Geboortepremie: de termijn voor 1.000 euro loopt af op 12 augustus
Eltern von Kindern, die bis zum 14. April geboren wurden, müssen den INPS-Antrag jetzt stellen
Rom – Für tausende italienische Familien wird es an diesem Mittwoch eng: Der Antrag auf den staatlichen Geburtenbonus von 1.000 Euro muss bis zum 12. August beim INPS eingegangen sein. Betroffen sind Eltern, deren Kind zwischen dem 1. Januar und dem 14. April 2026 geboren oder adoptiert wurde.
Der sogenannte „bonus nuovi nati“ wurde mit der Haushaltsplanung für 2026 eingeführt und richtet sich an Familien mit einem ISEE-Wert für Minderjährige von höchstens 40.000 Euro pro Jahr. Die Zahlung wird pro Kind einmalig und steuerfrei gewährt, wobei bereits erhaltene Leistungen aus dem Assegno Unico Universale bei der Berechnung des ISEE neutralisiert werden. Anspruch haben italienische und EU-Staatsangehörige sowie Personen mit gültigem Aufenthaltstitel, die zum Zeitpunkt des Antrags in Italien wohnen. Beantragt werden muss der Bonus von dem Elternteil, der mit dem Kind zusammenlebt; bei getrennt lebenden Paaren gilt entsprechend nur ein Antragsberechtigter.
Die Antragsplattform beim INPS öffnete am 14. April, weshalb für alle bis zu diesem Datum geborenen Kinder die reguläre 120-Tage-Frist an diesem Mittwoch abläuft. Wer sein Kind später zur Welt gebracht hat, hat ab dem jeweiligen Geburts- oder Adoptionsdatum ebenfalls 120 Tage Zeit. Der Antrag lässt sich online über das INPS-Portal mit SPID, elektronischem Personalausweis oder Servicekarte stellen, alternativ über die INPS-App, das Telefon-Kontaktzentrum oder ein Patronat. Benötigt werden ein aktuelles ISEE, die Steuernummer des Kindes und eine gültige IBAN.
Die Frist rückt vor dem Hintergrund einer sinkenden Geburtenrate in den Fokus, die Italien zuletzt auf einen historischen Tiefstand drückte: 2025 kamen laut Istat nur rund 355.000 Kinder zur Welt, die Fruchtbarkeitsrate lag bei 1,14 Kindern pro Frau und damit weit unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1. Vor diesem Hintergrund wächst die Kritik an der Wirksamkeit punktueller Einmalzahlungen. Francesco Billari, Rektor der Bocconi-Universität und ausgewiesener Demografie-Experte, äußerte wiederholt Zweifel daran, dass einzelne Geburtenboni spürbare Effekte auf die Geburtenrate hätten. Statt kurzfristiger Zuschüsse plädiert er für ein kohärentes Bündel dauerhafter Maßnahmen, das unter anderem den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Investitionen in Bildung umfasst. Nur ein stabiles Gesamtsystem an Unterstützung könne junge Familien tatsächlich zu mehr Kindern ermutigen, so seine wiederkehrende Argumentation in Interviews und parlamentarischen Anhörungen der vergangenen Jahre.
Für die unmittelbar betroffenen Eltern zählt an diesem Mittwoch zunächst der praktische Aspekt: Wer die Frist verstreichen lässt, verliert den Anspruch auf die 1.000 Euro endgültig, da eine Nachfrist nicht vorgesehen ist.




















