Die italienische Finanzbehörde, die Agenzia delle Entrate, hat sich in den vergangenen Tagen mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert gesehen. Medienberichte hatten nahegelegt, die Behörde setze Künstliche Intelligenz und die systematische Auswertung von Social-Media-Profilen ein, um Steuerhinterzieher aufzuspüren. Diese Spekulationen wurden nun in aller Form zurückgewiesen.
Vorwürfe der digitalen Überwachung
Im Zentrum der Anschuldigungen stand die Methode des sogenannten Data Scraping. Darunter versteht man das automatisierte Sammeln von öffentlich zugänglichen Informationen aus dem Internet, in diesem Fall aus sozialen Netzwerken. Die Theorie besagte, dass Algorithmen den Lebensstil von Bürgern, wie er sich in Posts und Fotos darstellt, mit deren offiziell deklarierten Einkünften abgleichen könnten. Diskrepanzen sollten so angeblich Hinweise auf mögliche Steuerhinterziehung liefern.
Klares Dementi der Finanzbehörde
Die Agenzia delle Entrate reagierte auf die kursierenden Meldungen mit einem unmissverständlichen Dementi. Ein Sprecher bezeichnete die Darstellungen als „fantasievolle Rekonstruktionen“ und wies die Vorwürfe als „komplett falsch“ zurück. Damit stellt die Behörde klar, dass derartige Methoden zur digitalen Massenüberwachung von Steuerzahlern weder im Einsatz noch in Planung sind. Der Kampf gegen Steuerhinterziehung bleibt zwar eine Priorität in Italien, wird aber nach offiziellen Angaben nicht mit den spekulierten Mitteln der KI-gestützten Social-Media-Analyse geführt.




















