Warum Benzin und Diesel in Italien wieder teurer werden
Diesel an den Autobahn-Tankstellen über zwei Euro
Rom – An Italiens Zapfsäulen geht es erneut aufwärts: Der Dieselpreis hat an den Autobahn-Tankstellen im Landesdurchschnitt 2,023 Euro je Liter erreicht und damit die symbolische Marke von zwei Euro überschritten. Auch Benzin verteuert sich weiter und kostet auf der Autobahn im Schnitt 1,945 Euro.
Etwas günstiger bleibt das Tanken abseits der Autobahn. An den gewöhnlichen Tankstellen liegt der Selbstbedienungspreis für Benzin bei rund 1,855 Euro, für Diesel bei etwa 1,941 Euro je Liter. Die Preise ziehen damit den vierten Tag in Folge an.
Hauptgrund für den jüngsten Anstieg ist das Auslaufen einer staatlichen Steuervergünstigung. Anfang Juli endete die zeitweilige Senkung der Mineralölsteuer, wodurch sich Benzin und Diesel spürbar verteuerten. Hinzu kommen die Spannungen im Nahen Osten, die den Ölmarkt nervös halten, auch wenn der Rohölpreis zuletzt schwankte.
Für Urlauber trifft die Entwicklung mitten in die Hauptreisezeit. Wer im Sommer mit dem Auto durch Italien fährt, zahlt vor allem auf den Fernstraßen deutlich mehr als noch im Juni, als die Preise über mehrere Tage gefallen waren. Verbraucherschützer fordern seit Längerem eine dauerhafte Entlastung an der Zapfsäule.
Wie stark die Nahost-Krise die Preise treibt, bleibt schwer abzuschätzen. Schon zuvor hatte die Lage am Golf Italiens Spritpreise in der Schwebe gehalten. Sollte sich die Situation um die Straße von Hormus weiter zuspitzen, drohen zusätzliche Aufschläge – bei einer Entspannung wäre dagegen wieder Luft nach unten.




















