Rom – Italien erlebt an diesem Wochenende den Höhepunkt der längsten Hitzewelle des Sommers. Für Sonntag riefen die Behörden in 18 Großstädten die höchste Warnstufe aus, das sogenannte „bollino rosso“, das auch gesunde Menschen vor gesundheitlichen Gefahren warnt. Betroffen sind unter anderem Rom, Mailand, Bologna, Florenz, Turin, Venedig und Bozen. In der Po-Ebene zwischen der Lombardei und der Emilia-Romagna wurden bis zu 41 Grad erwartet, an vielen Orten kletterte die gefühlte Temperatur durch hohe Luftfeuchtigkeit und aufgeheizten Asphalt noch höher.
Die anhaltende Hitze fordert bereits Opfer. In einem Weinberg starb ein Mann an den Folgen der extremen Temperaturen, während er bei sengender Sonne arbeitete. Mediziner warnen, dass der Körper bei solchen Werten kaum noch zur Ruhe kommt, weil die Temperaturen auch nachts hoch bleiben. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder und alle, die im Freien körperlich arbeiten müssen.
Hitzewelle lässt ab Wochenbeginn nach
Etwas Linderung ist in Sicht: Zum Start der neuen Woche erwarten die Meteorologen einen Wetterumschwung. Aus dem Norden ziehen kühlere Luftmassen heran, die zunächst über den Alpen und dann in der Po-Ebene für teils kräftige Gewitter sorgen sollen. Bis Dienstag dürften die Spitzenwerte spürbar zurückgehen, auch wenn der Sommer damit längst nicht vorbei ist.
Fachleute nutzen die Ausnahmesituation, um erneut auf die Klimakrise hinzuweisen. Hitzewellen dieser Dauer und Intensität, so die Warnung, träten immer häufiger auf und seien kein Zufall mehr. Gefordert werden langfristige Anpassungen – von mehr Grün und Schatten in den Städten bis zu einem besseren Schutz für Beschäftigte, die der Hitze nicht ausweichen können. Für die kommenden Tage gilt vor allem: viel trinken, die Mittagshitze meiden und auf gefährdete Mitmenschen achten.



















