Bozen – Die Stadtgemeinde Bozen hat am 4. August 2026 umfassende Statistikdaten sowie neue digitale Dienstleistungskarten vorgestellt. Die Präsentation durch den Assessor für Statistik, Claudio Della Ratta, und die Direktorin des Statistikamtes, Sylvia Profanter, beleuchtete zentrale Entwicklungen in der Stadt, darunter Bevölkerungswachstum, eine florierende Tourismusbranche, steigende Beschäftigungszahlen und die anhaltende Inflation.
Bevölkerung und Wirtschaft im Fokus
Ende 2025 zählte Bozen 106.901 Einwohner, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr (106.568). Dieser Zuwachs ist hauptsächlich auf einen positiven Wanderungssaldo von 626 Personen zurückzuführen, während der natürliche Saldo mit 785 Geburten und 1.078 Todesfällen negativ blieb. Das Durchschnittsalter der Bozner Bevölkerung liegt bei 45,7 Jahren, wobei über 65-Jährige bereits 24,5 Prozent ausmachen. Der Anteil ausländischer Bürger stieg leicht auf 15,3 Prozent, mit den größten Gemeinschaften aus Albanien, Marokko, Pakistan, Rumänien, der Ukraine, China und Deutschland.
Die Wirtschaftsindikatoren zeigen sich ebenfalls positiv: Die Beschäftigungsquote erreichte 73,9 Prozent bei Männern und 68,5 Prozent bei Frauen. Die Zahl der Pendler, die täglich nach Bozen zur Arbeit kommen, stieg auf 27.737. Die durchschnittliche jährliche Inflation in Bozen lag 2025 bei 2,2 Prozent und damit über dem nationalen Durchschnitt von 1,5 Prozent. Auch 2026 verzeichnet die Landeshauptstadt eine anhaltend hohe Preisdynamik mit einer Inflation von deutlich über 3 Prozent, was Bozen weiterhin zu den am stärksten vom Anstieg der Lebenshaltungskosten betroffenen italienischen Städten macht.
Tourismus und digitale Transparenz
Der positive Trend im Tourismus setzte sich fort: Bozen verzeichnete 2025 über eine Million Übernachtungen (1.035.771) mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,2 Tagen. Auch die Ankünfte und der Flugverkehr am städtischen Flughafen nahmen zu, mit 3.409 Flügen im Jahresverlauf.
Neben den statistischen Daten wurden auch die neuen Online-Dienstleistungskarten vorgestellt. Diese digitalen Instrumente ermöglichen es Bürgern und Unternehmen, sich einfach und transparent über alle kommunalen Dienstleistungen, Qualitätsstandards, Zugangsmodalitäten, Bearbeitungszeiten und die Verpflichtungen der Verwaltung zu informieren. Die Karten sind auf der institutionellen Website der Gemeinde abrufbar und werden kontinuierlich erweitert und aktualisiert. Ein entsprechendes Protokoll zur Steuerung der Qualität öffentlicher Dienstleistungen wurde mit beteiligten Unternehmen und anderen Dienstleistern unterzeichnet, um Qualität, Transparenz und Effizienz der angebotenen Leistungen kontinuierlich zu verbessern.
Assessor Claudio Della Ratta betonte die Bedeutung verlässlicher und zugänglicher Statistikdaten für eine effektive öffentliche Politik und bürgernahe Dienstleistungen. „Eine Stadt, die sich selbst besser kennt, kann ihre Zukunft besser planen“, so Della Ratta laut Stadtgemeinde Bozen.




















