Rom – Ein Sprung in den Tiber mit Blick auf die antiken Monumente Roms – was heute undenkbar scheint, könnte in wenigen Jahren Realität werden. Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri hat auf der Expo 2025 in Osaka einen ehrgeizigen Plan vorgestellt: „Innerhalb von fünf Jahren werden wir im Tiber baden können.“ Dieses Ziel sei absolut realistisch und die ersten Schritte zur Umsetzung seien bereits eingeleitet.
Die Ankündigung machte Gualtieri während einer Veranstaltung im italienischen Pavillon der Weltausstellung. Er betonte, dass es sich nicht um eine ferne Utopie handle. Schon heute gäbe es Abschnitte des Flusses, die an manchen Tagen die Kriterien für Badegewässer erfüllen würden. Das Hauptproblem sei jedoch der Bereich unterhalb der Mündung des Nebenflusses Aniene, dessen Wasserqualität den Tiber stark beeinträchtigt.
Arbeitsgruppe soll Investitionen koordinieren
Um das Projekt voranzutreiben, wurde bereits eine interinstitutionelle Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. „Ich habe persönlich mit Minister Pichetto Fratin und dem Regionalpräsidenten Francesco Rocca gesprochen“, erklärte Gualtieri. Stadt, Region und die nationale Regierung werden gemeinsam die notwendigen Investitionen planen und einen konkreten Zeitplan ausarbeiten. Zu den ersten Maßnahmen gehört eine umfassende Überprüfung aller Einleitungen in den Aniene durch die Polizei der Metropolitanstadt Rom, da viele Verschmutzungsquellen außerhalb des Stadtgebiets liegen.
Geringere Kosten als in Paris erwartet
Obwohl eine genaue Kostenschätzung noch aussteht, zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass der finanzielle Aufwand „sicherlich unter den Kosten von Paris liegen wird“. Die französische Hauptstadt habe bei der Reinigung der Seine mit einem weitaus höheren Verschmutzungsgrad beginnen müssen. Für Rom seien bereits drei bis vier wesentliche Maßnahmen identifiziert worden, die mit Unterstützung von Wissenschaft und Technik umgesetzt werden sollen, um den Traum vom Schwimmen im Tiber Wirklichkeit werden zu lassen.




















