Rom – Eine neue Greenpeace-Studie hat die Wärmewende in Rom auf den vorletzten Platz unter 15 untersuchten europäischen Hauptstädten gesetzt. Die am 6. Oktober vorgestellte Auswertung zum Ausstieg aus fossilen Gebäudeheizungen führt Rom auf Rang 14, vor Bukarest. An der Spitze stehen Stockholm, Paris und Wien. Der Vergleich erfasst ausgewählte Hauptstädte und ist keine Rangliste sämtlicher Städte Europas.
Die Untersuchung von Greenpeace Mittel- und Osteuropa bewertet, wie die Städte ihre Wärmeversorgung verändern und den Umstieg organisieren. Für Rom beschreibt sie eine weiterhin starke Abhängigkeit vom Gas. Die Elektrifizierung komme zwar voran, doch es fehle ein strukturierter Plan für den Ausstieg aus fossilem Gas. Auch eine vollständige räumliche Wärmeplanung stehe noch aus. Damit unterscheidet der Bericht zwischen ersten Veränderungen und einer verbindlichen Strategie für die gesamte Stadt.
Die besser bewerteten Städte verbinden nach Darstellung der Umweltorganisation langfristige Planung mit Investitionen in Wärmenetze und sozialer Absicherung. Im unteren Teil des Vergleichs nennt Greenpeace dagegen unvollständige Planung und Schwächen bei der Umsetzung. Die Bewertung betrifft ein Zusammenspiel von kommunalen Maßnahmen, Energieversorgung und übergeordneten politischen Regeln. Sie lässt sich deshalb nicht allein als Urteil über die Arbeit eines Bürgermeisters lesen.
Was fordert Greenpeace für die Wärmewende in Rom?
Greenpeace verlangt einen Ausbau von Wärmepumpen und Wärme aus erneuerbaren Quellen. Sanierungsprogramme sollten keine neuen fossilen Heizkessel mehr vorsehen. Ebenso wichtig sei eine Unterstützung für Haushalte, die den Umbau finanziell nicht allein tragen könnten. Die Organisation verbindet damit den Klimaschutz mit der Frage, wie sich die Abhängigkeit von schwankenden Gaspreisen verringern lässt. Ein fehlender Ausstiegsplan bedeutet dabei nicht, dass in Rom bislang überhaupt keine Maßnahmen erfolgt sind.
Parallel zum Bericht startete die Kampagne Gas-Free Cities. Städte sollen sich zu einem Ausstiegstermin bekennen und konkrete Schritte für die Wärmeversorgung festlegen. Wien unterzeichnete als erste europäische Hauptstadt die entsprechende Erklärung. Greenpeace fordert zugleich nationale Rahmenbedingungen und einen europäischen Gasausstieg bis 2035. Das ist eine Forderung der Organisation, kein in der Studie beschlossener Termin für Rom. Für die italienische Hauptstadt nennt der Bericht zunächst eine vollständige Wärmeplanung und verbindliche Umsetzungsschritte als Aufgaben.













