BOZEN – Die Landesregierung hat grünes Licht für ein entscheidendes Infrastrukturprojekt gegeben, das die Erreichbarkeit einer der beliebtesten Ferienregionen Südtirols nachhaltig verbessern wird. Die Landesstraße 24, die von Blumau hinauf nach Völs am Schlern führt, steht vor einer umfassenden technischen Neugestaltung. Da die aktuelle Trasse ursprünglich aus den 1950er-Jahren stammt, entspricht sie längst nicht mehr den Anforderungen des modernen Verkehrsflusses und den geltenden Sicherheitsstandards. Mit der nun beschlossenen Anpassung der technischen Eigenschaften und der Kostenkalkulation ebnet das Land den Weg für eine zeitgemäße Verkehrsanbindung.
Moderne Technik gegen gefährliche Engpässe
Der Fokus der geplanten Arbeiten liegt auf einem besonders kritischen, knapp anderthalb Kilometer langen Abschnitt. Wer die Strecke kennt, weiß um die engen Kurven und die drei Tunnel, die derzeit zum Nadelöhr werden. Insbesondere für Busse und Lastkraftwagen ist ein Begegnungsverkehr dort aktuell unmöglich, was immer wieder zu gefährlichen Situationen und Verzögerungen führt. Um dies zu beheben, sieht die Planung eine deutliche Verbreiterung der Fahrbahn vor. Dabei setzen die Ingenieure auf eine Kombination aus berg- und talseitigen Ausbauten, die durch ästhetische Mauern mit Natursteinverkleidung gesichert werden, um das charakteristische Landschaftsbild der Region zu wahren.
Spektakuläre Brücken und ein neuer Tunnel
Ein Herzstück des Projekts ist die komplette Neutrassierung eines über einen Kilometer langen Teilstücks. Hier planen die Experten einen optimierten Straßenverlauf mit einer gleichmäßigen Steigung, der zwei imposante Brücken von 40 und 100 Metern Länge umfasst. Besonders hervorzuheben ist der Bau eines neuen, rund 500 Meter langen Tunnels, der die Fahrt durch das felsige Gelände deutlich sicherer machen wird. Im Zuge dieser Maßnahmen wird auch die Anbindung nach Prösels neu gestaltet, da die bisherige Abzweigung den künftigen Anforderungen weichen muss. Die Grundlage für diese weitreichenden Entscheidungen bildeten umfassende geologische Untersuchungen, die bereits im Jahr 2025 abgeschlossen wurden.
Investition in die Zukunft der Region
Die finanzielle Dimension des Vorhabens unterstreicht dessen enorme Bedeutung für das gesamte Schlerngebiet. Von den veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 36 Millionen Euro fließen allein über 24 Millionen Euro direkt in die bauliche Umsetzung. Ziel der Landesregierung ist es, nicht nur die direkte Verbindung nach Völs zu optimieren, sondern das gesamte Gebiet rund um Seis, Kastelruth und die Seiser Alm besser und vor allem sicherer anzubinden. Damit stärkt Südtirol seine Infrastruktur im ländlichen Raum und sorgt dafür, dass Einheimische wie Gäste gleichermaßen von einer modernen Mobilitätslösung profitieren.




















