Überetsch-Unterland – Im Südtiroler Bezirk Überetsch-Unterland sorgt die Verteilung öffentlicher Mittel für Diskussionen. Wie eine aktuelle Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit ergab, beziehen Ausländer im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil überdurchschnittlich oft finanzielle Unterstützung. Werner Thaler, der Bezirkssprecher der Partei im Überetsch-Unterland, spricht von einer großen Schieflage bei den Auszahlungen.
Rückläufige Ausgaben bei konstant hohen Quoten
Grundsätzlich sinken die Gesamtausgaben für die finanzielle Unterstützung in der Bezirksgemeinschaft. Während im Jahr 2022 noch 7,4 Millionen Euro ausgeschüttet wurden, sanken die Kosten über 5,8 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 4,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr 2024. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Verteilung auf die Empfängergruppen laut den vorliegenden Daten für die Partei auffällig.
Im Jahr 2024 zählte der Bezirk insgesamt 1.711 Leistungsempfänger. Davon waren 1.079 italienische Staatsbürger, 536 stammten aus Nicht-EU-Staaten und 96 aus anderen EU-Ländern. Somit entfielen 632 Bezieher und damit knapp 37 Prozent auf Ausländer. In den Vorjahren lag dieser Wert bei rund 39 Prozent (2023) beziehungsweise knapp 40 Prozent (2022). Die absoluten Zahlen der Bezieher sind zwar in allen Gruppen gesunken, der prozentuale Anteil von Nicht-Staatsbürgern bleibt jedoch auf einem beständig hohen Niveau.
Forderung nach einer Neuausrichtung
Für die Süd-Tiroler Freiheit ist diese Entwicklung ein Grund zur Sorge. Werner Thaler kritisiert, dass eine zahlenmäßig kleine Bevölkerungsgruppe einen derart großen Teil der öffentlichen Kassen beanspruche, während die einheimische Bevölkerung diese Gelder durch Steuern und Abgaben finanziere und selbst immer stärker unter Druck gerate. Die Partei fordert daher eine grundlegende Neuausrichtung der Vergabekriterien. Es brauche eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Mittel und eine klare Prioritätensetzung zugunsten der Einheimischen.




















