Verdächtiger nach tödlicher Messerattacke gefasst
Mailand – Im Mordfall Alessio Borelli haben die Carabinieri einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Ermittler aus Mailand und Corsico nahmen heute Morgen einen 39-jährigen Ägypter fest. Er steht unter dringendem Tatverdacht, seinen ehemaligen Partner Anfang Juli in dessen Wohnung in Corsico erstochen zu haben.
Die Tat wurde erst am 11. Juli entdeckt. Nachbarn hatten wegen eines starken Geruchs aus der Wohnung die Feuerwehr alarmiert. Einsatzkräfte fanden Borellis Leiche in einem bereits zersetzten Zustand in einer Blutlache. Die Obduktion ergab, dass er durch mehrere Messerstiche in Hals und Brust getötet wurde.
Spuren am Tatort überführten den Ex-Partner
Die Ermittlungen führten schnell zu dem 39-Jährigen, der seit etwa einem Monat eine Beziehung mit dem Opfer hatte. Offenbar war es in den Tagen vor der Tat zu heftigen Streitigkeiten gekommen. Nachbarn hatten bereits am Morgen des 8. Juli, dem vermutlichen Tattag, Schreie und Hilferufe aus der Wohnung gehört.
Die Beweislast gegen den Mann ist erdrückend. Forensiker der Spurensicherung aus Mailand und Parma sicherten entscheidende Spuren. Das genetische Profil des Verdächtigen wurde an zwei am Tatort gefundenen Messern sowie an Blutspuren im Badezimmer nachgewiesen. Ein blutiger Handabdruck auf einer Glastür konnte ihm ebenfalls eindeutig zugeordnet werden.
Die Staatsanwaltschaft ordnete die Festnahme wegen akuter Fluchtgefahr an. Der 39-Jährige hat keinen festen Wohnsitz, keine familiären Bindungen in Italien und ist polizeibekannt. Zuletzt hatte er versucht, unterzutauchen, indem er häufig seine Unterkunft und seine Telefonnummern wechselte. Die Carabinieri spürten ihn schließlich im Mailänder Stadtteil Lampugnano auf. Er wurde in das San-Vittore-Gefängnis gebracht.




















