Bozen – Die ladinische Kunst- und Kulturszene in Südtirol ist um einen bedeutenden Wettbewerb reicher. Bei der Premiere des neu ins Leben gerufenen Kunstwettbewerbs „Ert X Merit Ladin“ wurde nun der erste Preisträger gekürt: Der renommierte Grödner Künstler Gregor Prugger setzte sich mit seinem Werk gegen eine starke Konkurrenz durch.
Der vom Südtiroler Künstlerbund und der Direktion Ladinische Bildung und Kultur initiierte Wettbewerb stieß auf Anhieb auf große Resonanz. Insgesamt 33 professionelle ladinische Kunstschaffende reichten ihre Arbeiten ein. Ziel war es, ein einzigartiges Kunstwerk zu finden, das künftig als Anerkennungspreis für eine herausragende Persönlichkeit der ladinischen Gemeinschaft dient.
Ein Kunstwerk als Zeichen der Anerkennung
Die erste Persönlichkeit, die mit diesem besonderen Preis geehrt wird, ist der bekannte Sprachwissenschaftler Lois Craffonara. Er erhält die Auszeichnung „Merit Ladin“ für sein Lebenswerk und seinen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der ladinischen Identität, dessen Einfluss weit über die Grenzen der Sprachgemeinschaft hinausreicht. Der Wettbewerb „Ert X Merit Ladin“ schafft somit eine symbolische Brücke zwischen Kunst und gesellschaftlichem Verdienst und soll die künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur fördern.
Grödner Künstler überzeugt die Fachjury
Aus den 33 Einreichungen wählte eine hochkarätig besetzte Fachjury das Werk von Gregor Prugger aus. Der 1954 in St. Ulrich geborene Künstler, der seine Ausbildung an der Kunstakademie in Florenz absolvierte, ist seit den 1990er-Jahren international bekannt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine klare Symbolik und eine poetische Bildsprache aus, die handwerkliche Perfektion mit tiefgründigen Ideen verbindet. Die feierliche Präsentation des Siegerkunstwerks und die Preisverleihung an Lois Craffonara finden am Sonntag, dem 21. September, um 17:30 Uhr im Rahmen des „Di dla cultura ladina“ im Museum Ladin Ciastel de Tor in St. Martin in Thurn statt.




















