunde. Alle Wege an den See vergleicht unser Beitrag zur Anreise an den Gardasee.
Mit der Bahn fährst du auf der Brennerstrecke bis Rovereto. Am Bahnhof hält der Bus B332 von Trentino Trasporti, dem Verkehrsbetrieb der Provinz Trient, der über Mori im Etschtal, Nago und Torbole nach Riva und Arco fährt. Die Haltestelle im Ort heißt einfach Torbole, der Fahrplan gilt vom 10. September 2026 bis zum 25. Juni 2027. Zwischen Nago, Torbole, Riva und Arco pendelt außerdem die Linie B863. Von Riva und Malcesine kommst du bis zum 1. November 2026 und wieder ab dem 13. März 2027 auch mit dem Linienschiff.
Vom 15. März bis 15. November sind die blauen Parkzonen in Torbole und Nago gebührenpflichtig, täglich von 9 bis 21 Uhr. Auf den Parkplätzen Goethe an der Strada Granda und Ex Villa Cian an der Via Sarca Vecchio zahlst du 1,50 € pro Stunde oder 13 € am Tag. Am Parkplatz Panorama an der Via delle Brae sind es 1 € pro Stunde oder 8 € am Tag, in Nago am Platz Coel 0,70 € pro Stunde oder 5 € am Tag.
Der historische Ortskern von Torbole ist vom 15. März bis 15. November eine Zone mit beschränkter Zufahrt, kurz ZTL: Via Benaco, Via Pasubio, Via Segantini, Via Pescicoltura und Piazza Alpini rund um die Uhr, die Via Don Davide Gioppi von 20 bis 7 Uhr. Hineinfahren darfst du nur mit Genehmigung, frag deine Unterkunft danach.

Was musst du in Torbole unbedingt probieren?
Das Gemüse des Ortes ist der broccolo di Torbole, ein eigener Brokkoli mit gelblichem, kugeligem Kopf, den die Gärtner in Torbole und in Linfano, dem Uferstreifen Richtung Riva, im Winter ernten, von Ende November bis Ende Februar. Möglich machen das der See und der Nordwind, die in den Gärten die Temperatur gerade so weit heben, dass sich kein Reif bildet. Die Stiftung Slow Food führt ihn als Presidio, als schützenswertes regionales Produkt.
Er kommt gekocht oder roh auf den Teller, als Beilage zur carne salada, dem gepökelten Rindfleisch des Trentiner Gardasees, oder zum eingesalzenen Seefisch, als Pastasoße, und aus den Blättern werden Gnocchi und Suppen. Gefeiert wird er auf einem eigenen Fest, zuletzt am 18. Januar 2026 am Zollhaus im Hafen. Wie die carne salada zubereitet wird, roh oder gebraten, steht in unserem Rezeptbeitrag.
Im Februar kocht der Ort bei der Sbigolada Torbolana, dem Nudelfest auf der Piazza Goethe, bigoli con le sarde, dicke Nudeln mit Sardinen, 2026 am 15. Februar.
Wo isst du am besten in Torbole?
Zwei Restaurants in Torbole führt die Guida Michelin in ihrer Auswahl, beide ohne Stern und beide mit Blick auf den See. Das eine kocht zeitgemäß italienisch, das andere vor allem mit dem, was der See liefert.
Restaurants in Torbole
| Restaurant | Das erwartet dich |
|---|---|
| Aqua Torbole, Lungolago Conca d’Oro 11 | Zeitgemäße italienische Küche. Gegessen wird in einer Veranda mit fast Mailänder Eleganz und Blick auf den See und die Segelboote. |
| La Terrazza Torbole, Via Benaco 24 | Kleines Restaurant mit Panoramaveranda über der Uferpromenade, nah am Ortskern. Ein Degustationsmenü mit Produkten aus dem See, à la carte See, Land und Garten. Michelin empfiehlt die Spaghetti „Del Leone“ mit Süßwassergarnelen, Ingwer und Limette. |
Stand: Oktober 2026 · Auswahl laut Guida Michelin 2026. Öffnungszeiten und Ruhetage erfragst du am besten vorab.
Wo übernachtest du am besten in Torbole?
Wohn am See, dann gehst du zu Fuß zum Hafen, zur Surfschule und zum Schiff. Die drei Häuser unten liegen direkt an der Uferpromenade oder wenige Schritte davon entfernt, eines hat eine eigene Surfschule. Weitere Hotels und Ferienwohnungen findest du in der Karte unter der Tabelle.
| Unterkunft | Das erwartet dich |
|---|---|
| Hotel Lido Blu Torbole, Via del Sarca Vecchio 39 | Vier Sterne, direkt am Ufer mit breitem Strand und kleinem Bootshafen. Hallenbad mit Whirlpool, Wellnessbereich, Surfschule und bewachter Abstellraum für Bretter und Segel. |
| Hotel Paradiso Torbole, Lungolago Conca d’Oro 41 | Drei Sterne, neu renoviert, einen Schritt vom Strand und direkt am bekannten Surfspot an der Mole Paradiso, kurz hinter der Schiffsanlegestelle Richtung Malcesine. Frühstück und Abendessen mit Seeblick. |
| Lake Hotel Ifigenia Torbole, Lungolago Verona 29 | Drei Sterne, mit Pool, wenige Schritte von Strand und Ortskern. |
Top Unterkünfte in Torbole

Wann ist die beste Reisezeit für Torbole?
Für Surfer und Segler beginnt die Saison im Frühjahr, wenn die Ora wieder regelmäßig weht, und reicht bis in den späten Herbst. Im März starten die ersten Regatten des Segelclubs, 2027 der Finn Cup ab dem 12. März und das Europa Meeting, eine weitere Regatta des Clubs, vom 20. bis 22. März. Die Hauptsaison zeigt sich an den Parkuhren: Von Mitte März bis Mitte November kostet das Parken im Ort.
Im Winter ist Brokkolizeit, am 30. November feiert der Ort seinen Schutzpatron, und im Januar und Februar folgen die Feste rund um Brokkoli und Nudeln. Wer ohne Auto kommt, plant dann den Bus ein.
Vom 2. November 2026 bis zum 12. März 2027 legt in Torbole kein Linienschiff an. Ab dem 13. März 2027 fahren die Schiffe nach Riva und Malcesine wieder.

Welche Feste solltest du in Torbole einplanen?
Das wichtigste Fest ist Sant’Andrea am 30. November. Nach der Messe in der Kirche zieht die Gemeinde hinunter an den Hafen, wo der See am Zollhaus gesegnet wird, 2024 gab es danach geröstete Kastanien am Casèl.
Im Winter folgen das Brokkolifest im Januar und die Sbigolada im Februar. Am Faschingsdienstag zieht der Gran Carnevale di Nago auf die Piazzòla, den Dorfplatz von Nago, 2026 war das der 17. Februar. Im Juni feiert Nago die Sagra di San Vigilio für den heiligen Vigilius, den Patron seiner Pfarrkirche, 2026 am 19. Juni und vom 26. bis 28. Juni. Im Advent leuchten Hafen und Nago, 2025 gingen die Lichter am 6. Dezember an, und am Zollhaus standen bis zum 11. Januar Buden.
Fest stehen für 2027 nur die Termine, die sich nicht verschieben: Sant’Andrea am 30. November und der Carnevale am Faschingsdienstag. Die übrigen Daten gibt die Gemeinde in ihrem Veranstaltungskalender bekannt.

Was du über Torbole wissen solltest
1. Torbole ist keine eigene Gemeinde. Torbole am See und Nago auf der Anhöhe bilden zusammen Nago-Torbole. Auf den Busfahrplänen findest du die beiden Haltestellen getrennt, Nago und Torbole.
2. Der Wind bestimmt den Tag. Morgens weht der Vent, ab Mittag die Ora. Für Surfer und Segler ist das das Kapital des Ortes. Wer schwimmen oder paddeln will, plant seinen Tag danach.
3. Im Winter fährt kein Linienschiff. Vom 2. November 2026 bis zum 12. März 2027 pausiert die Linie. Der Bus B332 fährt weiter, auch vom Bahnhof Rovereto.
4. Mit dem Auto kommst du nicht in den Ortskern. Von Mitte März bis Mitte November gilt die ZTL. Stell den Wagen auf einem der Parkplätze ab, dort zahlst du 1 bis 1,50 € pro Stunde.
5. Castel Penede siehst du nur von außen. Solange gegraben wird, bleibt der Burgberg gesperrt. Die Mauern siehst du von der Strada Santa Lucia, der Straße zwischen Torbole und Nago, und das Forte di Nago nebenan öffnet ab dem 20. Oktober 2026 mit der Bibliothek.
Für wen lohnt sich Torbole?
Surfer und Segler finden hier zwei Winde am Tag, Schulen für Einsteiger und einen Regattakalender von März bis Juli.
Wanderer gehen den Weg von den Busatte nach Tempesta in rund 90 Minuten. Wer mehr will, nimmt die Runde auf den Monte Corno, den Hausberg von Nago mit Stellungen der österreichisch-ungarischen Front im Ersten Weltkrieg: knapp vier Stunden und rund 600 Höhenmeter.
Radfahrer starten am Hafen auf den Weg an der Sarca nach Arco oder auf die neuen Abschnitte der Ciclovia del Garda nach Riva.
Familien haben den breiten Strand vor der Mündung der Sarca, kurze Wege und den Schnupperkurs ab sechs Jahren.
Ruhesuchende kommen im Winter, wenn Brokkolizeit ist und der Ort am Hafen sein Patronatsfest feiert.
Kombiniere Torbole mit Riva del Garda, der Cascata Varone und Malcesine
Riva del Garda liegt am anderen Ende der Bucht. Du erreichst es mit dem Linienschiff für 3,50 € oder auf den neuen Radwegabschnitten am Ufer, ohne Auto und ohne Parkplatzsuche.
Drei Kilometer nördlich von Riva stürzt die Cascata Varone, ein Wasserfall, in zwei Stufen 98 Meter tief in eine Kalksteinschlucht, die du von zwei Grotten aus von innen siehst. Was du dort wissen musst, steht in unserem Beitrag zur Cascata Varone.
Nach Malcesine am Ostufer fährst du mit dem Linienschiff für 7,50 € oder über die Uferstraße vorbei an Tempesta, wo der Weg von den Busatte endet. Burg und Altstadt stellt unser Beitrag über Malcesine vor.
Zu Fuß durch die Valletta di Santa Lucia nach Nago
Statt über die Staatsstraße nimm den alten Weg. Von Torbole steigt die Gasse durch die Valletta di Santa Lucia, ein stilles Tal am Fuß der Felswand von Penede, nach Nago hinauf. Lange war sie der einzige Weg zum Pass, und Michel de Montaigne, der französische Philosoph, nannte sie auf seiner Reise den beschwerlichsten Weg. Unterwegs gehst du durch einen der ältesten Olivenhaine am Gardasee, zwischen Trockenmauern und schmalen Terrassen.
Eine Inschrift am Weg erinnert daran, dass hier 1439 die Galeeren Venedigs zum See hinuntergebracht wurden, um gegen das Herzogtum Mailand zu kämpfen. Oben in Nago warten die Wandbilder im Ortskern und der Blick zurück auf den See. Zurück nimmst du den Bus oder denselben Weg.
Unser Fazit: Torbole lohnt sich für alle, die Wind und Wege suchen
Torbole ist klein, und genau das macht den Ort angenehm. Hafen, Zollhaus, Sant’Andrea und der Strand liegen in wenigen Gehminuten beieinander, und über allem steht der Wind, der morgens aus Norden und nachmittags aus Süden kommt. Wer surft oder segelt, findet am Gardasee kaum ein besseres Revier. Wer wandert, hat mit dem Weg nach Tempesta, der Valletta di Santa Lucia und dem Monte Corno drei Touren direkt vor der Tür.
Teuer wird Torbole erst, wenn du auf das Wasser willst. Hafen, Kirche und Wege kosten nichts, das Schiff nach Riva 3,50 €, der Surfkurs 85 €. Das Auto lässt du am besten stehen: Der Ortskern ist Zufahrtszone, die Parkplätze kosten von März bis November, und Bus, Schiff und Rad bringen dich überall hin.
Plane zwei bis drei Tage ein, einen für Hafen, Kirche und den Weg nach Tempesta, einen für Wind oder Rad und einen für Nago mit Penede und Forte. Wenn du danach weiter am See unterwegs sein willst, findest du alle Orte und Themen im Gardasee Travel Guide.

Karte: Torbole, Trentino
Erlebnisse & Sehenswürdigkeiten
Preise, Öffnungszeiten und Fahrpläne können sich ändern, prüfe die Angaben vor deiner Reise auf den offiziellen Seiten.
Quellen und weiterführende Infos
- Comune di Nago-Torbole, Lago di Garda e i venti (abgerufen Oktober 2026)
- Comune di Nago-Torbole, Il Casello del Dazio (abgerufen Oktober 2026)
- Comune di Nago-Torbole, Chiesa di Sant’Andrea (abgerufen Oktober 2026)
- Comune di Nago-Torbole, Castel Penede (abgerufen Oktober 2026)
- Comune di Nago-Torbole, Marmitte dei Giganti (abgerufen Oktober 2026)
- Comune di Nago-Torbole, La valletta di Santa Lucia (abgerufen Oktober 2026)
- Garda Dolomiti, Sentiero Busatte-Tempesta (abgerufen Oktober 2026)
- Navigazione Laghi, Tariffario 2026 (PDF) (abgerufen Oktober 2026)
- Navigazione Laghi, Orario invernale 2026/2027 (PDF) (abgerufen Oktober 2026)
- Fondazione Slow Food, Broccolo di Torbole (abgerufen Oktober 2026)












