Die italienische Straßenbehörde Anas (Azienda Nazionale Autonoma delle Strade Statali) rechnet am ersten Juli-Wochenende mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs auf Italiens Straßen und Autobahnen. Aus den großen städtischen Ballungsräumen wird ein verstärkter Zustrom in Richtung der Urlaubsgebiete, der südlichen Küstenregionen, der nördlichen Berggebiete sowie der Landesgrenzen erwartet. Besonders am heutigen Nachmittag und in den frühen Abendstunden sowie erneut am Sonntagnachmittag und -abend, wenn viele Reisende die Rückfahrt antreten, wird ein starkes Verkehrsaufkommen prognostiziert.
Um den Verkehrsfluss möglichst störungsfrei zu halten, setzt Anas landesweit Personal ein, vor allem an nicht entfernten Baustellen. In Venetien bleibt die Staatsstraße 51 „Alemagna” bei Kilometer 95,200 in San Vito di Cadore (Belluno) aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt. Im Piemont wird der Verkehr durch den neuen Tenda-Tunnel nur einspurig geführt. Auf der Autobahn A19 „Palermo-Catania” in Sizilien werden die Baustellen in Casteldaccia in Fahrtrichtung Catania sowie bei Bagheria bis zum Abend aufgehoben. Im Raum rund um Rom muss mit erheblichen Verkehrsbelastungen gerechnet werden. Betroffen sind unter anderem der Grande Raccordo Anulare di Roma, die A91 „Roma – Fiumicino“, die SS148 „Pontina“ sowie die Staatsstraßen 1 „Aurelia“ und 2 „Cassia“.
In Süditalien betreffen die größten Verkehrsströme die Hauptachsen zu den touristischen Zielen, vor allem entlang der Adriaküste, der Tyrrhenischen Küste und der Ionischen Küste. Auch die Grenzverbindungen in Richtung Frankreich, Slowenien und Kroatien, der Verkehr entlang des Alpenbogens sowie die Ausfahrten aus größeren Städten dürften stark frequentiert sein. Zu den besonders belasteten Reiserouten zählen die A2 „Autostrada del Mediterraneo“, die Staatsstraßen 106 „Jonica“ und 18 „Tirrena Inferiore“ in Kalabrien, die SS 131 „Carlo Felice“ auf Sardinien, die E45 (SS675 und SS3 bis) sowie die SS16 „Adriatica“, die durch Apulien, Molise, die Abruzzen, die Emilia-Romagna und Venetien führt.
Im Norden Italiens sind vor allem die Autobahnzubringer RA13 und RA14 in Friaul-Julisch Venetien in Richtung der Landesgrenzen stark belastet, ebenso die SS36 am Comer See und die Spluga-Straße in der Lombardei, die SS45 im Val Trebbia in Ligurien, die SS26 im Aostatal und die SS309 Romea zwischen Emilia-Romagna und Venetien. Für schwere Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gilt am Samstag von acht bis sechzehn Uhr und am Sonntag von sieben bis zweiundzwanzig Uhr ein Fahrverbot.




















