Sharon Stone in Rom: „Die Menschenwürde ist kein Algorithmus“
Appell zur KI-Ethik bei der Nobelpreisträger-Versammlung auf dem Kapitol
Rom – Prominenter Auftritt im Herzen der Ewigen Stadt: Auf dem Kapitol hat die US-Schauspielerin Sharon Stone bei der Abschlussveranstaltung einer internationalen Versammlung von Nobelpreisträgern gesprochen. Das Forum brachte Wissenschaftler, Träger des Nobelpreises und Staatsvertreter zusammen, um über zwei der drängendsten Fragen der Gegenwart zu beraten: den Umgang mit künstlicher Intelligenz und die Gefahr atomarer Konflikte.
Im Zentrum von Stones Rede stand ein eindringlicher Appell für die Menschlichkeit im Zeitalter der Maschinen. Mit wachsender Leistungsfähigkeit der Technik, mahnte sie, müsse auch die ethische und moralische Verantwortung derer wachsen, die sie erschaffen. Ihr prägnantester Satz, der schnell die Runde machte: Die Menschenwürde sei kein Algorithmus.
Die Schauspielerin warb dafür, den Blick auf das Gemeinwohl zu richten und Verantwortung nicht an Systeme abzugeben. Es sei wichtig, so ihr Gedanke, dass Kinder ihre Fähigkeit zu lieben und zu urteilen bewahrten und nicht von den Vorurteilen anderer geprägt würden. Zugleich sprach sie sich nicht gegen die Technologie an sich aus: Man müsse lernen, die künstliche Intelligenz sinnvoll zu nutzen, statt sich ihr auszuliefern.
Dass ausgerechnet ein Weltstar aus Hollywood die Bühne für eine philosophische Mahnung nutzte, verlieh der Veranstaltung besondere Aufmerksamkeit. Stone engagiert sich seit Jahren über die Leinwand hinaus für gesellschaftliche Themen und tritt regelmäßig bei internationalen Foren auf. In Rom reihte sich ihr Auftritt in eine wachsende Debatte darüber ein, welche ethischen Leitplanken die rasante Entwicklung der KI braucht.
Am Ende ihrer Rede fand die Schauspielerin versöhnliche Worte und wünschte den Anwesenden auf Italienisch Frieden und Wohlergehen. Der Appell, die Würde des Menschen über die Logik der Rechenmaschinen zu stellen, dürfte in einer Zeit, in der Algorithmen immer tiefer in den Alltag eingreifen, noch lange nachhallen.



















