Das diesjährige Wimbledon-Finale zwischen dem späteren Sieger Jannik Sinner und seinem Rivalen Carlos Alcaraz bot nicht nur Tennis der Spitzenklasse, sondern auch einen kuriosen Zwischenfall, der kurzzeitig für Aufregung auf den Rängen sorgte. Mitten im zweiten Satz, als Sinner sich auf seinen Aufschlag konzentrierte, landete plötzlich ein Champagnerkorken auf dem berühmten „Heiligen Rasen”.
Der Vorfall ereignete sich zu Beginn des zweiten Satzes. Ein leiser Knall war zu hören, gefolgt vom Aufprall des Korkens. Während Alcaraz sichtlich verärgert die Hände in die Höhe riss, nahm Sinner den ungewöhnlichen Fremdkörper gelassen auf und reichte ihn einem Ballmädchen. Von den Tribünen hagelte es daraufhin laute Buhrufe für den unbekannten „Korkenknaller“. Auch die Schiedsrichterin reagierte genervt und mahnte die Zuschauer über das Mikrofon: „Bitte öffnen Sie keine Champagnerflaschen, wenn die Spieler servieren.“
Jannik Sinner, der das Match letztlich gewann, nahm den Vorfall bei der Siegerehrung mit Humor. „Auch das gehört zu Wimbledon dazu“, schmunzelte er und spielte damit auf die besondere Atmosphäre des Turniers an.
Tatsächlich ist ein fliegender Champagnerkorken in Wimbledon kein Einzelfall. Es ist fast schon eine skurrile Tradition, dass während der Matches hin und wieder eine Champagnerflasche geöffnet wird und der Korken den Spielfluss stört. Dies ist einerseits auf die entspannte britische Picknick-Kultur auf den Hügeln rund um die Courts und andererseits auf die teils ausgelassene Stimmung im Publikum zurückzuführen. Die Spieler sind solche Unterbrechungen zwar nicht gewohnt, doch meistens löst sich die Situation schnell auf und sie können sich wieder konzentrieren.
Im Finale zwischen Sinner und Alcaraz wich der kurzzeitige Ärger nach der kleinen Unterbrechung schnell wieder der Begeisterung für das hochklassige Tennisduell. Jannik Sinner entschied die Partie am Ende klar für sich und wurde verdient Wimbledon-Sieger 2025.




















